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  1. #41
    Uhrenmachermeister Avatar von Aeternitas
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    Ich hatte es bisher immer ein klein wenig geölt, ging gut. Das Ding geht ja auch einige Male in der Sekunde hin und her und steht doch unter einer ordentlichen Spannung durch das Ankerrad.
    ...verlieren keine Zeit, denn uns lässt die Zeit altern und in unserem Zeitalter hat man keine Zeit- Alter...

  2. #42
    Uhrenmacher Avatar von Uhrenfritz
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    Genau wie Thomas es schreibt. Am besten bei den Timexen ist, man fummelt vorsichtig das Zifferblatt ab, (hat bei meinen immer bestens geklappt) ohne dass mir eine Lasche abgebrochen ist und ölt auch von dieser Seite die Zahnradlager.
    Natürlich sind die Dinger als Wegwerfuhren gedacht gewesen, aber bis jetzt konnte ich jede retten.

    Gruess hampe...
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  3. #43
    Uhrenmacher
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    Spannung??? Der Anker muss ganz locker sein, sprich leicht bewegbar sein. Das Öl kann zudem über das Steinloch auch auf den Anker laufen und an falscher Stelle landen. Das ist wie zu stark geölte Ankerräder - die drehen in einem Schnellschwinger so schnell, dass tatsächlich Öl vom Rad geschleudert werden kann.
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  4. #44
    Uhrenmacher Avatar von Uhrenfritz
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    @psyche-delic. Das Werk läuft ja. Also weiterprobieren und alle Ratschläge befolgen die hier jetzt gepostet wurden. Ich bin überzeugt am Schluss läuft das Teil dann.

    Gruess hampe...
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  5. #45
    Uhrenliebhaber Avatar von DerUhrmacher
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    Zitat Zitat von Aeternitas Beitrag anzeigen
    Ich hatte es bisher immer ein klein wenig geölt, ging gut. Das Ding geht ja auch einige Male in der Sekunde hin und her und steht doch unter einer ordentlichen Spannung durch das Ankerrad.
    Ich werfe dir einfach mal eine Idee entgegen:
    Jede Uhrenmarke, Eta und sonstige Uhrwerkehersteller Ölen das Ankerlager nicht - so falsch kann das also nicht sein

    Ich habe in meiner lehre gelernt, dass man Zapfen nur dann ölt, wenn sie sich komplett drehen - was beim Anker nicht der Fall ist.
    Man verwendet zwar extremes Leichtlauföl, aber selbst das bremst den Anker, sodass Energie verfliegt und die Amplitude etwas verringert wird.

    Fazit: Nicht machen.


    zum eigentlichen Thema: Frag doch mal bei diversen Uhrmacherschulen an, da, wo ich gelernt habe (Pforzheim), hat der Lehrer (Grüße an Herrn Zilly) 2 Keller voll mit diversen Uhren, darunter vielleicht auch das, was du suchst...
    er hat auch eine eigene Homepage: Uhrenteile nichts Atemberaubendes, aber besser als nix, zumal sich die Domain sicher Gewinnbringend verkaufen ließe

  6. #46
    Uhrenmacher
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    Während frisch geölte Ankerpaletten bei einem ETA die Amplitude wieder nach oben treiben - ich bewundere das immer wieder, wenn ich eine Revi mache....
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  7. #47
    Uhrenmacher Avatar von Uhrenfritz
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    Bei den Timexen kann mann die Stifte, da es ja ein Stiftankerwerk ist über die Löcher sehr gut ölen die anscheinend dafür vorgesehen sind. Meine letzte Timex war wirklich auch ein Härtefall nach der Reinigung. Aber nach dem Korekten ölen läuft das Teil wirklich super.
    Gruess hampe...
    Geändert von Uhrenfritz (25.03.2010 um 22:35 Uhr)
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  8. #48
    Uhrenmachermeister Avatar von Aeternitas
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    Zitat Zitat von DerUhrmacher Beitrag anzeigen
    Ich habe in meiner lehre gelernt, dass man Zapfen nur dann ölt, wenn sie sich komplett drehen - was beim Anker nicht der Fall ist.
    Uhrenteile nichts Atemberaubendes, aber besser als nix, zumal sich die Domain sicher Gewinnbringend verkaufen ließe
    Ich glaube das ja alles...nur mein Verstand kommt nicht mit. Wo liegt der Unterschied zwischen "nur a bissle dräa ond om d´oigene Achs dräa"? Und der Anker steht doch unter dem Druck des Radwerks, er muss ihn ja hemmen...

    ...außerdem fällt es mir schwer zu glauben, dass ich jetzt all meine Uhren wieder ins Bad geben soll die ich gerichtet habe...Hilfe!
    ...verlieren keine Zeit, denn uns lässt die Zeit altern und in unserem Zeitalter hat man keine Zeit- Alter...

  9. #49
    Uhrenmacher Avatar von Uhrenfritz
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    Ich kann auch nur sagen, Das Ankerlager ölt man nicht aus den beschriebenen Gründen. Musste ich auch zuerst lernen. Aber dafür ist ja unser Super Uhrforum auch da. Das öl im Ankerlager kann eine Bremswirkung haben,da er sich eben wehnig bewegt. Darum nur die Steinpaletten oder Stifte ölen.

    Gruess hampe...
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  10. #50
    Uhrenmacher
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    Eine Drucklast auf dem Anker ist minimal an der Achse. Da entsteht mehr Last an den Paletten. Und was nur zappelt, aber nicht dreht, hat ein völlig anderes Reibungsverhalten als etwas rotierendes. Von daher: Kein Öl an dieser Stelle. Ist jetzt nicht tragisch, die Uhr geht ja, wenn aber das Öl mal verunreinigt ist oder aus dem Futter durchsickert oder einfach eindickt - dann kann das ganz anders aussehen. Daher: Öl am Ankerlager verkürzt den Serviceintervall, statt ihn zu verlängern.
    Und vor dem wilden Losölen nach Gusto lohnt es sich, zum Beispiel die sehr guten Ölanleitungen der ETA zu studieren - dann passiert sowas erst garnicht. Und die Regeln sind bei allen Werken nahezu gleich, egal ob Timex oder Tissot.... Die Teile stehen ja zum freien Download, und das der Unitas-Werke ist perfekt als Einstieg geeignet.
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  11. #51
    Uhrenmacherpraktikant Avatar von psyche-delic
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    Also, ich hab das Werk jetzt mal nach euren Anleitungen geölt - das Mistvieh läuft an, bleibt aber wieder stehen. Manchmal nach ein paar Stunden, manchmal nach ein paar Sekunden.

    Vielleicht kann mir ja jemand mal genau markieren, welche Stellen ich jetzt ölen soll.

    Ich hau das Teil dann nochmal ins Benzinbad und fang von vorne an.

    Also, welche Stellen müssten eurer Meinung nach geölt werden, von welchen sollte man die Finger lassen?

    Hier nochmal zwei Fotos des Werks:





    Danke für eure Hilfe,

    Karsten
    Geändert von psyche-delic (26.03.2010 um 14:20 Uhr)
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  12. #52
    Uhrenmacher Avatar von Uhrenfritz
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    Habe Dir mal die Stellen markiert die sicher geölt werden müssen.
    Bei der Unruhe aufpassen dass kein öl an die Spirale kommt. Die Stifte
    vom Anker (rote Pfeile) müssen auch geölt werden. Dann alle Lager der Zahnräder (Grüne Pfeile). Auf der Zifferblattseite ist ei Rad mit Löchern drin (blauer Pfeil). Drehe dies, bis Du ans Hemmungsradlager kommst.
    Die Lager des Ankers (gelber Pfeil) auf keinen Fall ölen. Nachher sollte eigentlich das Werk wieder einigermassen Vernünftig laufen. Schmeiss es vorher nochmal ins Benzin, wie Du ja schon gesagt hast. Ist das überhaupt das Originalwerk oder das Ersatz aus der Bucht?

    Gruess hampe...
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken   
    Geändert von Uhrenfritz (26.03.2010 um 16:26 Uhr)
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  13. #53
    Uhrenmacherpraktikant Avatar von psyche-delic
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    Hi.

    Das ist das Ersatzwerk vom Spanier. Das Originalwerk habe ich aber auch noch, das werde ich mir auch mal vornehmen.

    Super, vielen Dank für die detaillierte Darstellung, ich hoffe, es klappt.

    Ich werde berichten...

    Viele Grüße,

    Karsten
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  14. #54
    Uhrenmacher
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    Was für ein Öl nimmst Du denn? Hast Du ein spezielles Öl für Metalllager?
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  15. #55
    Uhrenmacherpraktikant Avatar von psyche-delic
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    Zitat Zitat von Thomas_G. Beitrag anzeigen
    Was für ein Öl nimmst Du denn? Hast Du ein spezielles Öl für Metalllager?
    Ich benutze Koch Uhrenöl Sorte 1.

    Gruß,

    Karsten
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  16. #56
    Uhrenmacher
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    Das ist ein Öl für Hemmungen. Die Räderwerkslager besser mit Sorte 2 schmieren. Du brauchst die richtigen Öle, nur eines zu nehmen ist falsch. Das ist auch eine Möglichkeit, dass über zu zähes Öl die Kraft an Stellen einfach "hängenbleibt".
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  17. #57
    Uhrenmacher Avatar von Uhrenfritz
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    Ich benutze das Moebius 9010-2. Mit diesem laufen meine Timexen gut.
    Natürlich werd auch ich noch meinen Bestand an Uhrenöl erweitern. Wie Thomas schon geschrieben hat gibt es da .verschiedene. Bei den Bierbüchsenwerken hat
    meines bisher gut funktioniert. Wichtig ist das das Werk sauber ist.
    Lustig finde ich dass es doch noch Sammler gibt von Timexen, die die Uhren nicht einfach aufgeben und wegschmeissen. Die Ticker die ich habe waren fast alle völlige ölsardinen. Da wurde wahrscheinlich ein Kännchen öl dreingeschüttet.
    Geht gar nicht. Also musste ich meistens die reinigung mit Zippo-Benzin machen.
    Dann ölen und die Dinger laufen wieder.

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  18. #58
    Uhrenmacher
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    9010 zum Beispiel ist ein sehr dünnes Öl, ideal für Unruhe und Anker / Sekundenrad. Nicht für die Ankerpaletten
    Daher würde ich für das Räderwerk auch eher zu dem 9010er raten als zu dem Koch Sorte 1. Das Sorte 1 ist zu zäh - daher auch die Anlaufschwierigkeiten des Werkes.
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  19. #59
    Uhrenmacherpraktikant Avatar von psyche-delic
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    Nabend zusammen.

    So, ich hab alles gegeben, nach Anleitung geölt mit dünnflüssigem Öl, aber das Werk ist tot, es will sich einfach nicht bewegen.

    Ich gebe auf und habe echt keine Lust mehr, auch nur eine Sekunde Arbeit reinzustecken.

    Also, wer ein FUNKTIONIERENDES Werk hat, kann mir gerne eine kurze Info geben, daran bin ich weiterhin interessiert, aber ich werde alle Versuche unterlassen, noch irgendetwas Timex-mäßiges zu reparieren, hab die Nase voll.

    Schönes WE noch & natürlich trotzdem vielen Dank für Eure Unterstützung, vor allen Dingen auch an hampe mit seiner detaillierten 'Ölanleitung'.

    Gruß,

    Karsten
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  20. #60
    Uhrenmacherpraktikant Avatar von psyche-delic
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    Hallo.

    Thema ist durch - NIE mehr Timex.

    Trotzdem danke für Eure Tipps!

    Karsten
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