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09.03.2010, 12:59 #21
Danke für das herzliche Willkommen.
Naja... dieses allgegenwärtige "Gehändie" kann ich irgendwie nicht mehr hören.

Falls es interessiert, hier ein Mailwechsel mit der Fa. Jacques Lemans:
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Sent: Monday, March 08, 2010 4:03 PM
To: Ioana
Subject: Ihre Modelle 1-1397G und 1-1367A
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe beide o.g. Modelle soeben neu erworben und fesstgestellt, dass der Sekundenzeiger bei beiden Uhren immer dann "hakt und springt", wenn die Uhr
in einer beliebigen Form "hochkant" gehalten wird.
D.h. es sieht aus wie eine Wirkung der Erdanziehung, der Sekundenzeiger bewegt sich nach "unten" und bleibt dabei oftmals kurz "hängen" und überspringt dann die Sekunden der "versäumten Zeit" in einem Schritt.
Könnten Sie mir dazu bitte eine Auskunft geben, ob das normal ist, oder ob ich dir Uhr beim Händler tauschen sollte.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen
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Betreff: WG: Ihre Modelle 1-1397G und 1-1367A
Von: "Germany" <germany@jacques-lemans.com>
Datum: 09.03.2010 10:02
Sehr geehrte Herr MEIN NAME IST MIR BEKANNT,
vielen Dank für Ihre Email.
Nach Rücksprache mit unserem Uhrmachermeister in unserer Europazentrale kann ich Ihnen folgendes mitteilen:
Man kann die Zeigerreibung für den Sekundenzeiger bei diesen Modellen nachspannen, scheint nach der Beschreibung zu locker zu sein.
Hierzu bitten wir Sie, Ihre Uhren über Ihren Fachhändler zu uns zur Reparatur einsenden zu lassen.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
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Ist das denn so richtig was die Dame dort schreibt, wäre es sinnvoll die Uhren einzuschicken? Völlig frei von Ahnung zum Thema würde ich sagen: Nein.
Es sind zwei Uhren mit sicherlich gleichem oder sehr ähnlichen Kaliber.
Bei beiden tritt das selbe Phänomen auf.
Alle bisherigen Antworten sagen im Grunde aus, dass man damit ganz gut
leben kann und dass es nicht so verwunderlich ist.
Was meint die verehrte Runde dazu?
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09.03.2010, 13:34 #22
... bei Seiko drückt ein Federplättchen von unten auf das Achsende der Sekundenzeigerachse - evtl. ist das mit Zeigerreibung gemeint.
Leider finde ich kein Bild davon.
Hier siehst du warum der Zeiger so "viel" Spiel hat...
Das 4th-weel wird von kleinen Rad rechts oben angetrieben.
Drei bzw. vier Übersetzungen treiben die Achse vom Sekundenzeiger auf dessen Ende dann dieses Plättchen drückt.

C by Rich - thewatchspot
...ein Miyota habe ich noch nicht zerlegt, muss ich unbedingt mal nachholen...
Geändert von Philipp (09.03.2010 um 13:36 Uhr)
Gruß aus Berlin
Philipp
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09.03.2010, 13:39 #23
In der Suchfunktion findet sich auch so eine technische Fotodokumentation zu dem Miyota-Kaliber.
Fakt ist, das Werk bleibt nicht stehen, sondern läuft weiter. Die Stunden/Minutenanzeige hat also einen übichen Vor/Nachgang, der nicht abhängig vom Sekundenzeiger ist. Ich kenne das nur so ruckelnd, sowohl bei meiner (ehem.) Dugena als auch (ehem.) Citizen NY2300.
Ich fand es immer etwas nervig muss ich sagen, aber ich bin mittlerweile eh nicht mehr so der Freund der günstigen Japan-Mechanik.Mecaline
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09.03.2010, 16:38 #24
Das Spiel rührt aber nur von dem einen Eingriff in das kleine Trieb von der Sekundenwelle her, alle anderen Zahnräder liegen im Kraftfluß der Zugfeder und haben daher keine Auswirkung auf das Spiel des Sekundenzeigers
Grüße vom Hunsrück
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10.03.2010, 06:52 #25
Also nochmal Danke in die Runde.
Ich behalte die beiden Uhren.
Die erste hab ich ja gestern ausgeführt und heut früh festgestellt,
dass sie in 24 h grad mal 2sec Abweichung hat.
Entweder habe ich die Uhr gestern so luschig gestellt, dass die Abweichung
sich jetzt wieder ausgeglichen hat, oder die Uhr funktioniert wirklich zu
meiner vollsten Zufriedenheit.
Ich geh vom Letzteren aus und freu mich.
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10.03.2010, 08:22 #26
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11.03.2010, 07:14 #27
Kann sein, dass man mich hier für etwas blöd hält...
Was mach ich falsch, wo liegt mein Denkfehler:
Hab die Uhr vorgestern morgen gestellt.
Gestern früh 2 sec Abweichung, heute früh nur 1 sec Abweichung.
Irgendwie bekomm ich das Gefühl nicht los die Uhr läuft ganz genau....
Diese Genauigkeit ist doch wohl sehr unwahrscheinlich?
Also nach Murphy... hab ich einen Fehler übersehen... nur welchen?
Bitte nicht vergessen, das ist für mich das erste Mal, dass ich mich wirklich mit dem Thema Uhr/Automatikuhr beschäftige.
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11.03.2010, 07:29 #28
Keine Panik, ist völlig normal und ändert sich noch im laufe der nächsten Wochen, meine erste Promaster (Automatik-Diver) lief auch die ersten 2 Tage mit +2 Sek./24 h und ich dachte, man hätte mir vielleicht doch ne Quartzuhr angedreht
daraus wurden dann +10 Sek./ 24h und bei meiner Steini waren es die ersten 14 Tage +/- 0
und nach einem Jahr sind es -4 Sek./ 24h.
Das heißt nix anderes, als das sich die Uhr erst ein paar Wochen "einlaufen" muß (ca. 6-8) und die Werte können auch leicht schwanken, wenn die Uhr ständig getragen wird oder z.B. über Nacht abgelegt wird, da kann sie z.B. am Tag mit +5 Sekunden laufen und nachts abgelegt auf der Seite im günstigsten Fall mit -5 Sekunden, macht am nächsten morgen auch wieder +/- 0
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11.03.2010, 07:32 #29
Danke!
Genau die Antwort die ich brauchte... na da hoffe ich dass sich das nicht gerade auf 1min am Tag Differenz einregelt.
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11.03.2010, 07:42 #30
Nee, da sollte dann was nicht i.O. sein, nach einem Sturz (einer Uhr) hatte ich dann auch schon plötzlich +20 Sek./ 24h
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12.03.2010, 07:06 #31
Ist bei der Seiko nicht anderster als bei der Miyota, der Kraftfluß geht vom Federhaus zum Ankerrad,das kleine Sekundentrieb wird nur zusätzlich mitgenommen. Das Rad zwischen 4th wheel und seconds pinion wird von dem untenliegenden Minutenrad angetrieben und steht im Kraftfluß. Gibt dann einmal die Kraft Richtung Hemmung weiter und treibt zusätzlich noch das Sekundentrieb an, dies wird aber nur durch eine kleine Feder gebremst um das Zahnspiel auszugleichen.
@SerArris
theoretisch ist die Aussage richtig, wenn man die Feder stärker vorspannt und die Reibung schwergängiger wird als die Masse des Zeigers dürfte das ruckeln aufhören, aber das bedeutet auch das dass gesamte Werk mehr gebremst wird
und normalerweise sind die Werke von Miyota gut eingestellt.
Ich finde es als den falschen Ansatz einen Fehler ( zu schwerer Zeiger, bzw. große Toleranz im Zahnspiel) durch einen anderen Fehler ( erhöhung der Reibung) auszugleichen
Grüße vom Hunsrück
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12.03.2010, 07:20 #32
Danke Uhrmichel,
ich trage zzt. die eine der beiden JL's ein und bin gespannt, auf welcher Differenz sie sich dann einpegelt.
Auch ohne echtes Fachwissen war mir die Sinnhaftigkeit einer Rücksendung an JL ziemlich fraglich, da beide Uhren das gleiche Phänomen zeigen, was bei den Miyota ja eh fast Standard ist.
Bisher bin ich voll zufrieden und bleibe dabei, ich behalte die Uhren da ich mit dem Ruckeln leben kann.
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27.08.2010, 19:16 #33Uhrenfreund
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- 235
Ich klinke mich hier mal ein, da ich auch ein Miyota 8215 in meiner Politi habe.
Was ist denn von folgenden Gangergebnissen zu halten? Das Meiste liegt im Rahmen, aber es gibt eben diese zwei großen Ausreißer, die ich mir nicht so recht erklären kann.
--> Das letzte Gangergebnis könnte ich mir noch damit erklären, dass ich die Uhr getragen habe und mit dem Fahrrad unterwegs war. Kann die Vibration den indirekt angetriebenen Sekundenzeiger beeinflusst haben?
--> Das andere Ergebnis mit den -35,1 Sek/d entstand aber in Ablage KO (Krone oben) und da sollte das ja nicht passieren dürfen?
Meine Frage ist nun: Ist es wahrscheinlich, dass diese deutlich abweichenden Gangwerte einem auf der Welle rutschenden Sekundenzeiger geschuldet sind, d. h. die Uhr an sich hat gar keine so große Abweichung?
Oder stimmt da was mit dem Werk nicht?
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