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  1. #21
    SuperModerator Avatar von carpediem
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    Wahnsinn, Jörn. Wieder ein Livekrimi vom Feinsten. Mit ekelhaft vielen Einzelteilen. Das erinnert mich an was....
    Deine Revisionen sind - wie immer - der Hammer, so gut wie Du das rüberbringst. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

    viele Grüße...Frank.
    Member of the TWOC

    Ich liebe Uhren - keine Marken
    Wie spät ist es eigentlich ?...

  2. #22
    Avatar von mahlekolben
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    Holla - da bin ich gerade noch rechtzeitig zum Filmstart gekommen!

    Viele kleine Federchen, die "Plopp!" machen wollen...

    Ich freue mich auch auf eine Fortsetzung!

    Liebe Grüße

    Michael

  3. #23
    Avatar von SR--71
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    ...wieder mal klasse!

    Mich würde vor allem interessieren wie man das Chronomodul justiert, wenn man die oben genannten Schrauben, die man eigentlich nicht verstellen sollte, vor diesem Thread (an einem Landeron 149) doch verstellt hat...

    Bei mir führte diese Aktion dazu, dass die Stopminute net mehr funktioniert, weil der kleine Mitnehmerstift nicht mehr in das Rädchen greift. Also schnell manuell alles wieder auf die Reset-Position gestellt...und die Uhr belanglos pfeifend schnell wieder zugeschraubt...und so trage ich meinen Vintagechrono gerade spazieren....

    Respekt, sich da heranzuwagen!
    Aber irgendwann muss ich mich den Chronos ja auch mal nähern und dazu muss ich sie erst einmal verstehen lernen.

    Warum nicht hier!

    Danke Labrador!!!
    Geändert von SR--71 (05.10.2010 um 20:27 Uhr)
    Gruß SR--71

  4. #24
    lopo
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    Was soll ich sagen
    Das ist mal wieder ganz großes Kino
    Obwohl ich das selbst nie zustande bringen würde so ein Werk zu demontieren und vor allem danach wieder zu montieren lese ich deine Berichte mit größtem Interesse.
    Ich freue mich schon auf die Fortsetzung

  5. #25
    Avatar von Labrador
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    @all: Ich danke euch allen für die Anerkennung. Mir macht das nach wie vor einen Riesenspaß dieses wunderschöne Hobby mit euch teilen zu können.

    Kurz noch zu den Fragen:

    @philipp: Spezialwerkzeug ist nicht notwendig. Man muss aber genau darauf achten, welche Schraube ein Exzenter ist und zur Einstellung dient und welche ein Bauteil fixiert. Verstellte Exzenter - besonders wenn es mehrere sind - können viel Arbeit machen.

    @aufallenvieren: Gerd (falko) hat die Frage schon perfekt beantwortet. Auf Bild 14 sind die drei erwähnten Räder zu sehen.

    @ pretium intus: Jeder Chrono ist im Detail etwas anders aufgebaut. Meistens ist das Grundprinzip aber gleich. Wie bei jeder Uhr lohnt vor dem Zerlegen genaues hinschauen.

    @SR--71: Die verschiedenen Einstellmöglichkeiten der zahlreichen Exzenter wären einen eigenen Thread wert - die Idee ist eigendlich gar nicht schlecht... Aber hier würde es vermutlich etwas verwirren, da es in erster Linie um die Überholung gehen soll.

    Dann aber jetzt mal schnell etwas weiter: Wir waren ja hier stehengeblieben.



    Bis auf die kleinen Federchen ist das jetzt nur noch ein normales Hanaufzugswerk. Auch das muss, um es gewissenhaft zu reinigen und die Einzelteile begutachten zu können zerlegt werden. Hier mit ausgebautem Unruhkloben samt Unruh:



    Da es ja ein außergewöhnliche Teil ist hier noch einmal der Überlange Zapfen des Sekundenrades, auf dem das Mitnehmerrad sitzt, das den Chronomechanismus antreibt.



    Dieses Rad hat (da Sekundenrad) auf der anderen Seite auch einen besonders langen Zapfen. Dort sitzt der kleine Sekundenzeiger drauf, der die laufende Sekunde anzeigt. Sowohl beim Ausbau, als auch später beim Zusammensetzen, muss darauf geachtet werden, damit nichts abbricht. Zusätzlich sitzt dieses Rad in der Grundplatine hinter einen Vorsprung und lässt sich nur ganz vorsichtig aus- und einfädeln. Hier ein Bild von dem kompletten Bauteil:



    Den Rest des Werkes auseinander zu nehmen, ist normaler Standard und läuft so, wie in einigen anderen Threads von mir.

    Das Werk ist nun komplett zerlegt und wird im nächsten Schritt sorfältig gereinigt. Den Zustand der einzelnen Bauteile werde ich danach beurteilen.


    Für heute endet erst einmal der Ausflug.

    Viele Grüße vom reinigenden

    Jörn (Labrador)

  6. #26
    Avatar von mini
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    Danke, Jörn,

    für den wieder mal faszinierenden Blick durch Deine Lupe.
    Das 7734 wurde von mir (als schaltradgeprägtem Snob) eher unter "ferner liefen" bei den Chronos einsortiert.
    Aber auch hier hat man einen hohen Grad an Funktionalität, verbunden mit einer optimierten Fertigung, erreicht.
    Trivial ist sowas nicht.

    Auf jeden Fall ist es sehr interessant, Deinem "Stripping" zuzusehen, bis nur noch ein "einfaches" AU-Werk übrig bleibt.

    Ich bin mal auf den diagnostischen Teil gespannt...

    Gruss und vielen Dank

    Mathias
    Geändert von mini (heute 07:43 Uhr). Grund: Eine einzige Tatsache kann Dir die ganze Argumentation versauen!

  7. #27
    Avatar von krabbelfisch
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    Ich bin immer wieder aufs Neue beeindruckt. . . . für mich ist das der absolute Hammer. Ich puzzle gern, aber so etwas . . . . .

    Vielen dank für die vielen Infos Jörn !
    Grüße

    Rolf

  8. #28
    Avatar von Philipp
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    Daumen hoch

    Hey ,

    hier gehts ja schon weiter - und wieder tolle Bilder und Infos! Danke Jörn.
    Ja, das das Einfädeln von Brücken und Rädern...
    Meist klappt es ja nach einigen Versuchen.
    Ich hatte aber auch schon Werke vor mir, an denen ich fast verzweifelt bin, weil sich der letzte Zapfen nicht im Stein unterbringen ließ...
    Gruß aus Berlin
    Philipp
    "チトーニ / 梅花錶 / 티토니"

  9. #29
    Avatar von hass67
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    Hallo Jörn,

    schön das es wieder losgeht. DAs alte Valjoux sieht auf den ersten Blick schon sehr komplex aus und das bestätigt sich, wenn man die Anzahl der abmontierten Teile sieht. Ich denke, hier sollte man wissen, was man tut.

    Kannst Du vielleicht nach der Reinigung mal die noralgischen Teile nennen, bei denen bei diesem Werk oft mal der Zeit der Zahn nagt und die besondere Beachtung benötigen ? Oder ist hier nichts besonderes zu beachten ?

    Freue mich schon auf die Fortsetzung

    ULI

  10. #30
    Avatar von Labrador
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    So, nun kommt der diagnostische Teil (@mini). Nach der gründlichen Reinigung aller Teile zeigte sich am Minutenradzapfen (Platinenseite) eine Rille. Diese Rille ist sozusagen Vorbote der echten Rille, die dann etwas später das Werk bremst bis es irgendwann stehen bleibt. Dann ist der Verschleiß aber meist schon so fortgeschritten, dass nur noch ein Austausch des Rades hilft. Ich habe versucht die Rille auf dem folgenden Foto fest zu halten:



    Ich habe den Zapfen mit dem Zapfenrolliergerät (siehe Thread:https://uhrforum.de/labradors-werkze...rgeraet-t40484) wieder retten können. Das Ergebnis sieht jetzt so aus: Die Rille ist verschwunden und der Zapfen hat nun auch seine glatte Oberfläche zurückgewonnen.



    Dieses Problem haben wir sozusagen in der Entstehungsphase stoppen können - das freut mich sehr!

    Geht es also weiter mit dem Zusammenbau. Zuerst muss das Sekundenrad wieder eingefädelt werden. Es hat an beiden Seiten einen recht langen Zapfen und das Rad sitzt in der Grundplatine unter einem etwas versetzten Vorsprung.



    Nachdem es 1/100tel Millimetergenau wieder an seinen Platz gerückt ist, sieht das dann so aus:



    Diese Arbeit ist nichts für Hektiker. Hier muss behutsam vorgegangen werden.

    Bei dem weiteren Zusammenbau hat meine Tochter Katharina mir mit ihrem fotografischen Talent geholfen. Hier eine Bild von der Montage des Minutenrades:



    Nach dem Kleinbodenrad kam dann zum Schluss das Ankerrad dazu:



    Nach der Montage des Federhauses, des Klobens (Ankerrad und Sekundenrad) und der Brücke (Federhaus, Minutenrad und Kleinbodenrad) lief das Werk sofort mit großer Amplitude an.



    Dies ist jetzt die Arbeit, die bei einem Dreizeigerwerk normalerweise anfällt. Da wir aber hier einen schönen Chrono haben, geht es bald weiter. Viele Teile müssen noch montiert werden. Grundvoraussetzung für einen zuverlässig laufenden Chrono ist aber die Basis (das Dreizeigerwerk), da hier die Energie für die Stoppvorgänge abgegriffen wird.

    @hass67: Uli, die neuralgischen Punkte bei diesem Chrono, sind exakt dieselben, wie bei jeder normalen Dreizeigeruhr. Die Lagerstellen, wo hohe Kräfte wirken (Federhaus, Minutenrad und Kleinbodenrad) sind in erster Linie bei mangelhafter Wartung gefährdet. Bei dieser Revision ist sehr schön zu erkennen, das kapitale Schäden durch rechtzeitige Revision zu verhindern sind. Alle anderen Probleme, die bei diesem (und anderen) Kaliber auftreten können, ist meist durch unsachgemäßes Eingreifen in das Zusammenspiel der Exzenterschrauben begündetet.

    Es geht bald weiter, wenn die chronospezifischen Teile wieder an ihren Platz kommen.

    Ich danke euch allen für euer Interesse und die netten Kommentare.

    Viele Grüße

    Jörn (Labrador

  11. #31
    Avatar von Philipp
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    Hallo Jörn,

    schön, dass du hier wieder so detailliert den Zusammenbau des Werkes zeigst.
    Mit so einer Anleitung als Vorlage bekomme ich Lust mich auch mal an so ein Teil zu wagen...
    Zitat Zitat von Labrador Beitrag anzeigen
    Diese Arbeit ist nichts für Hektiker. Hier muss behutsam vorgegangen werden.
    gut gesagt

    Bei dem weiteren Zusammenbau hat meine Tochter Katharina mir mit ihrem fotografischen Talent geholfen.
    Tolle Bilder - Gruß an Katharina !

    ... lief das Werk sofort mit großer Amplitude an.
    ... ein Moment der Genugtuung - finde ich.
    Zufrieden zurücklehnen und der Bewegung der Räder zuzusehen.

    Schönen Sonntag noch.
    Gruß aus Berlin
    Philipp
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  12. #32
    Avatar von Mapkyc
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    Deine Werkstatt-Threads sind immer sehr interessant. Ich lese wiedermal mit großem Interesse mit. Vielen Dank für deine Mühe.

  13. #33
    Avatar von Kaliber 66
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    Hier kann ich nur von echter Bewunderung sprechen - einfach mal so nen Chrono zerlegt, Kleinstteile wieder wie neu gemacht und dann zack-zack wieder mit schlafwandlerischer Sicherheit zusammengefügt - das ist wirklich besser als ein Krimi im TV. Danke für die Arbeit, die Du Dir mit dieser Dokumentation machst !
    Herzliche Grüsse, Steffen
    Drinking when not thirsty and making love all the time, madam, thats all there is to distinguish us from other animals. (Beaumarchais)
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  14. #34
    Avatar von Labrador
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    @all: Danke euch für die netten und anerkennenden Worte.

    Heute kommt der Zusammenbau der Chronteile, die ja erst den Chronografen ausmachen.

    Nachdem das Dreizeigerwerk in der letzten Zeit sehr zufriedenstellen gelaufen ist - dazu gehört auch ein Test, ob es vollständig abläuft - geht es nun mit dem Zusammensetzen weiter. Zuerst kommt die Chronplatine wieder an ihren Platz. Auf ihr werden später einige Bauteile befestigt.



    So zum Beispiel der Nullsteller. Über diesen Hebel wird in der gestoppten Stellung die beiden Stoppzeiger wieder zurückgesetzt. Auf die herumgezogene Fläche drückt dann später der Stift des Drückers.



    Weiter unten (auf die Minutenradbrücke) wird der Start-Stopphebel aufgeschraubt. Er muss mit seiner Achse (in der Mitte des Hebels), wo ein zweiter Hebel aufgenietet ist, in eine Ausfräsung unter der Chronoplatine, eingefädelt werden. Da der zweite Hebel mit einer kleinen Feder in Position gehalten wird, ist das etwas fummelig.



    Nachdem das Mitnehmerrad wieder aufgestzt ist, kommt die Kupplung wieder an ihren Platz. Dieses Bauteil steht in ständigem Kraftschluss mit dem Mitnehmerrad und wird beim Starten des Chronos in das Chronozentrumsrad (da sitzt der Sekundenstoppzeiger drauf) hereingeschaltet. Es hat diesen Drehpunkt auf deiner Exzenterschraube (unterhalb des Ankerradlagers). Auf dem folgenden Bild habe ich die Kupplung auf die Exzenterschraube gelegt.



    Da die Exzenterschraube richtig eingestellt war, passt auch der Eingriff optimal:



    Nachdem ich die Kupplung mit der speziellen Halteschraube (darf nicht mit anderen Schrauben verwechselt werden, da sie einen Ansatz unter dem Schraubenkopf hat) befestigt habe, wird noch die kleine Feder eingesetzt, die die Kupplung beim späteren Betrieb in Richtung Chronozentrumsrad drücken soll. Zuerst habe ich das nach unten gebogene Ende der Feder in den Ankerradkloben gesetzt:



    Und danach hinter den Arm der Kupplung gespannt:



    Damit der Sekundenstoppzeiger im angehalteten Zustand sich nicht durch Erschütterung verstellen kann, gibt es den sogenannten Blockierhebel. Er wird bei diesem Kaliber mit einem Minikloben gehalten. Auf dem folgenden Bild ist der Minikloben mit dem Blockierhebel und die wieder eingebaute Sternradwippe zu sehen.



    Die Sternradwippe bildet die Verbindung zwischen dem Chronozentrumsrad und dem Minutenzählrad. Auch sie wird (wie die Kupplung) beim Stoppvorgang in den Eingriff geschaltet. Daher auch die kleine Feder und die Exzenterschraube links neben der Befestigungsschraube.



    Nun ist der Zusammenbau auch schon fast abgeschlossen: das Chronozentrumsrad und das Minutenzählrad werden einfach wieder in ihre Lager gesteckt und von oben mit dem Kloben fixiert. Dabei ist darauf zu achten, dass die Minutenzählradfeder wieder in einen Zahnzwischenraum einrastet. Zum Schluss wird der Herzhebel wieder montiert.

    Und so sieht dann die fertige Schaltung aus:



    Alle Punkte, wo sich Hebel berühren und kraftschlüssig die Schaltvorgänge steuern werden mit Fett versehen.

    Alles schaltet richtig und weich.

    Geht es also auf der Zifferblattseite weiter. Auf dem nächsten Bild habe ich die Aufzugs- und Zeigerstellräder eingesetzt.



    Und dann diesen Bereich mit der Winkelhebelfeder fixiert und verschlossen.



    Um den Datumsring einsetzen zu können, muss erst der äußere Kranz aufgeschraubt werden. Die fehlende Schraube habe dabei ersetzt.

    Hier die Sicht auf die Datumsscheibe, den kleinen Arretierhebel und das Datumsschaltrad:



    Sehr servicefreundlich ist das Einsetzen der Datumsarretierfeder. Sie wird von oben durch eine Öffnung in der Datumsbrücke eingesetzt. Hier vor dem Spannen der Feder:



    Und hier mit gespannter Feder. Dabei kann eigentlich nichts wegspringen.



    Da das Datum sauber schaltet und die Zeigerreibung auch gut stramm sitzt, kann das Blatt wieder montiert werden und die Zeiger gesetzt werden. Da hier viele Zeiger sicher an- und überienander herlaufen, ist auf die Zeigerhöhe eines jeden Zeigers besonders zu achten. Vor dem Aufsetzen der Stoppzeiger muss die Chronoschaltung "genullt" werden.

    So schauts aus:



    Da das Werk gut läuft, kann es nun mit dem Gehäuse weitergehen. Es macht den Eindruck, als wenn es etwas lieblos schon einmal aufgearbeitet wurde: die meisten Flächen haben einen unsauberen Strichschliff, der teilweise seine Richtung ändert.





    Der Boden war vermutlich ursprünglich mit einem Rundschliff versehen. Er ist nur noch ansatzweise zu erkennen.



    Um das Gehäuse besser bearbeiten zu können und um einen Eindruck vom Zustand der Drückerdichtungen bekommen zu können, habe ich die Drücker ausgebaut. Sie sind von innen her geschraubt.



    Und sehen ausgebaut dann so aus:



    Die Lunette muss auch runter, damit die Anstöße bearbeitet werden können. An dem Zustand der Alulunette (drehbar) ist nicht viel zu ändern - eine optische Aufwertung gelingt nur durch einen Austausch.



    Nun habe ich aber auch mal eine Frage - speziell an die Breitlingspezialisten hier: Da ich bei der Suche im Internet keine Bilder von einer NOS Breitling 2031 finden konnte, würde ich gerne wissen, wie die Gehäuseseiten original bearbeitet wurden. Ich gehe davon aus, dass sowohl die Flanken als auch die Oberseite der Anstöße poliert waren und der Boden einen Rundschliff hatte. Aber vielleicht kann jemand hier genauere Angaben machen. Ich würde mich sehr freuen, wenn es mir gelingt, diesen schönen Stopper originalgetreu aufarbeiten zu können. Ich danke schon einmal im voraus!

    Deshalb ist hier heute erst mal Ende. Bevor ich mir dem Gehäuse anfange, möchte ich noch die Hinweise abwarten.

    Viele Grüße

    Jörn (Labrador)

  15. #35
    Avatar von Erumi
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    Hallo Jörn,

    vielleicht helfen dir diese Bilder weiter Breitling Datora 2031
    Gruß Hermann

  16. #36
    Avatar von Schmitti
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    Moin ...

    Leider mangelt es mir in Jörns letztem Post an Bildern ?!?

    Edit: Jetzt hab ich sie
    Schönen Gruss vom Schmitti

    Warum liegt hier überhaupt Stroh rum ?

    MitGlied in : P.I.T.- APC - P.O.C. - R.O.C. - D.D.O.C.

  17. #37
    Avatar von Labrador
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    @erumi: Hallo Hermann, die habe ich auch gefunden. Nur leider sind die Uhren nicht NOS und geben keinen Anhaltspunkt, wie sie mal waren. Möglicherweise sind sie schon einmal "falsch" aufgearbeitet worden... Trotzdem viele Dank für deinen Hinweis!

    @Schmitti: Mit Bildern ist es schöner - stimmt.

  18. #38
    Avatar von falko
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    Wieder ganz tolle und informative Bilder, Jörn, Dir und Katherina dafür vielen Dank!
    Einen imho kritischen Punkt hast Du nicht erwähnt, nämlich das Setzen des zentralen Stoppsekundenzeigers. Da ich gerade erst ein Valjoux 7733 auf dem Tisch hatte, ist mir die Schwierigkeit noch gut erinnerlich, den Zeiger wirklich ganz exakt auf "Null" zu setzen. Uhrmacher behelfen sich oft damit, dass sie den Zeiger nach dem Setzen etwas nachbiegen, wobei mir der Zeiger auf Deinem Bild auch nicht mehr ganz gerade erscheint, aber ich kann mich täuschen. Auch mir gelang es erst im zweiten Anlauf, dafür musste ich nicht nachbiegen und war auch am nächsten Tag noch zufrieden mit meiner Arbeit.
    Grüsse Gerd
    Die Beschäftigung mit Uhren lässt die Zeit vergessen.
    Man sollte nicht alles tun, was man könnte,
    aber man sollte alles können, was man tut!

  19. #39
    Avatar von Labrador
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    @falko: Hallo Gerd, danke dir. Das mit dem Zeiger ist recht einfach: Erst den Chrono auf Null stellen und dann legst du den Zeiger leicht auf die Welle ohne ihn anzudrücken. Danach fixere ich die Spitze des Zeigers mit einem Finger so, dass er exakt auf dem oberen Strich steht und drücke ihn fest. Klappt fast immer auf Anhieb so. Das Verbiegen des Zeigers ist bei lackierten Zeigern (wie hier) nicht ratsam, da der Lack absplittern kann.

    Die genaue Nullstellung des Zeigers hängt immer vom Blickwinkel ab. Auf meinem Foto steht er optisch etwas nach rechts. Werde das noch einmal in natura kontrollieren.

    Viele Grüße

    Jörn (Labrador)[COLOR="Silver"]
    Geändert von Labrador (13.10.2010 um 16:00 Uhr)

  20. #40
    Avatar von RiGa
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    Wie immer: Das Publikum wundert sich, der Fachmann staunt nicht einmal mehr.

    Erst wenn die Uhr wieder bei mir ist, melde ich mich wieder ... *verschmitzt grins*

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