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Thema: Streit um «Swiss made»
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04.03.2010, 22:44 #21
....wo Swiss Made drauf steht sollte auch Swiss Made drinn sein daher begrüße ich das Vorgehen.
nothing is impossible
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05.03.2010, 07:47 #22Uhrenfreund
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warum nicht 100% ???? meiner ansicht nach entweder GANZ oder GAR NICHT
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05.03.2010, 09:48 #23
Durch die Nähe zu Schweizer Lieferanten für Bauteile weiß ich. dass dies schon lange Thema in der Halbzeugfertigung ist. Wertschöpfung gilt, so ist mein (!!) Kenntnisstand auch dann gegeben, wenn Werkzeugproduktion und Entwicklung in der Schweiz erfolgt sind, die Fertigung an sich kann dann auch in Fernost von statten gehen.
Marken wie Ronda werden dahingehend Probleme bekommen, Ihre Werke als Bauteil an andere Unternehmen zu verkaufen, wenn die Wertschöpfung zu 60% auf der ganzen Uhr liegt und nicht mehr nur auf dem Werk.
Aber mal persönlich gefragt : eine Uhr im unteren oder mittleren Preissegment ....warum darf die nicht, obwohl Schweizer Marke, auch in Fernost produziert sein???
VW baut seinen Golf VI Variant auch in Mexico, steht sogar ganz ehrlich auf dem Handbuch. Und ..... ist doch trotzdem, zumindest für mein Dafürhalten, nach wie vor ein deutsches Auto. Oder bin ich da zu blau-äugig??
Mit Gruß
JörgMit Gruß
Jörg
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05.03.2010, 10:21 #24Gesperrt
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05.03.2010, 10:27 #25
Zeitzeuge,
ich glaube aber, hier ist immer noch eine lang währende Meinungsverschiedenheit Vorreiter : ist das "Made" nur auf die Fertigung zu beziehen oder aber auch auf Entwicklung und Werkzeugbau?? Wird das mit einbezogen, sind die 60% sicherlich nicht unerreichbar.
Mit Gruß
jörgMit Gruß
Jörg
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05.03.2010, 10:50 #26Gesperrt
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Das ist in der Tat eine schwierige Frage.
Ich denke aber wenn man eine "Swiss Made" Uhr kauft sollte es sich am besten auf die Uhr beziehen,also das 60% des Produktes "Swiss Made" sind, sprich die Fertigung.
Andererseits ist Entwicklung und Werkzeugbau natürlich auch relevant.
Ich bin mal gespannt, was in Zukunft diesbezüglich entschieden wird.
Eine Ehöhung des schweizer Anteils ist der Bezeichnung "Swiss Made" auf jeden fall zuträglich.
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05.03.2010, 10:50 #27Gesperrt
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Hi!
Auch in der Schweiz wird nicht Alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Dem Bericht nach würde sich durch die Gesetzesvorlage der schweizer Anteil von 50% am Uhrwerk auf 60% an der ganzen Uhr erhöhen.
Aber was ist eigentlich dieser "schweizer Anteil"? Nach dem Bericht denkt doch der ahnungslose Kunde, dass zur Zeit mindestens 50% des Uhrwerks in der Schweiz hergestellt sein müssen.
Weit gefehlt!
Genau so ist es nämlich. Wer sich mal die derzeitige "Verordnung über die Benützung des Schweizer Namens für Uhren" genau ansieht, findet nämlich in Art. 2.2.b die Grundlage dafür. Bereits eine halbe Stunde Arbeit in der Schweiz mit Endmontage, Justierung und Endkontrolle dürfte den Einkaufspreis für die in China hergestellten Teile "durch eine enge industrielle Zusammenarbeit bedingter gleichwertiger Qualität" übersteigen. Die wenigsten Besitzer einer schweizer Uhr ahnen, "wie wenig Schweiz" in ihrer Uhr unter Umständen drin ist. Das heißt ja nicht, dass diese Uhren schlechter sein müssen - es ist halt nur ein Ettikettenschwindel und "Swiss Made" ein Label, keine Herkunftsbezeichnung mehr(bzw. in den wenigsten Fällen).
Ob sich daran überhaupt großartig etwas ändern wird, hängt von der Formulierung der neuen Verordnung ab. Wenn sie genauso löchrig ist wie die alte, dann machen die "60% an der ganzen Uhr" im Endeffekt auch nicht viel aus.
Außer, dass man aller Welt berichten kann, dass das "Swiss Made"-Label jetzt noch einmal enorm aufgewertet wurde ...
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05.03.2010, 11:06 #28
Bislang zählten nur Fertigungseinzelkosten, im Entwurf kommen Gemeinkosten für Forschung und Entwicklung dazu. Damit gäbe es neben der derzeitigen Möglichkeit, über das Lohngefälle den Anteil zu steuern, künftig noch die Schraube der Abschreibungsgeschwindigkeit für F&E. Ein Fest für jeden kreativen Kostenrechner
.So viele Grüße wie Leser! Für jeden einen!
Hans
Das Letzte: http://uhrforum.de/the-citizen-automatic-ref-cty57-1271-cal-0910-ss-mit-ptic-duratect-7-part-review-t75809
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05.03.2010, 11:06 #29
mike184,
genau DAS meinte ich ja mit Entwicklung und Werkzeugbau. Fertigung in Timbuktu, (liegt m.E. gleich neben Nirwana), aber Endmontage und Kontrolle in der Schweiz.
Das know-how wird zur Produktionsstätte transportiert, die Halbzeuge kommen wieder zurück in die Schweiz, wo denn letztendlich die Uhr fertiggestellt wird.
Hier kommt das Haar auf den Haublock : ist es nur Swiss Made, wenn alles im Lande Helvetica erledigt wird, oder auch dann, wenn "das Grobe" anderenorts produziert wird??
Hier scheiden sich vermutlich die Geister der Schweizer Uhrenkonfession.
Verbraucher und Firmen wie Ronda sind die Leidtragenden, die Einen müssten bei Durchsetzung der Verordnung wohl tiefer in die Tasche greifen, die Anderen werden Absatzeinbußen haben, was letztendlich zum Abbau von Arbeitsplätzen und damit auch Verringerung von Gewerbeeinnahmen und Zunahme von Arbeitslosigkeit in der Schweiz führen würde.
Beisst sich da nicht der Hund in den Schwanz??
Mit Gruß
JörgMit Gruß
Jörg
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05.03.2010, 15:12 #30
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05.03.2010, 16:49 #31
Ich denke, das Sensible am Thema ist, dass der Konsument speziell bei Uhren ein ziemlich fixes und emotionales Bild über deren Herstellung hat. Auch der Laie stellt sich da doch den Uhrmacher vor, der mit eingeklemmter Lupe über den Tisch gebeugt die klitzekleinen Teilchen zusammenbaut. Und wenn ich "Swiss made" kaufe, erwarte ich eben, dass dieser Uhrmacher irgendwo in der Schweiz sitzt. Ob die Teilchen nun auch hier oder in China gestanzt und gefräst wurden, ist wohl eher sekundär.
Bei anderen Produkten habe ich diese Bilder beim Konsum kaum. Beispielsweise ist Coca Cola wohl das amerikanischste aller amerikanischen Produkte. Dennoch ist es den allermeisten, ich inklusive, aber ziemlich Wurst, wo auf diesem Planeten das Zeugs abgefüllt wird. Und kaum ein Käufer eines Armani-Vestons wird ernsthaft erwarten, dass der gute Giorgio persönlich in Mailand an der Nähmaschine sass.
So produziert eben jede Branche ihre eigenen "Marketing-Welten", denen sie dann aber auch dem Kunden gegenüber verpflichtet ist.
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09.03.2010, 09:04 #32Uhrenfreund
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Ich würde mir das auch für "Made in Germany" wünschen. Vieles was im Ausland produziert wird trägt inzwischen ebnso das "Made in Germany". ich verweise mal auf die Autoindustrie.
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09.03.2010, 11:41 #33
Nur mal sprachlich betrachtet:
Swiss made = "gemacht auf Schweizer Art"
Made in switzerland = Hergestellt in der Schweiz
Swiss made sagt demnach doch gar nichts darüber aus, wo welche Teile hergestellt werden. Hauptsache, sie werden auf die richtige Art und Weise - auf die schweizer Art - gemacht. Und wenn dann "nur" ein bestimmter Teil der Wertschöpfung aus der Schweiz kommt, finde ich das durchaus akzeptabel.Molon labe!
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