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  1. #41
    Avatar von Trainmaster C
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    Moin Labrador!
    Ich habe manchmal Tage, an denen ich meine Casio umtun möchte - robuster, ganggenauer und funktioneller. Dann lese deine Beiträge und schon ist wieder was mechanisches am Arm.
    Danke für Deine Mühe und die schönen Fotos!
    Euer Chrischan

    Mind is for people who think.
    - H. M. "Howling Mad" Murdock -

  2. #42
    Avatar von Doerthe
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    Hallo Jörn,
    immer wieder interessant, danke für die Fortsetzung und die Mühe
    Liebe Grüsse
    Dörthe

    Mitglied im V.C.C., L.O.C., Interessengemeinschaft elektronisch gesteuerter Uhren, FSJW, Z.d. BWC-E, C.W.M., IWC Uhren Club, L.U.C. - Laco Uhren Club, G.B.C.

  3. #43
    Avatar von Philipp
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    Daumen hoch Super !!!

    Jörn,

    ich will es mal so ausdrücken: - -
    Gruß aus Berlin
    Philipp
    "チトーニ / 梅花錶 / 티토니"

  4. #44
    Avatar von Labrador
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    @ all: Danke für euer nettes Feedback.


    Nun geht es heute ein kleines Stück weiter. LutzBrux hat mich gebeten, die Zugfeder zu erstetzen, was ich heute nun auch vorstellen möchte. Nachdem ich den Federhausdeckel herausgedrückt habe, spanne ich den Federkern in ein Stiftenklöbchen ein, um ihn - gegen die Aufzugsrichtung drehend - herausnehmen zu können. Da er gut eingespannt ist, fliegt er auch nicht weg.



    Die alte Feder habe ich herausgezogen. Achtung, dass das Federhaus dabei nicht wegfliegt...

    Beim Einsetzen möchte ich hier einmal den Federeinwinder als Werkzeug vorstellen. Viele winden die Zugfedern von Hand ein, was aber immer zu Lasten des Federrhausrandes geht, über den die Feder gezogen wird. Der Federwinderkasten sieht bei mir so aus - etwas nostalgisch, aber funktioniert gut...



    Zuerste wird ein passender Dorn mit Aufzugshaken gewählt (oberste Reihe im Kasten). Dieser wird in das Griffstück eingespannt und die neue Feder eingehängt.



    Jetzt wird eines der Federgehäuse ausgesucht, dass vom Durchmesser so beschaffen ist, dass es etwaskleiner als das original Federhaus ist - die Feder soll ja nach dem Aufwinden in das Federhaus herüberrutschen können.

    Hier ein Bild beim Einwinden der Feder:



    Ist die Feder komplett eingewunden, wird das Handstück mit dem Zughaken abgezogen und mit dem kleinen Knopf wird die aufgewickelte Feder in das Federhaus gedrückt.



    Das Einsetzen des Federkerns geschieht genau so wie das Herausnehmen - daher noch einmal das Bild von vorher:



    Zuletzt wird das Federhaus wieder verschlossen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Druck hauptsächlich am Rand des Deckels ausgeübt wird, damit er sich nicht verzieht.



    Nachdem das obere und das untere Lager des Federkerns geölt ist, kann das fertige Federhaus eingestzt werden.

    Viele Grüße

    Jörn (Labrador)

  5. #45
    Avatar von mahlekolben
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    Hallo Jörn!

    Mal wieder eine tolle Vorstellung!

    Durch Fachkenntniss, Erfahrung und richtigem Werkzeug kann diese - doch gefährliche(!) - Arbeit sauber, schnell und sicher verrichtet werden.

    Vielen Dank fürs Zeigen!
    Liebe Grüße

    Michael

  6. #46
    Avatar von Labrador
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    @ Mahlekolben: Hallo Michael, ohne das richtige Werkzeug lässt es sich ohnehin nicht perfekt arbeiten. Zur Not muss man sich das eine oder andere selber anfertigen...

    Heute kommt der Endspurt! Nachdem ich das Federhaus - wieder mit einer neuen Zugfeder bestückt - in das Werk eingebaut habe, läuft das Werk wunderbar leichgängig.



    Fehlt jetzt noch die Datumschaltung. Zuerst lege ich den Datumsring in die Führungsschiene der Grundplatine. Bei dieser Gelegenheit sollte darauf geachtet werden, dass der Datumsring nicht verzogen ist. Er muss absolut plan aufliegen.



    Die Arretierung (hier ist die eine Seite montiert, die andere liegt in Einzelteilen neben dem Uhrwerk) wird wieder eingebaut. Wie schon erwähnt, ist es eher selten, dass hier gleich zwei Arretierungen verbaut wurden.



    Kommt jetzt eine der letzten Taten: Das Aufpolieren des Gehäuses. Der Gehäuseboden (Edelstahl) ist durch verschiedene und auch missglückte Öffnungsversuche verkratzt. Das Übrige hat ein ehemals durchgezogenes Nylonband angerichtet. Bei Uhren aus Gold sind die Narben oft noch dramatischer...



    Nach der Politur, die bei diesem Deckel wegen der Beschriftung einen Kompromiss darstellt, sieht der Deckel wieder gut aus. Wenn hier zuviel Material abgetragen wird, verschwindet die Beschriftung, was ich sehr schade fände.



    Die Aufarbeitung mit des Gehäusehauptteils ist noch etwas sensibler, da es vergoldet ist. Hierbei habe ich versucht, so wenig wie möglich von der noch existierenden Vergoldung wegzupolieren. Das Ergebnis ist hier zu sehen:



    Und hier mit dem eingebauten Werk und neuem Glas, das etwas flacher ausgefallen ist. Den Sekundenzeiger - den ich persönlich etwas zu kurz geraten finde - habe ich gelassen, da ich mir nicht sicher bin, ob er nicht doch original ist. Falls irgendjemand diese Frage mit Sicherheit beantworten kann, würde ich mich über eine Rückmeldung freuen. Lutzbrux könnte dann entscheiden, ob er einen längeren Sekundenzeiger haben möchte...



    Zum Schluss möchte ich sagen, dass mir die Überholung dieser sehr schönen und erhaltenswerten Uhr viel Freude bereitet hat. Ich danke Lutzbrux nochmals für sein Vertrauen und wünsche ihm viel Spaß mit seiner Uhr.

    Zum Abschied noch eine Foto der Uhr mit Band.



    Viele Grüße an alle und vielen Dank für eure Geduld (hat ja alles etwas länger gedauert..)

    Jörn (Labrador)
    Geändert von Labrador (28.05.2010 um 16:40 Uhr)

  7. #47
    Avatar von Doerthe
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    Hallo Jörn,
    wow, sie ist, wie immer, traumhaft geworden
    Vielen Dank für deine so anschaulichen Infos und herzlichen Glückwunsch
    Liebe Grüsse
    Dörthe

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  8. #48
    Avatar von Labrador
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    Liebe Dörthe,

    danke für deine netten Worte. ich finde dass die Junghans nun auch nicht nur technisch, sondern auch optisch (entsprechend dem Alter) wieder gut dasteht.

    LG

    Jörn

  9. #49
    Avatar von Rocketman
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    Bravo Jörn,
    deine Berichte sind ein steter Quell der Freude.
    Die Junghans ist sehr schön geworden und dir bei der Arbeit zuschauen zu dürfen war wieder sehr unterhaltsam und lehrreich.
    Danke!
    Viele Grüße
    Volker

  10. #50

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    Super, Labrador

    Sie ist wirklich schön geworden. Recht herzlichen Dank für die ausführliche Beschreibung Deiner Arbeit, ich freu mich schon sie wieder zu haben.

    Klasse!

  11. #51
    Avatar von ducmanni
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    Björn Ich sitze hier bei einem nicht so schönen Ostersonntag - Wettertechnisch gesehen - und habe Gott sei Dank Deinen sehr informativen Bericht verfolgt, einfach Klasse. Tolle Bilder und selbst für mich Laien, sehr verständlich beschrieben, meine Hochachtung. Die Uhr ist ja wieder richtig Klasse geworden.
    Viele Grüße, Manni

    Mitglied im G. B. C., D.V.S.C.,JAZZ, C.D.D.U., Mechanica M 1 Club, O.H.M.C./ F.S.J.W., C.L.G.U. C.e.e.g.U.

  12. #52
    Avatar von moretime
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    Ja, ... zur Zeit beschäftigen mich meine Junghänse.

    Auch diesen Faden finde ich in diesem Kontext absolut genial.

    Danke Jörn
    Grüsse aus dem GdL

  13. #53

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    Sehr schön...!!!

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