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  1. #1
    Avatar von Labrador
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    Labradors Werkstatt: Revision eines Seiko-chronos mit dem 6138B

    Heute habe ich eine Revision begonnen, die ich mit euch allen Teilen möchte, da das Werk (Seiko 6138B) zum einen einige Komplikationen an Bord hat und zum anderen sich trotzdem im erschwinglichen Preissegment befindet. Wir haben es hier mit einem Chronographen mit Automatik, Stopper mit 12 Stundenzähler, Datums- und Tagesanzeige zu tun.

    Er ist äußerlich betrachtet gut erhalten:



    Und hier die Rückseite:



    Beim Blick auf das Werk, dominiert die Automatik. Ein Stoppmechanismus ist nur zu erahnen.



    Mit dieser Schwungmassenstellung ist schon das Schaltrad der Chronoschaltung zu erkennen.



    Ich habe erst einmal die zentrale Schraube gelöst, so dass die Schwungmasse abgenommen werden kann.



    Danach kreiselt sie nicht mir nicht mehr im Weg herum und ich kann besser weiterarbeiten.



    Eine besondere Seikokonstruktion stellt der Werkhaltering dar: er hält zusätzlich zum Werk auch die beiden Drücker im Gehäuse. Das ist genial und servicefreundlich!



    Gut zu erkennen sind die Eindrehungen an den Drückern, die so über den Werkhaltering im Gehäuse gehalten werden.



    Nach dem Entfernen der Krone, die ihre Dichtung im Inneren des Tubus trägt, lässt sich das Werk herausnehmen.





    Der komplette Zeigersatz. Es sind nur fünf Zeiger, da es keine laufende Sekunde gibt.



    Unter den Zifferblatt sitzt ein recht massiver Ring, der für den nötigen Abstand zu der Datums- und Tagesscheibe sorgt.



    Der Wochentag ist zweisprachig ausgelegt.



    Gehalten wir die Tagesscheibe durch einen kleinen Ring. Um das Zentrum der Befestigung herum wird, wird auf die Demontage hingewiesen.



    Jetzt wird die Datumsschaltung sichtbar. Das Datumschaltrad hat zwei Schaltnocken aus Kunststoff, um beide Scheiben zu schalten.



    Das Datumschaltrad besteht demontiert aus drei Einzelteilen, die verdrehbar übereinandersitzen.



    Nach dem Abnehmen der Deckplatte ist die kunstvoll geschwungenen Arretierfeder der Datumschaltung sichtbar.



    Das 6138 ist in Etagen aufgebaut. Es gibt keine einzeln entnehmbaren Module, sondern unter jeder Brücke befinden sich "lose" eingesetzte Bauteile. Also kein optimales Werk, um das Schrauben mal zu probieren...



    Hier der Einblick von der Seite ohne Unruh:



    Die Unruh sitzt, wie bei aktuellen Rolexkalibern, unter eine Brücke, die von zwei Schrauben gehalten wird.



    Auch unter der Tages- und Datumschaltung sitzt eine Brücke.



    Unter ihr ist schon ein Teil der Stoppfunktion zu sehen. Bei halb drei (auf diesem Bild) sitzt der Stundenzähler, die Bremse und der Rückstellhebel.



    Nun geht es auf der anderen Seite des Werkes weiter. Wie viele Seiko Kaliber, finden wir hier auch einen vereinfachten Pellatonaufzug. Das kugelgelagerte Schwungmassenlager hat einen exzentrisch angebrachten Stift an der Unterseite.



    Dieser schiebt die Aufzugsklinken in wechselnder Richtung über das Klinkenrad, so dass das Klinkenrad automatisch eine Drehrichtung bekommt. Diese Art von Aufzug habe ich auch schon einmal bei einer alten IWC gezeigt - das Prinzip ist gleich.



    Ist die Automatikeinheit komplett ausgebaut, kann man schon etwas mehr von der Chronoschaltung erkennen.



    Hier das Herzstück - das Schaltrad oder auch Säulenrad genannt. An den hochstehen Nocken werden alle Schaltungen der Stoppfunktion koordiniert.



    Nach Abnehmen der Chronobrücke, sieht es auf den ersten Blick etwas verwirrend aus - kunstvoll geschwungene und recht lange Federn klemmen unter und neben diversen Bauteilen und erledigen damit einen Teil der Funktionsabläufe. Hier ist auf geniale Art und Weise mit relativ wenigen Teilen die Stoppfunktion realisiert worden.

    Chronobrücke:



    Das Innenleben darunter:



    Ein kleines Kunstwerk ist das Chronozentrumsrad, dass, gesteuert über zwei Hebelarme, eine eigene Kupplungsfunktion hat. Greifen die Hebelarme seitlich in das Rad ein, wird ausgekuppelt und der Sekundenstoppzeiger bleibt stehen - bewegen sich die Arme aus dem Rad heraus, wird wieder eingekuppelt.



    Hier das Zwischenrad und der Minutenzähler.



    Diese beiden Federn steuern sowohl die Hebelarme, als auch den Rücksteller, der die Zeiger wieder in die Ausgangsposition bringt.



    Und der oben beschrieben Rücksteller.



    Die beiden Hebelarme - einer sitzt rechts, der andere links von Chronozentrumsrad.



    Wer Spaß daran hat, kann auf diesem Bild die oben beschriebenen Teil suchen und finden.



    Hier die ausgebaute Räderwerksbrücke, auf der der Chronomechanismus weitgehend sitzt.



    Das Federhaus hat an der Unterseite ein Ritzel, dass das Stundenzählrad auf der Zifferblattseite antreibt.



    Hier das schon entnommene Räderwerk. Gut zu sehen ist beim Federhauslager die zarte Verzahnung des Stundenzählrades.



    Und aus der Nähe:



    Die Uhr ist nun bis auf die Grundplatine zerlegt.



    Die verschiedenen Teile müssen nun noch gereinigt, auf Schäden überprüft und wieder zusammengesetzt werden.



    An dieser Stelle ist für heute erst mal Schluss.

    Viele Grüße

    Jörn (Labrador)

  2. #2
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    Hallo Jörn,

    vielen Dank für den detaillierten Einblick in das Innerste einer Bullhead!
    Ich bin schon gespannt auf Deine Einschätzung, wie dieser Youngtimer die letzten Jahrzehnte verschleißtechnisch bewältigt hat.
    Diese Uhren bekamen bei den ursprünglichen Erstbesitzern ja selten regelmäßige Pflege durch fachkundige Hände.
    Sollte der Eigentümer jetzt protestieren, bitte ich schon im Voraus um Entschuldigung.

    Ich freu mich auf die Fortsetzung dieser Revision und darauf, dass meine alte Lady auf Deinen OP-Tisch kommt.

  3. #3
    Avatar von choctaw
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    Hi Jörn,

    boah, so viele Teile.........das liest sich alles, als wäre es so selbstverständlich, aber ich kann nur mein Staunen zum Ausdruck bringen. Ich bin immer wieder begeistert von deinen Berichten, und freue mich auf die Fortsetzung. DANKE!

    Robert
    Geändert von choctaw (12.04.2011 um 22:36 Uhr)
    Der Trog ist der Gleiche, es kommen nur andere Säue!

  4. #4
    Avatar von falko
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    Wieder ein sehr interessanter Revisionsbericht über ein richtungsweisendes Chronographenkaliber mit vertikaler Kupplung, Danke, Jörn! Teilweise wirkt das Werk, wie bei Seiko durchaus nicht unüblich, recht roh. Insbesondere das Schaltrad sieht etwas angefressen aus. Ist das Täuschung oder Verschleiss?
    Grüsse Gerd
    Die Beschäftigung mit Uhren lässt die Zeit vergessen.
    Man sollte nicht alles tun, was man könnte,
    aber man sollte alles können, was man tut!

  5. #5
    Avatar von ralroh
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    Jörn, deine bebilderten Revisionsberichte lesen sich spannend wie Krimis für Uhrenfreunde! Lehrreiche und an den Bildschirm bannende Comic-Strips for Fans.

    Große Klasse!
    und vielen Dank für die Mühe!

    Ralf
    Viele Grüße, Ralf
    "1984 ist ein wichtiges Buch, aber wir sollten uns nicht von den Grenzen der Vorstellungskraft seines Autors einschränken lassen." Edward Snowden

  6. #6
    Newsman
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    Jörn, kriegst Du die Uhr auch wieder zusammen? Mir dreht sich schon der Kopf allein durchs Mitlesen. Ich denke, ich belasse es dabei, deine Revisionen zu bestaunen und werde nie selbst Hand an eine Uhr legen

    Sehr spannende Sache. Freue mich schon auf den zweiten Teil

  7. #7

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    Danke Jörn für diesen ausführlich bebilderten und hochinteressanten Bericht.

    Freue mich auch hier schon auf Teil 2. Und danke für die Zeit und Mühe, die Du
    investierst, uns daran teilhaben zu lassen.
    Gruß
    Klaus

  8. #8
    Avatar von RiGa
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    Wahnsinn!

    Unser Jörn hat sich ja mit diesen immer wieder hochinteressanten, aufschlußreichen und kompetenten Beiträgen bereits ein Denkmal gesetzt.
    Man wähnt sich ja direkt hinter ihm, darf fast schon live mitfiebern.

    Ganz einfach nur danke dafür - auch für das nicht selbstverständliche Teilen auf diesem hohen Niveau!

    Gruß, Richard

    @Unbekannter und geheimnisvoller Owner: Kann es sein, daß ich genau diese Uhr schon gegrapschen durfte?

  9. #9
    Avatar von raesfelder
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    Daumen hoch

    Vielen Dank für die interessante und aufschlussreiche Reportage. Rückt sie doch einen verhältnismässig preiswerten "Brot& Butter" Chronographen in ein anderes Licht...

    Gruß
    Ulli
    B.O.C./UHRFORUM

  10. #10
    Avatar von Philipp
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    Faszinierend !

    Die "Büchse der Seikora" ist geöffnet und nur vom Zuschauen wird mir schon ganz schwindelig...

    Ich bin gespannt und freue mich auf die Weiterführung dieses Berichtes.
    Gruß aus Berlin
    Philipp
    "チトーニ / 梅花錶 / 티토니"

  11. #11
    Avatar von Dana_X
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    Mehr mehr mehr !

  12. #12
    Avatar von Frank2006
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    1A,
    vielen Dank für Deinen super gemachten Einblick in das Innere der Seiko und die kompliziert anmutende Arbeit des Fachmanns.
    Sehr schön bebildert und beschrieben. Ich bewundere Dein Können!

    Danke und bitte weiter so,

    Frank

    Frank
    -----------------
    PW im S.5.W.O.C.
    Member des C.C.

  13. #13
    Avatar von Didi71
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    Es ist ja nicht der erste Beitrag, aber einer schöner wie der andere!! Es macht richtig Spass mitzulesen.

    Gruß Dieter
    Mitglied im D.V.S.C.

  14. #14
    Avatar von Heldchen
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    da wo die "Fohlen" spielen.....
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    "Hut ab" für diese Vorstellung .
    Wie bereits erwähnt liest es sich besser als ein Krimi .

    So sehen also einige Seiko-Chrono's von innen aus, ich bewundere die Menschen welche die Ruhe ausstrahlen um sich um ältere Uhrwerke derart zu kümmern, das "Ganze" auch noch noch so was von "PERFEKT" an den Mann/die Frau zu bringen.

    Gaaanz großes Kino (meine absolut ehrliche Meinung)!!!!!!
    Das macht das Forum zu dem was es sein soll.

    Micha
    "ett jrüßt datt Heldchen"........die mich kennen dürfen auch Micha sagen.

    "Jederman klagt über sein Gedächtnis, niemand über seinen Verstand."
    (F.LaRochefoucauld, franz. Schriftsteller)

  15. #15
    Avatar von Rostfrei
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    Hallo Jörn,
    wieder mal ein sehr kurzweiliger Reparaturbericht mit guten Fotos.
    Wie ist die Kupplung im Chronozentrumsrad aufgebaut? Blockieren dort Klinken, oder eine Kraftpressung?

  16. #16

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    Grüß Dich Jörn,
    jedesmal bewundere ich, mit wieviel Liebe zum Detail Du hier Deine Beiträge erbringst, nicht nur fachlich, sondern auch bildlich. Gratulation dazu und mach bitte weiter so.
    Gruß
    Jürgen

  17. #17
    Avatar von Aeternitas
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    1. Ich dachte beim Threadtitel schon...
    2. Ich weiß, warum ich nicht selber Hand angelegt habe...
    3. Gut, dass es Dich gibt!
    "Weißt Du, was das Geheimnis des Lebens ist?"

  18. #18
    Avatar von Labrador
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    @Marinemaster: Zum Glück habe ich keine verschlissenen Teile finden können. Die Ersatzteilsituation ist auch etwas angespannt... Habe letztens für ein ähnliches Kaliber noch grad so ein Chronozentrumsrad bekommen. Mir scheint es so, als ob diese Seiko noch nie zerlegt wurde - alles passt auf Anhieb und die Exzenter sind immer noch optimal eingestellt. Ich vermute, dass sie lange Zeit nicht genutzt wurde und daher der Verschleiß gering geblieben ist.

    @choctaw: Hallo Robert, viele Funktionen = viele Teile. Da kommen wir nicht drum herum. Die Seikokaliber sind aber recht gut konstruiert, so dass das Arbeiten daran schon Konzentration verlangt aber mir auch Spaß macht.

    @falko: Hallo Gerd, danke dir. Was die Kupplung angeht hab ich da noch was gefunden... Das Schaltrad sieht auf meinem Foto tatsächlich etwas mitgenommen aus - in der Realität ist es aber zum Glück vollkommen gut in Schuß.

    @ralroh: Hallo Ralf, immer wieder gerne geschehen. Danke dir für deine Anerkennung.

    @Newsman: Hallo Micha, ich danke dir. Die Uhr ist schon wieder zusammen (aber später mehr) - Glück gehabt...

    @Clockmania: Hallo Klaus, hab Dank. Ich halte dieses Kaliber für technisch interessant und habe gehofft, dass es hier auf Zustimmung trifft.

    @RiGa. Hallo Richard, danke für deine anerkennenden und netten Worte. Ich finde diese Lifeberichte aber auch mindestens so spannend wie du - keiner weiß, wie es endet. Das mit dem Begrapschen könnte ich mir schon vorstellen...

    @reasfelder: Hallo Ulli, ja gerne. Teure komplizierte Uhren gibt es ja schon genug - hier stimmt Preis und Leistung schon sehr!

    @Philipp: Hallo Philipp, du musst nicht mehr lange warten. Im Thema Seiko gehts heute weiter.

    @Dana_X: Geht sofort weiter...

    @Frank2006: Hallo Frank, ich danke dir. Da kommen bestimmt noch einige Berichte...

    @Didi71: Hallo Dieter, bald gibt es noch einen Bericht über eine ganz besondere Bifora. Braucht aber noch etwas Zeit.

    @Heldchen: Hallo Micha, ich danke dir. Ich bewundere vor allem die Menschen, die sich diese genialen Konstruktionen ausgedacht haben - Hut ab vor der Uhrenbaukunst der Japaner!

    @Rostfrei: Hallo Theo, Kraftpressung - zum Thema Kupplung habe ich noch etwas gefunden, was ich euch gleich zeigen werden. Vielleicht wird der Mechanismus dann etwas klarer.

    @Jürgen1950: Hallo Jürgen, hab Dank! Ohne Liebe zum Detail kann man den alten Uhren aber auch nicht gerecht werden - das versuche ich auch in meine Beiträge zu transportieren.

    @Aeternitas: Nein es ist nicht dein Chrono. Er ist aber sehr ähnlich - jetzt kannst du vermuten, welche Arbeit ich mit ihm hatte. Läuft übrigens wieder ganz hervorragend.

    Heute habe ich mich mit dem 6138B weiter beschäftigt und ihn weitgehend wieder zusammengesetzt. Vorab ein Foto aus meiner Dokumentation zu dem Kaliber. Das erste Bild zeigt das Chronozentrumsrad im ausgekuppelten Zustand, also mit gestopptem Sekundenzeiger.



    Und hier die Darstellung mit eingekuppeltem Rad. Die beiden Kupplungsarme sind aus dem Rad herausgezogen und der Kraftfluss geht bis zum Stoppzeiger.



    Alle Teile sind im optimalen Zustand, so dass ich mich nicht um Ersatzteile bemühen muss und der Zusammenbau nach der Reinigung sofort starten kann. Begonnen habe ich mit der Montage des Minutenrades.



    Hier ist das Räderwerk schon komplett wieder in die Grundplatine eingesetzt. Das Chronozentrumsrad läuft übrigens nicht wie bei vielen anderen Chronokalibern lose mit, sondern ist in den stetigen Kraftfluss mit eingebunden. Daher auch der Kupplungsmechanismus.



    Das Schaltrad wird auch Säulenrad genannt. Auf diesem Foto sind die aufrecht stehenden Schaltzähne (Nocken) gut zu erkennen.



    Gut zu erkennen, dass auch hier der Zustand perfekt ist - was für ein großes Glück!



    Hier die aufgesetzte Räderwerksbrücke. Das Chronozentrumsrad wird aber erst von der darüberliegenden Brücke geführt. Daher Vorsicht beim Zerlegen - immer erst die Federspannung ablassen!



    Zu der Brücke, die das Chronozentrumsrad lagert gibt es im Handbuch auch genaue Anweisungen zum Ölen.



    Auch der untere Lagerzapfen des Federhauses hängt zunächst ohne Führung in der Grundplatine.



    Erst nach dem Aufsetzen der Brücke unter den Zifferblatt sind Stundenzählrad und Federhaus wieder gelagert.



    Nun sind die wesentlichen teile der Uhr wieder montiert, alles ist nach Plan geölt und gefettet und sie läuft spontan und frei an. Ich freue mich!



    In der Fortsetzung müssen noch die Datumsschaltung und die Automatik eingebaut werden. Bislang lasse ich das Werk aber erst noch etwas laufen, damit ich bei Problemen noch an die Stellschrauben und Baugruppen herankomme, bevor alles wieder zu ist.

    Viele Grüße

    Jörn (Labrador)
    Geändert von Labrador (13.04.2011 um 21:52 Uhr) Grund: Bild eingefügt

  19. #19
    Avatar von Clockmaster
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    Hallo Jörn

    Da hast du ja wieder eine erstklassige Dokumentation gemacht. Ich bewundere immer deine tollen Bilder. Hast du nicht doch 3 Hände??
    Gruß
    Jürgen

    Mitglied im V.C.C.
    Uhrmachermeister

  20. #20
    Avatar von Uhrmichel
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    Hallo Jörn,
    mein Kompliment, wieder mal eine tolle Bildereise in die Welt der Uhrwerke.

    Und dann noch dieses Werk, eins von den wenigen die ich immer versuche von mir fern zu halten,
    erst mal wegen der schlechten Ersatzteillage, nichts ist ärgerlicher als das Werk halb zerlegt zu haben um dann festzustellen das man irgendwas braucht und man kann ja dann schlecht dem Kunden eine Tüte mit Einzelteilen zurückgeben, also wieder alles zusammenbauen und die investierte Zeit abschreiben.
    Und zweitens werden die Uhren noch relativ günstig gehandelt aber der Reparaturaufwand ist mindestens zu zeitaufwändig wie bei einer 7750 die von irgendeiner teuren Marke eingeschalt wurde, da übersteigt der Revisionspreis schnell mal den Marktwert der Uhr.
    Aber falls mal wieder einer mit so einer Uhr bei mir einschlägt weiß ich ja jetzt wo ich ihn hinschicken kann

    Viele Grüße vom Hunsrück
    Michael

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