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04.04.2010, 16:27 #1
Wissenschaftliche (?) Standuhr pflegen?
Mein Vater hat die unten abgebildete Standuhr vor ca. 35 Jahren bei der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) gekauft, damals wurde viel umgebaut und erneuert und viel alter Kram musste weg, ich besitze noch ein ganzes Büro aus bester Eiche aus der selben Quelle.
Wie mir scheint, ist die Uhr eher für Messungen in einem Institut gestanden, als im Professoren-Salon, welchen damls die Inhaber eine Fakultät durchaus noch hatten (mit Plüschstühlen ovalem Tisch und Kaffeeservice), dafür sprechen die vielen kleinen Löcher rund um das Zifferblatt.
Die Uhr ist dann viele Jahre im elterlichen Salon gestanden aber in den letzten 15 Jahren war sie eingelagert und lief nicht. Jetzt habe ich sie wieder hervorgeholt und sie läuft tipp-top, allerdings muss man sie sehr genau ausbalancieren, damit sie perfekt gerade steht, sonst bleibt sie stehen, wenn alles in Ordnung ist, dann läuft sie etwa eine Woche. Ich glaube sie hätte ein Schlagwerk, ich besitzt aber nur ein Gewicht..
Ich frage mich ob ich ob man da mal was machen sollte, ölen, reinigen? Ich möchte mich nie wieder von dieser Uhr trennen..

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04.04.2010, 17:14 #2
Hi!
Sehr schöne Uhr, die du da hast. Von ihr würde ich mich mit Sicherheit auch nicht mehr trennen!
Du hast recht, es sieht in der Tat so aus, als ob mal ein Schlagwerk und ein zweites Gewicht installiert waren. Aber ohne das Uhrwerk zu sehen, ist das ein bisschen Spekulation.
Ich habe allerdings schon öfter erlebt, dass bei Standuhren das Schlagwerk mehr oder weniger brutal stillgelegt wurde, weil die Besitzer wohl ihre "Ruhe" haben wollte. In meinen Augen ein echter Frevel!
Nachträglich hinzugefügt: Das Gehäuse könnte wohl aber auch eine Auffrischung vertragen. Kann es sein, dass das Holz mit Klarlack o.ä. lackiert ist und sich der Lack im Laufe der Zeit gekräuselt hat?
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04.04.2010, 17:24 #3
Ja, betreffend Schlagwerk das glaube ich auch, soweit ich mich erinnern kann hatten wir auch früher nie das zweite Gewicht (wenn ich es hätte, würde ich es wohl nicht verwenden) die Lackierung ist vermutlich uralt, es fragt sich einfach wie weit ich da gehe, oben am Kapitel (sag ich mal) hat sich eine Randleiste gelöst, man sieht sehr gut, dass es noch die original Verleimung mit Knochenleim ist, vermutlich müsste ich das ganze Gehäuse in Einzelteile zerlegen und ich glaube nicht, dass es aus sehr edlem Holz ist ??
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04.04.2010, 17:33 #4
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04.04.2010, 17:33 #5
Bilder vom Werk wären echt interessant, glaube nicht das die Uhr mal mit einem Schlagwerk ausgestattet war, der große zentrale Sekundenzeiger und die 60? Bohrungen im Zifferblatt deuten eher auf irgendwelche Mess- oder Steuerfunktion hin.
Grüße vom Hunsrück
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04.04.2010, 17:35 #6
48 Bohrungen
Grüße,
GünterIG FSJW
JAZZ
SGFF
HWOC
OCD
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04.04.2010, 17:45 #7
Das mit dem gekräuselten Lack ist typisch, wenn alter Schellack mit neueren Nitrolacken ausgebessert wurde... erst ists OK, im laufe der Jahre passiert das dann.
Die Uhr hatte mit Sicherheit mal ein Schlagwerk. Sehr sicher bin ich mir aber auch nicht - ein Foto vom Werk wäre schön.
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04.04.2010, 17:48 #8
macht pro viertel Stunde eine, glaub nicht das die mal aus Designgründen angebracht wurden.
Grüße vom Hunsrück
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04.04.2010, 18:12 #9
Ja also das ist sicher eine Funktionsuhr und war nicht als Prunkstück gedacht, das Zifferblatt ist beim Vierkantloch ein wenig beschädigt und sonst teilweise mit Deckfarbe übermalt - meine Vater meinte, wenn ich mich richtig erinnere, da wären irgendwelche Applikationen elektrisch ausgelöst worden bei Kontakt, so viel ich weiss, stammt sie aber aus einer anderen Fakultät, ich glaube aus der Physik.
Die Uhr ist sicherlich kein Chronometer, aber sie läuft sehr genau, wie ich mich erinnere war die Abweichung max 2-3 Minuten pro Woche und man kann das via Pendellänge regulieren - seit sie wieder läuft, habe ich nicht genau aufgezeichnet, bin ja froh, dass sie überhaupt läuft, auf alle Fälle habe ich ihretwegen den Zug noch nicht verpasst ..Gründer: http://uhr-forum.de/groups/prim-watch-owners-and-collectors-club/
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04.04.2010, 18:31 #10
Das mit den Löchern hatte ich irgendwie übersehen

Könnte in der Tat sein, dass da kein Schlagwerk drin war sondern wie schon weiter oben angemerkt wurde, eine technische Vorrichtung. Beim Betrachten der Löcher ging mir gerade zumindest durch den Kopf: Schaltuhr
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04.04.2010, 19:40 #11
Bestimmt gab es dazu mal Stifte die in die Löcher gesetzt wurden um die Uhr zu "programmieren"
Nach zu einer langen Lagerzeit hätte sie sich schon eine Reinigung verdient, altes Öl und Staub wirken wie Schmiergel in den Lagern
Grüße vom Hunsrück
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11.04.2010, 00:39 #12Uhrenlaie
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- 1
Hallo,
sicherlich ist das Uhrwerk einmal ausgetauscht worden oder das ist nicht das Original Zifferblatt.
Wenn die Abweichung der Ganggenauigkeit bei etwa 2-3 Minuten pro Woche liegt kann sie wohl kaum zu Messzwecken gedient haben.
Kann mir jemand mit einer guten Explosionszeichnung eines Freischwinger-Uhrwerks dienen?
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19.04.2010, 15:30 #13
Veilleicht ne alte Hauptuhr zur Steuerung von Nebenuhren.In einem Institut nicht aussergewöhnliches.Wie lang ist das Pendel ? Werke mit Zentralsekunde waren damals sehr selten.Ein Bild vom Uhrwerk wäre sicher sehr hilfreich.
Gruß,corundo
Danke für Alles !
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