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03.02.2008, 18:12 #61Uhrenlaie
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Juchu!
Jetzt habe sogar ich es verstanden. Ist ein Stiftankerwerk denn was Gutes oder was Schlechtes? Wemm man das so ausdrücken kann
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03.02.2008, 21:34 #62
Stiftankerwerke oder auch Roskopfwerke, was eine Form von Stiftankerwerken ist, wurden schon im 19. Jahrhundert als preisgünstige Alternative zu Uhren mit Steinankerhemmung hergestellt. Durch sie wurde es erst möglich, dass sich auch geringverdienende Bevölkerungsgruppen eine Uhr leisten konnten. Sie hielten sich in Billiguhren bis in die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts bis die Quarzuhr ihnen den Garaus machte.
Grüsse Gerd
Die Beschäftigung mit Uhren lässt die Zeit vergessen.
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04.02.2008, 12:48 #63
Moin,
Stiftankerwerke können schon "High-Tech" sein, wenn man sie wie bei Kienzle in der Volksautomatic und noch einigen anderen Kalibern mit Rubinstiften und speziellem Anker macht. Dann sollen sie sogar recht schöne Linien bei der Zeitwaage pinseln...
Tschüs
Steffen
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18.05.2008, 18:46 #64Uhrenfreund
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Hallo
ich wollte nicht einen neuen Thread auf machen.
Ich habe 2 mechanische Taschenuhren in der Schublade gefunden. Die sind nichts Besonderes, ich wollte eigentlich nur mal fragen ob jemand schon mal den Namen "Mortima Watch" od. "MortimaWatch" gehört hat?
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18.05.2008, 19:41 #65
Hi, MadDucky!
Mit Deiner Unkenntnis bist Du wohl nicht alleine.
Aber vielleicht hat HolgerS inzwischen neue Erkenntnisse gewonnen?
Zitat von HolgerS
:arrow: http://uhr-forum.de/die-letzten-neuzugaenge-t309.html
Viel Erfolg!
Gruß, Richard
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18.05.2008, 20:11 #66Uhrenfreund
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Danke für den Hinweis, ich bin mir aber nicht sicher dass es sich hier um den gleichen Hersteller handelt.
Wie schon geschrieben steht auf dem Zifferblatt (hätte ich vielleicht erwähnen sollen-sorry) MortimaWatch od. Mortima Watch
Ich habe bei Ebay und Google nicht das Richtige gefunden.
Nur die Armbanduhr, leider waren die Angebote bei Ebay.at nicht mehr verfügbar. Wie gesagt sind nichts Besonderes war einfach nur mal so aus Neugier gefragt.
UPDATE: Die Neugierde war einfach zu groß, bevor ich die Uhren wieder in die Schublade packte habe ich eine geöffnet.
Leider keine Kamera. Aber es war mehr Plastik als Werk in dem Gehäuse und scheint doch die selbe Marke zu sein, zumindesta stand "France" auf dem Werk.
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21.05.2008, 17:23 #67Uhrenfreund
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"Neue" Uhren
Hallo
Ich habe eine Taschenuhr von meinem Vater gefunden.
BIFORA Stratos 17 Rubis BiSHOCK
steht auf dem Ziffernblatt. Im Netz finde ich immer nur Armbanduhren der Marke. Auf der Rückseite ist eine persönliche Widmung die auch eine Jahreszahl enthält: 1965
Zum Werk kann ich nichts sagen da ich die Uhr nicht aufmachen will.
Dann habe ich noch eine Liban Uhr gefunden (kann auch eine Damenuhr sein). Beim googlen kommt natürlich nur Libanon Themen auf zig Seiten.
Da auf dem Boden nur 785 zu entziffern war kann ich leider nichts weiter sagen.
Bilder nicht möglich da keine Kamera.
Achso ich habe schon mal Bifora eine Mail geschrieben aber die Antwort steht noch aus.
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17.11.2009, 19:35 #68Maytree25Gast
Provita Quarz
Stempel nicht zu finden.
Gelbgold mit Brillianten würde ich sagen - oder doch nicht ?
Sieht ungetragen aus.Geändert von Maytree25 (17.11.2009 um 20:04 Uhr)
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17.11.2009, 21:46 #69
Die Uhr stammt von der Fa. Provita (Franz Schnurr, Pforzheim, 1922-83). Sie entstand schätzungsweise um 1980 und ist mit hoher Wahrscheinlichkeit vergoldet.
Grüsse Gerd
Die Beschäftigung mit Uhren lässt die Zeit vergessen.
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18.11.2009, 11:51 #70Maytree25Gast
Provita
Danke falco
das Datum der Produktion muss ich etwa 20 JAHRE früher angeben.
Die Uhr wurde von meinem Vater noch in den frühen 70-er Jahren wenn nicht 60 - er Jahren gekauft.
Habe heute ne neue Batterie rein - sie wurde von meiner Mutter nie getragen und lag immer nur in der Schublade.
Nun werde ich mal die Ganggenauigkeit in ner Woche prüfen.
Wert kann man schlecht bestimmen. Vielleicht 100 Euro Liebhaberpreis - obwohl ich mir vorstellen kann, dass sie mal 300 - 400 DM gekostet hat.
Steine dürften Strass sein.
Gruss
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18.11.2009, 12:34 #71
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18.11.2009, 12:57 #72
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19.11.2009, 09:06 #73Maytree25Gast
Danke Sectorfan danke
'Es gilt ein alter Spruch, der zu meinen Lebensweisheiten gehört.
"Man sollte nichts erwarten - dann kann man auch nicht enttäuscht werden."
Zu dem "altmodischen Ührchen" werde ich wohl mal meinen Uhrmacher aufsuchen
Automatischer Rundgang durch unser Hauptgeschäft der kann mir nach Inaugenscheinnahme bestimmt noch etwas mehr sagen.
Eine Provita Herrenuhr ist dieser Tage bei Ebay zu 38,00 € weggegangen, da war das Preisschild 350,- DM noch dran.
Derzeit läuft diese.
PROVITA Damenuhr m. Brillanten Brillantuhr 585 Weißgold bei eBay.de: Sonstige (endet 19.11.09 18:30:36 MEZ)
Von der Aufmachung nicht viel Unterschied zu meiner. Ich bezweifle aber die Echtheit dieser mechanischen Uhr.
Auf dem Sprungdeckel der meinen steht Stainless Steel Back drauf und innenseitig ist eine Nummer eingekratzt.
Soviel mir bekannt ist hat da jeder Uhrmacher seine spezielle Nummer die er bei Reparatur und so einfügt.
1 Tag Ganggenauigkeit hat sich schon geschafft.
Gruss
MaytreeGeändert von Maytree25 (19.11.2009 um 09:13 Uhr)
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19.11.2009, 10:59 #74
Nicht dergestallt, dass daraus später für Dritte noch was herauslesar wäre. Eigentlich sogar eine Frechheit, die Rumkratzerei in einer fremden Uhr. Und wirklich fragwürdig wird es, wenn dies aussen an der Uhr geschieht - hat es auch schon gegeben.
Ob die verlinkte Uhr echt ist, will ich nicht beurteilen. Nur ist die Markierung "Stainless Steel Back" nicht gerade das Kriterium, die Echtheit einer Uhr dran aufzuhängen. Der Stahlboden (und nix anderes bedeutet die vorerwähnte markierung ja) zeigt eigentlich mehr, dass eine solche Uhr nicht vollständig aus Stahl - und wenn goldfarben, warhscheinlich vergoldet - ist. Die verlinkte Uhr scheint aber massiv aus Weissgold zu sein und da machte dann so ein Satz aber auch gar keinen Sinn.Geändert von Käfer (19.11.2009 um 11:04 Uhr)
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19.11.2009, 11:28 #75Uhrenmacher
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Der Stahlboden ist zumindest schon ein eindeutiges Zeichen für eine Uhr, die nur vergoldet sein kann. Kein Hersteller hat je ein massiv goldenes Gehäuse mit einem Stahlboden versehen. Das waren dann immer Vergoldungen, oder im besten Falle Goldhauben, sprich Walzgold.
Die Fassung der Steine spricht ebenfalls eine klare Sprache - die Kristalle sind geklebt und nicht gefasst. Das würde in Gold bzw. bei echten Diamanten kein Juwelier über's Herz bringen.
Wert der Uhr würde ich mit 15 bis 20 Euro in lauffähigem Zustand bewerten. Von wertvoll im materiellen Sinne ist das Stück weit entfernt, Provita ist zudem eine der Marken, die mal als "Volkswagen" unter den Armbanduhren galt.Träger des UhrForum-Hämepilzes 2011
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19.11.2009, 17:52 #76Maytree25Gast
Der Sammler neigt bekanntlich immer dazu, die Preise einer Uhr niedrig anzusetzen.
Würde er sich doch ins eigene Fleisch schneiden, wenn er diese selber in die Höhe triebe.
Provita ist ja nun mit dem Namen Franz Schnurr verbunden.
Mich würde deshalb auch Näheres zu dieser Person interessieren.
War das ein Uhrmachermeister ?
Etwas zu ihm findet man hier: http://forum.watchtime.ch/viewtopic.php?f=6&t=24621
Wäre für mich schon interessant mehr zu diesem F.Schnurr zu erfahren.
Dann erst kann man den Wert dieser Uhr einigermassen reell ermitteln.
Ist ja letztendlich auch ein Stück deutscher Industriegeschichte.
Pforzheim ist ja früher mal die Schmuckstadt gewesen.
Gruss
MaytreeGeändert von Maytree25 (19.11.2009 um 18:00 Uhr)
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19.11.2009, 18:01 #77Uhrenmacher
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Ich bin zwar Sammler, aber auch seit 15 Jahren im Uhrenbereich, mein Name steht auch im Impressum des Uhren-Magazins, für das ich regelmäßig teste und schreibe. Ich schreibe auch regelmäßige Gutachten für Juweliere, bei mir landen einige Uhren in den Händen.
Daher ist der vorigen Einschätzung meinerseits nichts hinzuzufügen. Wenn die Uhr wenigstens mechanisch wäre, dann würde der Wert sich leicht erhöhen. Aber vergoldet, Simili-Steine, Quarz, Marke ohne Nimbus - es tut mir leid, aber das ist fast nichts wert. Du darfst aber gerne schachern - über die 30 Euro wirds bei einer eBay-Aktion nicht gehen. Und ein Juwelier wird diese Uhr nichtmal in Kommission nehmen.
Das höchste ist der ideelle Wert, wenn es eine Verwandte getragen hat. Mehr nicht.
Ach so: Auch Herr Schnurr ändert an dem Wert nichts. Es war nicht Breguet.Träger des UhrForum-Hämepilzes 2011
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19.11.2009, 22:17 #78Maytree25Gast
Danke zu deiner Stellungsnahme Thomas.
Verhökern will ich sie ja auch nicht - Erbstücke sollten schon aufbewahrt werden.
Ob nun 20 50 oder 100 € - das ist auch nicht sooo wichtig.
Der Sammler ist aber mitunter unberechenbar -der unerfahrene Sammler sage ich mal. Erinnert mich nun an einen, der Pfennige aus dem 3. Reich sammelte und mir für 1 Pfennig damals 100 DM gab. Ich hätte ihm das Stück auch geschenkt, aber er hat mir den 100 - er ja direkt aufgedrängt.
Dass Sammler zu solchen Fehlern und der Missachtung kaufmännischer Prinzipien neigen, ist auch vielen Verkäufern bekannt. Sie setzten nämlich oft unrealistisch hohe Preise an und denken wohl, dass der Sammler ein unbegrenzt schröpfbares Individuum ist. Nicht nur bei Uhren ist das so.
Noch bemerkt zum grossen I-net Haus EBAY.
Die dortigen TOP SELLER sind besonders übel im Hochtreiben der Preise für ihren
Schund den sie oft anbieten.
Ich meine, dass EBAY sowieso in eine Diktatur ausartet. Früher war es ein gute Sammlerbörse aber jetzt ist das ein einziges Übel.
Zu 35 DM noch habe ich bei EBAY eine schöne Damen Junghans Quarz mit Flexi Band im Gold- Silber Bimetall Stil gekauft. Die läuft sehr gut.
Woher ist nun zu 100% erkennbar, dass dies keine kleinen Brillis sind ?
Was hätten den echte Brillis damals in den 70- er gekostet ?
Habe einen Weissgold 750 Desingner Ring aus den 70- ern der damals 600 DM gekostet hat und der laut Ansicht eines Fachmannes heute 3000 Euro wert wäre.
Gruss
MaytreeGeändert von Maytree25 (19.11.2009 um 22:28 Uhr)
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19.11.2009, 22:57 #79Uhrenmacher
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Klar gibt es große Unterschiede bei Sammlern, und die Bürse eBay hat den Reiz schon vor langem verloren. Keine Frage - konnte man da noch vor einigen Jahren Schnäppchen machen, wird man heute übers Ohr gehauen, Zweit- oder Drittaccounts treiben den Preis, und die Ware ist oft Mist.
Woran erkennt man, ob es sich nun um echte Diamanten handelt? Das ist bei einer solchen Uhr, die in ihrer Gesamtkomposition absolut zeittypisch ist für die 70er Jahre, leicht erkennbar. Kein Juwelier dieser Welt würde echte Steine so fassen, wie hier geschehen. Zudem wurden echte Diamanten nie in Double-Gehäuse gefasst, höchstens Zirkone o. ä.. Hier ist der Boden aus Stahl ein eindeutiger Hinweis, dass es sich nicht um Gold handeln kann. Auch die Machart der Bandendstücke (da, wo es in die Schließe übergeht) gab es nur bei Uhren, die nicht aus Gold sind. Gold wird an solchen Stellen zu 0 Prozent verlötet.
Sicherlich kannst Du mit den Steinen noch zu einem Juwelier gehen, der mit Prüflampe sehen kann, ob Diamant oder nicht. Eine realistische Chance auf etwas echtes gibt es aber nicht. Nur, weil die Verwandte die Uhr nicht trug, ist das Stück nicht wertvoll. Mag aber dafür gehalten worden sein, von jemanden, der keine Expertise in solchen Sachen hat.
Diese Uhr wird in den 70ern ca. 130 D-Mark gekostet haben, neu, wäre diese Uhr in GG 585 mit echtem Besatz und Mechanikwerk, läge der damalige Preis bei ca. 2.500 bis 3.000 D-Mark. Heute ca. bei 1.000 Euro, da die Preise für kleine Damenuhren sowohl bei Sammlern wie auch bei Juwelieren im Keller sind. Meist gehen die zum Goldpreis über die Theke, außer es handelt sich um Chopard, etc.
Daher mein Hinweis auf den ideellen Wert als Erbstück, das aber materiell weder heute noch später mehr als die großzügig veranschlagten 30 Euro wert sein wird.
Daher behalten und Spaß dran haben. Nicht als Notgroschen einplanen.Träger des UhrForum-Hämepilzes 2011
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20.11.2009, 09:31 #80Maytree25Gast
Vielen Dank zu deiner sehr aufschlussreichen und klärenden Stellungsnahme.
Sowas gefällt mir.
Behalten und Spass dran haben - ja, das werde ich.
Oder meiner lieben 91-jährigen und sehr hochpensionierten Beamtenwitwe zu 500 €
andrehen? - ach neesowas tut man doch nicht.
Zu: Gold wird an solchen Stellen zu 0 Prozent verlötet.
Etwas Ahnung hab ich ja auch - und manche grundlegenden Dinge der Goldschmiedekunst sagt einem ja der blosse Menschenverstand.
Wünsche dir noch viel Erfolg in der Agentur.
lg.
Maytree
Nachträglich hinzugefügt:
Auch zu deiner Stellungsnahme vielen Dank
hab sie ganz überlesen
Gruss
MaytreeGeändert von Maytree25 (20.11.2009 um 09:41 Uhr)
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