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11.08.2010, 15:47 #1shaddyGast
Poile Chatham Taschenuhr mit Zenithwerk
Hallo,
Ich sprach heute mal wieder mit meinem Vater über das altbewährte Thema "Uhren", da kam er mit dieser Taschenuhr daher und meinte die könnte ich mir mal näher betrachten. Hat er damals von seinem Vater geschenkt bekommen und der hatte sie auch schon ewig. Was mir sofort auffiel war der schlechte Zustand des Zifferblatts bei der 10 und 11. Das massive Silbergehäuse ist übersät mit kleinen Kratzern, der Gehäusedeckel hat hinten eine kleine leichte Delle. Das gewölbte Uhrenglas ist dagegen noch in ziemlich guten Zustand. Die Lanzenzeiger sind leicht gebläut. An der Zwiebelkrone paarmal gedreht und lief sofort. Dann schraubte ich den Gehäusedeckel ab und staunte nicht schlecht, ein Zenithwerk mit Wölkchenschliff, graviertem Unruhekloben mit Gangregulierung, die Schrauben am Unruhereif erinnerten mich an die Microstella-Schrauben bei Rolex. Zwar ziemlich schmutzig das Werk, aber das könnte man wieder hingekommen.Der Gehäusedeckel ist im inneren ebenfalls mit einem Wölkchenschliff versehen Und nun meine Frage an die Experten hier im Taschenuhrenforum:
1. Bekommt man die Kratzer alle wieder aus dem Silbergehäuse ?
2. Kann man das Zifferblatt wieder reparieren ?
Wenn ja, was würde so eine Restauration, Revision so einer Uhr kosten, und wer kennt einen Uhrmacher wenn möglich im süddeutschen Raum der sich mit sowas auskennt ?
gruß. shaddy
Und hier die Bilder :
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11.08.2010, 15:54 #2
Ahojhoj,
bezüglich Deiner Fragen kann ich leider nicht ganz so viel beitragen, jedoch den Hinweis, das Gehäuse ist nicht aus Silber, sonder "Silveroid" - einer Kupfer, Nickel, Mangan-Legierung, die ob ihrer Strapazierfähigkeit gern für Uhren im "harten" Einsatz, wie etwa Eisenbahner-Uhren verwandt wurde.
Nichts desdotrotz eine wundervolle Uhr und egal ob das ZB gemacht werden kann oder nicht in einem durch und durch tragbaren Zustand. Irgendwie ist es doch seltsam, wenn eine 100jährige wie eine Neugeborene aussieht.
Es grüßt herzlich,
P.- ex oriente pulsus -
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11.08.2010, 16:16 #3Uhrenliebhaber
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Hallo
Die Lanzenzeiger nennt man "Birnenzeiger" und die auf Deiner Uhr sind "Poires Americaines"
Zu dem Zifferblatt kann ich nur sagen , das wird schwierig zum restaurieren.
Nach der Wortmarke A.W.C.Co handelt es sich um eine Waltham aus USA , jedenfalls vom Gehäuse.
Weshalb da ein "Zenithwerk" verbaut wurde kann ich nicht sagen.
Günther
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11.08.2010, 19:02 #4shaddyGast
Danke für eure Infos bezüglich der Uhr, aber würde sich da eine Restauration überhaupt rentieren bzw. wenn man da ein Haufen Geld reinsteckt ? Auf der anderen Seite ist sie ein Familienerbstück, und man hängt emotional dran, schon mal von daher wäre es mir die Uhr glaub ich schon wert.
gruß. shaddy
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12.08.2010, 08:01 #5Uhrenmacherpraktikant
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Ooh, das Zifferblatt ist/war ja schön! Schade wegen dem Abplatzer!!!
Das Gehäuse ist, wie schon erwähnt, aus unedlem Silveroid, einer Legierung verschiedener Metalle, das dann wie Silber glänzt, aber haltbarer ist. Die AWWCCo ist die American Waltham Watch Case Co, ein Gehäusehersteller aus dem Städtchen Waltham, der auch die AWCO, die Waltham Watch Co. belieferte (bzw. dieser gar angegliedert war, aber aus rechtlicher Sicht getrennt davon existierte).
Dieser Poile aus Chatham war vermutlich der Verkäufer/Uhrenhändler.
AndreasBesucht mich auf http://www.mikrolisk.de
+++ mit riesiger Handelsmarken-Datenbank +++
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13.08.2010, 00:09 #6shaddyGast
Hallo,
Laut der Seriennummer im Rückwanddeckel, ich denk mal das ist Seriennummer entstand die Uhr zwischen 1877-1881. Aber was macht das Zenith-Kaliber in einer Waltham-Taschenuhr bzw. weiß jemand was über dieses Kaliber ? Was würde eine Restauration der Uhr mit allem Drum und Dran kosten ?
gruß. shaddy
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13.08.2010, 20:25 #7Uhrenliebhaber
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Deine Uhr entstand leider nicht zwischen 1877-1881.
Ausschlaggebend ist nicht die Gehäusenummer sondern die Werknummer und die sagt eindeutig
Herstellungsjahr 1911/12.
Gruß
Günther
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