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  1. #1
    Uhrenfreund
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    Ein Paket, ein Paket …

    17:00 Uhr – endlich Feierabend und ich mach mich auf dem Weg nach Hause. Daheim angekommen, gebe ich meiner Holden ein Küsschen und dann knuddel ich mit meinem Nachwuchs, der sich mit seinen drei Monaten nicht wirklich gegen Papis Kuschelüberfälle wehren kann. Ganz beiläufig erwähnt die Holde, dass für mich ein Päckchen gekommen wäre.

    Anhang 151321

    Ich mach mir erst mal einen Kaffee.

    Anhang 151270

    Und öffne das Paket. Es erscheint…

    Anhang 151271

    Die Uhr schaut wirklich so schrecklich aus. Das Glas ist zerkratzt, die Krone rundgelutscht und auch das Gehäuse scheint stark verschmutzt. Gespannt öffne ich den Gehäusedeckel

    Anhang 151272

    und muss den Rotor noch verschieben.

    Anhang 151273

    Zumindest die Räderwerkbrücke ist schon mal mit 68.4 gekennzeichnet. Jetzt muss ich nur noch das Zifferblatt entfernen, um Gewissheit zu haben.

    Anhang 151274

    In der Tat sehe ich ein Blättchen mit einem weiteren Deckstein für das Ankerrad. Ein reinrassiger GUB Automat 68.4 (Stückzahl unter 1.000, andere Quellen sprechen von einem einmaligen Exportauftrag mit Auflage 500) hat seinen Weg in meine Sammlung gefunden. Ich war mir nicht sicher, der Verkäufer hat die Uhr vorher nicht geöffnet und hatte auch sonst keine Unterlagen zu der Uhr. Nur anhand des Zifferblattaufdruckes habe ich mich zum Kauf entschieden.

    Allerdings hadere ich mit dem Zifferblatt

    Anhang 151275

    welches wirklich sehr stark mitgenommen ist. Aber mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als die Uhr nach einer Komplettreinigung des Uhrwerkes wieder in einen gerade noch akzeptablen Vintage-Original-Zustand zu versetzen. Eine Restauration des Originalblattes möchte ich nicht vornehmen lassen. Die Gefahr ist zu groß, dass ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden wäre. Allerdings spukt in meinem Kopf die Idee herum, ein Ersatzzifferblatt anfertigen zu lassen. Voraussetzung ist, dass einer der bekannten Zifferblattrestauratoren (Bethge, Causemann, Cador) auch tatsächlich in der Lage wäre, die originale Typografie und die originalen Indizes auf das ZB zu zaubern und das Zifferblatt selber mit dem silber- bis champagnerfarben schimmernden Grundton zu versehen und anschließend eine Schutzlackschicht aufzubringen.
    Geändert von nodronn (02.09.2010 um 05:33 Uhr)

  2. #2
    Uhrensammler Avatar von GUB Kaliber
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    Hallo
    Glückwunsch. Die fehlt mir auch noch. Ich habe zwar eine die von hinten wie 68.4 aussieht weil es eben auch drauf steht ist aber eine 67.1. Da müssen wohl Brücken übrig gewesen sein die dann einfach so verbaut wurden.
    Tolle Uhr in der Sammlung.
    Gruss Peter
    HABEN KOMMT NICHT VON GEBEN !

  3. #3
    Uhren-Millionär Avatar von Micha
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    Klasse Uhr, ich würde mal die Adresse auf´m Packerl abdecken.
    Grüße
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  4. #4
    Uhrensammler Avatar von Sylver
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    Ein seltenes Sammlerstück was du da hast !Was ich machen würde
    Werk reinigen
    Neues Glas
    Neue Krone
    Gehäuse mit einem Goldpflegetuch bearbeiten
    Und eine schönes Band dran !

    Dann ist sie absolut tragbar !

    Viel freude damit lass mal höhren wenn es weiter geht
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  5. #5
    Uhrenmacher Avatar von Poljotnik
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    Zum einen schliesse ich mich da voll Sylver an, zum anderen, aber das ist bei Fotos immer schwer einzuschätzen, scheint mir bei dem ZB mit q-Tips und etwas "Spucke" durchaus ein beträchtlicher Reinigungseffekt drin zu sein.

    Es grüßt,

    P.
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  6. #6
    Uhrenfreund
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    Hallo zusammen,

    ich habe meinen Uhrmacher gebeten, dass Zifferblatt behutsam zu reinigen. Das Gehäuse wird ebenfalls gereinigt. Das Ergebnis präsentiere ich hier selbstverständlich mit Fotos, die unter besseren Lichtverhältnissen aufgenommen werden. Getragen wird die Uhr nicht mehr. Ich halte es hier so wie mit Oldtimern, der Automat wird sicher ab und an aus der Box genommen und liebevoll aufgezogen werden. Es ist bereits der zweite Automat mit 68.4, der durch meine Hände geht. Der erste war in einem besseren Zustand, was das ZB betrifft und befindet sich mittlerweile in einer Sammlung in Ahlbeck/Usedom. Damals hatte ich ihn verkauft, was ich nun als Fehler betrachte. Der jetzige bleibt in meiner Sammlung, bis mir jemand einen 64er Chrono mit schwarzem Blatt und original Chromgehäuse zum Tausch anbietet (Wertausgleich ist selbstverständlich). Allerdings warte ich das Ergebnis der Revision ab und vielleicht ergibt sich noch eine Möglichkeit mit dem Zifferblatt. Am Samstag will ich mal mit Herrn Donner telefonieren. Ihm habe ich den Vorschlag gemacht, meine Daten zum Automaten (Gehäusenummer, Werknummer) zu mailen, um wegen der Originalität eine Recherchedatenbank zu diesem Kaliber mit überschaubarer Stückzahl zu erstellen. Wenn also noch jemand so ein Kaliber hat und meine Idee gut findet, haltet euch nicht zurück.

  7. #7
    Uhrenmacherpraktikant Avatar von La_Montre
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    Glückwunsch zur schönen Vintage (zumindest wird sie sicher bald schöner sein)! Und danke für die nette Vorstellung; man kann den Kaffee fast riechen, finde ich...
    Gruß, Joachim

    Am Ende des Tages sind´s doch bloß Uhren!
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  8. #8
    Uhrenmacherpraktikant
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    Ohne Deine Freude mindern zu wollen, aber wenn ich mir das Uhrwerk ansehe: Schön ist anders. Wenn ich das mal mit alten Taschenuhrwerken vergleiche, die hier und da verziehrt sind, anglierte Kanten haben, wo man Liebe zum Detail sieht, weil man das Werk eben häufiger sieht...
    Vielleicht bin ich dadurch auch nur "verdorben" und mag einfach keine moderneren Uhrwerke...

    Dennoch gratuliere ich zum hoffentlich wirklich seltenen Fang!!!

    Andreas
    Besucht mich auf http://www.mikrolisk.de
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  9. #9
    Uhrenfreund
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    Hallo Andreas,

    nein, du minderst meine Freude mit deinem post überhaupt nicht. GUB-Uhren waren für die breite Endverbrauchermasse gedacht, funktionell und preisgünstig in der Herstellung mit möglichst wenig Fertigungsstreuung. Deshalb beruhen die meisten GUB-Uhren aus dieser Zeit auch auf derselben Grundkalibergruppe. Natürlich, da stimme ich dir zu, schön sieht anders aus. Aber darum geht es bei dieser Uhr auch überhaupt nicht. Diese Uhr ist lediglich durch ihre Modifikation (zwei zusätzliche Lagersteine) und auf Grund der geringen Stückzahl (500 - 1000 Stück) für den geneigten GUB-Sammler interessant.

  10. #10
    Uhrenmacherpraktikant
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    Gut! Freut mich aber wirklich für Dich, daß Du Deine Sammlung dermaßen erweitern konntest!
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