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Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Uhrenlaie Avatar von Zeitlos1900
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    Wer kennt meine Geschichte

    Hallo,

    ich bin eine alte und zerkratzte silberne Taschenuhr, die optisch so einiges hinter sich hat.
    Seit einiger Zeit wohne ich bei einer Frau, die mich geerbt hat. (Urspünglich soll ich angeblich aus England kommen)
    Nun hat Sie sich beim reinigen meines Gehäuses schrecklich in mich verliebt und möchte nun mehr von mir (ihrer ersten Sammeluhr) und meinen inneren Werten wissen,
    typisch Frau... :stupid:
    Ich bin natürlich total verschwiegen, typisch Uhr
    Vielleicht kann jemand von Euch ihr ein wenig auf die Sprünge helfen?
    Sie hat auch extra ein Fotoshooting mit mir gemacht, damit man ALLES sieht. Fast schon unverschämt mich so bloß zu legen, oder?

    Also, über jeden Hinweis freut sie sich sehr
    und wünscht euch vorab schon mal schöne Weihnachten!
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  2. #2
    Uhrenmacherpraktikant
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    Das ist eine schweizer Taschenuhr, die meiner Meinung nach für den englischen Markt um 1880 gebaut worden ist.

    Übrigens: "Alles" sieht man hier nicht! Was ist mit den Stempeln in den Gehäusedeckeln? Ist das eine kleine Bildmarke da am Pendanten oder nur ein Kratzer?

    Andreas
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  3. #3
    Uhrensammler Avatar von del-olmo
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    Hallo,
    die Uhr dürfte schweizer Herkunft sein und hat ein 3/4-Platinenwerk mit Zylinderhemmung. Uhren dieses Typs wurden oft von englischen Uhrmachern importiert, allerdings konnten sich schweizer Uhren nicht so richtig durchsetzen. Zeitlich kommt das schon hin, ich denke aber, dass sie später hergestellt wurde, denn sie hat einen Kronenaufzug, der in England erst relativ spät in Gebrauch kam, man blieb lieber bei dem Schlüsselaufzug.

    Ich glaube ich sollte zu England noch etwas sagen. Die Uhr ist vom Erscheinungsbild sehr britisch, zum einen das Zifferblatt, die gebläuten Zeiger und das Silbergehäuse mit dem Hosenbandorden spricht für den englischen Markt.

    Ob sie allerdings tatsächlich für den englischen Markt produziert wurde läßt sich erst sagen, wenn Du uns Fotos von den Staubdeckeln zeigst.

    Gibt es im Gehäuse noch Punzen, Stempel oder ähnliches?

    Grüße Bernhard

  4. #4
    Uhrenmacherlehrling Avatar von Hands
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    Und leider wieder ein ruiniertes Ziffernblatt durch falschen Zusammenbau

  5. #5
    Uhrenmacherpraktikant
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    Nicht unbedingt! Wenn das ZB häufiger abgenommen wird und immer dann mit der Schraube vom Werk her wieder befestigt wird, kann leichter Zug auf dem Zifferblattfuß entstehen. Der sorgt für Spannungen, die sich irgendwann bei Erschütterungen der Uhr äußern können - bis hin zum Abplatzer.

    Von falschem Einbau möchte ich da nicht sprechen.

    Andreas
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  6. #6
    Uhrenmacherlehrling Avatar von Hands
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    Zitat Zitat von Mikrolisk Beitrag anzeigen
    Nicht unbedingt! Wenn das ZB häufiger abgenommen wird und immer dann mit der Schraube vom Werk her wieder befestigt wird, kann leichter Zug auf dem Zifferblattfuß entstehen. Der sorgt für Spannungen, die sich irgendwann bei Erschütterungen der Uhr äußern können - bis hin zum Abplatzer.

    Von falschem Einbau möchte ich da nicht sprechen.

    Andreas
    Ach, so kann das auch passieren?
    Schlimm ist´s halt, wenn die Schadstelle mit Mehlpampe gekittet wird. Hab ich auch schon oft gesehen.

  7. #7
    Uhrenlaie Avatar von Zeitlos1900
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    Hallo liebe Liebhaber,

    vorab ein herzliches Danke für eure Informationen!
    Madame hat sich sehr gefreut zu erfahren woher ich vermutlich stamme.
    Im Augenblick ist sie ein wenig in Zeitnot und ich werde nur noch gelegentlich
    begutachtet aber sie gelobt Besserung wenn die Messe endlich vorüber ist!

    Bis dahin
    fühlt euch gegrüßt

    die Taschenuhr und Madame

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