Uhrenbestimmung 2 Taschenuhren meines Opas

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Rintenfinten

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Hallo,

nachdem ich sie fast 40 Jahre im Keller vergessen hatte, sind mir die alten Taschenuhren meines Opas wieder eingefallen. Das ich mich leider erst seit ein paar Wochen für Uhren interessiere, wollte ich hier mal nachfragen, ob jemand die Uhren kennt und mir Näheres dazu sagen könnte...?

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Die goldene läuft sogar noch, wenn man sie aufzieht.
 
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Ruebennase

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Das Meißte über Taschenuhren erzählen die Uhrwerke unter dem Staubdeckel :-). Oben haben wir einen Blitz d.h. eine russische Molnja. Drinnen wird das 3602 verbaut sein . Datieren kannst Du sie am Werk zum Einem durch die meißt vorhandene Datumsangabe (Quartal/Jahr) und an der Verarbeitung bidfun-db Archiv: Uhrwerke: Molnia 3602

Die Goldene ist vermutlich klein, denn die Kette sieht nach einer langen Damenuhrkette aus. Interessante Gehäuseform die fast schon französisch wirkt, aber die schweizer und deutschen Goldpunzen sprechen dagegen. Ohne Werksansicht möchte ich mich da nicht aus dem Fenster lehnen und eine Größenangabe wäre auch nicht verkehrt.
 
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Rintenfinten

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Guten Morgen,

erstmal vielen Dank für die Rückmeldung. Ich werde die Uhren heute Abend mal ausmessen und die Angaben hier reinschreiben.

Was die Werksansicht angeht, meint Ihr ich kriege die als Laie auf, ohne Schaden zu verursachen? Wüßte jetzt auf Anhieb nicht, wo ich da ansetzen sollte.

Edit: Mal schauen, ob sich mit dieser Anleitung heute Abend was machen läßt: Mikrolisk - The horological trade mark index
 
Rintenfinten

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Anbei die beiden Fotos der Uhrwerke. Die Herrenuhr hat einen Durchmesser von 44mm, die Damenuhr einen Durchmesser von 32mm.

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Ruebennase

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Da ist es ja :-). Die Russin hat erwartungsgemäß ein 3601 aus dem ersten Quatal 1966. Du sagstes Sie läuft nicht. Jetzt kommt es drauf an. Diese Uhren gibt es noch massenhaft. Wenn Du Großvaters Uhr einfach nur tickend haben möchtest, wirst Du sicherlich fündig im Netz und eine sehr Günstige optisch nichts her machende aber mit tickendem Werk auftun können. Es wurde nur in einer Größe gebaut und kann einfach getauscht werden. Wenn Du es orginal möchtest und aus 01/66, dann hat der Uhrmacher ggf. noch Ersatzteile aber die Reperatur wäre reine Liebhaberei.

Die Damenuhr ist älter ( um 1910/20) und entspricht mehr meinem persnlichen Geschmack. Ich hatte mich glaube ich verschaut mit den schweizer Punzen denn ich meint das Eichhörnchen neben den 18K aus zu machen. Was sind dasfür Punzen am Gehäuserand ?? Vergleich mal hier: Kontrollstempel – Watch-Wiki ...Adler? Pferd? In jedem Fall ein gut finessiertes15 steiniges Ankerwerk das ich leider nicht auf Anhieb zu ordnen kann. Durch die laufende Unruhe kann ich es nicht genau erkennen aber ich erwarte auch passend zum Rest eine Kompnsationsunruhe mit Breguetspirale. Das war schon einmal unabhängig vom Gold vergleichsweise kein preiswertes Ührchen damals. Mal salopp gesagt: ein äußerst vorzeigbares Edelgebauchsührchen mit inneren Werten ohne jetzt mit großen Besonderheiten gesegnet zu sein. Zu der Zeit waren bei identischer technischer Ausstattung Damenwerke tatsächlich teurer als die Uhrwerke für die Herren. Heute ist es deshalb ander,s weil die Nachfrageseite der Sammlerseite von Herren dominiert werden, die Alte aber auch für sie tragbare Uhren bevorzugen.

Grüße Rübe
 
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Rintenfinten

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Guten Morgen,

vielen Dank für die Informationen.

An beiden Uhren hängen ehrlich gesagt kaum Erinnerungen an meinen Opa. Wenn dann an der Russin, aber auch nur wenig. Sie scheint wohl zu fest aufgezogen worden zu sein. Zumindest ist der Aufzug am Anschlag. Muss dann nochmal überlegen, ob ich sie behalten möchte. Kommt auch darauf an, was sie denn noch Wert wäre.

Woher mein Opa die Damenuhr hat, keine Ahnung. Getragen hat er sie nie (auch meine Oma nicht) und damit verbundene Erinnerungen sind damit quasi gleich null. Auf jeden Fall könnte ich mich wohl von dieser Uhr trennen und würde sie hier wohl in den Markt stellen. Leider habe ich überhaupt keine Ahnung, was diese Wert sein könnte und ob es überhaupt einen Markt dafür gibt? Bei "Bares für Rares" hatten sie die Tage ein Uhr vergleichbarer Größe, ebenfalls mit 585er Stempel, dort wurde dann gesagt, der Materialwert läge bei 250 €, die Uhr selber wurde auf 900 € taxiert. Allerdings sah diese auch klar besser aus als meine und hatte vorne noch Emaille-Arbeiten und kleine Steine. Bin mir nicht ganz sicher, was ich mit der Uhr machen soll.

Vielleicht hat ja hier jemand eine Tipp, was die Uhren am Markt bringen könnten?
 
kater7

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Molnija 1-2 Flaschen Bier, die Damenuhr den Schmelzwert des Goldes.
 
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Matthias MUC

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Aua...

Ich hab ja den Standpunkt, wenn an alten, "wertlosen" Uhren Familiengeschichte hängt, so daß ich sie behalten würde, ist die Wertfrage eh egal und jede Abwägung, ob sich eine Revision/Instandsetzung im Vergleich zu einem eventuellen Marktwert lohnt, unangebracht.

Molnija gegen zwei Flaschen Bier zgl. Versandkosten jemandem anbieten, der ein Herz für "Altmetall" = ehrliche, handfeste Werktagsuhren hat und v.a. den Nerv, das Wissen und den Ersatzteilfundus, sie wieder zum Laufen zu bringen. Die Damenuhr an jemand abgeben, der sie nicht nur nach dem Schrottwert taxiert, somdern am Stück zusammen läßt. Ausgehäust zu werden und Werk auf den Schrott oder ausgeweidet als Ersatzteilspender und das Gehäuse eingeschmolzen, das haben diese Uhren eigentlich nicht verdient.

Im Zweifel also lieber irgendwo liegenlassen, die werden nicht schlechter dadurch und vielleicht freut sich in der nächsten Generation jemand, der mit der Familiengeschichte der Uhr was anfangen kann.

lG Matthias,
mit 2 1/2 Nachlassauflösungen geschlagen und mit Herz für "wertloses Altmetall" mit Familienhistorie... das "Altmetall" ist alles lauffähig bzw. die Tage hole ich wieder zwei Stück vom Uhrmacher (1x eigene Familie, 1x Nachlaß Patentante mit Detektivgeschichte zur Herkunft der Uhr), wo die Revision rein wirtschaftlich gesehen völliger Unfug ist....
 
Rintenfinten

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Naja, mein Opa ist gestorben, da war ich 6. Erinnere mich nur grob an ihn. Deshalb würde ich die russische Uhr wohl behalten, die er wirklich getragen hat.

Hatte so überlegt, eventuelles Geld von einen Verkauf der Damenuhr in die Reparatur der Russin zu stecken. War nur so eine Überlegung.

Ich wüsste ja noch nicht mal, wie man den Materialwert der Damenuhr bestimmt. Prinzipiell würde ich die auch lieber an einen Sammler abgeben, als dass sie ausgeschlachtet wird.
 
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Matthias MUC

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Naja, Gewicht vom Gehäuse und dann den Tageskurs für 585er Gold. Der Materialwert vom Werk ist aus Schmelzofensicht Null. Da sind die "Bares für Rares"-Taxierungen betreffend des Materialwerts schon ein Anhaltspunkt. Dürfte, wenn die Russin "nur" eine große Revision und vielleicht eine frische Feder braucht, gut ausreichen, um das zu finanzieren. Aber nichts überstürzen.

lG Matthias

PS.: Zu Familiengeschichte und Erbstücken:
Ich hab aus diesen 2 1/2 Nachlässen Gegenstände (TU, alte Füllfederhalter), wo ich aus dem Fundkontext schon fast "archäologisch" erschließen konnte/mußte, woher das jeweils gestammt hat. Mein ältester Füller ist ein MB 224 aus den wohl frühen 1930ern, mit Grünspan und Mäusepisseflecken als richtiger Garagenfund, aber dank Fundkontext (mäusezerfressene alte Ausweise) zu 99% sicher meinem einen Großvater zuzuordnen - den hab ich funktions- und pissefleckenerhaltend restaurieren lassen und er schreibt wieder. Die Uhr, die ich demnächst vom Uhrmacher hole, dürfte ein Großvater meiner Patentante (identifizierbar über Namen auf alten Rechnungen für Möbel aus 1903) zu irgendeinem Anlaß von seiner Studentenverbindung bekommen haben, zu der ich diesbezüglich Kontakt aufjehmen werde, die haben ihre Aufzeichnungen zu ihren Alten Herren" alle noch...... Und zu meiner Familie tauchen jetzt in den letzten Zügen der Kellerräumung zwischen dem wildesten Kellergerümpel auch nach und nach alle die alten Unterlagen (Fotos lose und in Alben, Familienstammbücher, Großvaters Wehrpaß, Soldbuch, Flucht und Vertreibungsgeschichte, Entnazifizierung im Westen, Bewerbungsschreiben und Referenzen, um nach dem Krieg wieder ein neues Leben im alten Beruf zu bekommen etc.) auf, mit denen das ganze Puzzle sich zusammensetzen läßt... Alle, die ich fragen könnte, sind inzwischen feet under......
 
Rintenfinten

Rintenfinten

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Wenn man wirklich Bezug zu den Dingen und den persönlichen Kontakt hatte, kann ich das total nachvollziehen. Hört sich auch sehr interessant an, die Recherchearbeiten, die damit verbunden sind und nachher hat man dann ein schönes Erinnerungsstück. Leider trifft das auf mich und diese zwei Uhren so gut wie nicht zu.

Was den Materialwert angeht: OK, der Wert von 585er Gold liegt heute bei circa 24 € pro Gramm. Nur wie komme ich an das Gehäusegewicht, wenn ich das Werk und dessen Gewicht nicht kenne? Ausbauen traue ich mich nicht, da ich Laie bin und was kaputt machen könnte.

@Ruebennase: Zu den beiden Punzen schreibe ich heute Abend noch was. Muss ich erst nochmal näher nachschauen. Mein erster Eindruck war gestern: gar keine Punze, sondern nur irgendeine Vertiefung.
 
MROH

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Wertanfrage (ob dazu per PN aufgerufen oder im Thread ist egal) und die Wertdiskussion haben hier ein Ende. Thread geschlossen.
 
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