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Thema: Jahrestag 20 Jahre Mauerfall
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04.11.2009, 19:51 #1
Jahrestag 20 Jahre Mauerfall
Hallo Liebes Uhrenforum,
am 9. November sind es schon 20 Jahre her das die Mauer gefallen ist.
Ich als West Berliner, der damit aufgewachsen ist, wird diesen Tag nie vergessen.
Am morgen standen auf der Busspur vor dem KADEWE lauter Trabbis und vor jedem Schaufenster war eine Menschenmenge - Gänsehaut Pur.
Was mich interessiert, habt Ihr was ähnliches Erlebt und woher kommt Ihr?
Wie hoch ist also der Anteil Wessis und ehemalige DDR Bürger hier?
Bitte nicht missverstehen, ich bin froh das die Mauer gefallen ist, soll ja Leute geben die früher alles besser fanden:stupid:
Bin gespannt.Gruss
Thomas
P.O.C. / O.S.M.P.C. / D.V.S.C / D.D.O.C. / P.W.C.
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04.11.2009, 20:13 #2Uhrenfreund
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04.11.2009, 20:15 #3
Feiert brav!
Bei uns in Österreich haben wir uns das Gott sei Dank erspart!________________________________________
Grüsse aus Wien,
Bertl
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04.11.2009, 20:16 #4
Es gibt diese Partei: Die PARTEI | Online | Neuigkeiten
PS:Ich komm aus dem Westen.Gruß Sebi345
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04.11.2009, 22:51 #5
Der Tag war der Hammer ! Es war das einzige mal in meinem Leben, das ich von Alkohol gekotzt habe.
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04.11.2009, 23:23 #6
Also ich kann mich konkret nur daran erinnern, dass ich bei der Abdankung Honeckers noch dachte, dass es - zwar in für das Regime schwierigen Zeiten - der übliche Generationswechsel wäre.
Ansonsten war es eine aufregende Zeit. Man war unheimlich froh Gerade wenn man Verwandschaft hatte die nun endlich frei wurde und heute selbstverständliche Menschen- und Bürgerrechte für sich in Anspruch nehmen konnte. Man hat Genugtuung darüber empfunden, dass die Unterdrückung dem Unrecht auf Dauer ebensowenig halt geben kann wie die äußere Hülle einen morschen Baum stützen kann.
Glück auf
SchaumigGeändert von Schaumig (05.11.2009 um 09:44 Uhr)
..und solange man auf dt. Straßen seine Profilneurosen ausleben kann, ist es nicht sehr sinnvoll, mit unfassbarem Aufwand an die Vernunft zu appellieren, um den CO 2 Ausstoss um wenige % zu senken.
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05.11.2009, 00:02 #7
Ich bin ein Badenser...
Erst nach der Wende bin ich zum ersten Mal nach Freiberg/Sachsen gekommen. Habe in den letzten 20 Jahren geschäftlich im Bereich Umwelt viele Geschäftskontakte in den neuen Bundesländern geknüpft und war auf einigen Umweltmessen unterwegs.
Aus einem Geschäftskontakt hat sich inzwischen auch eine Freundschaft entwickelt...
Viele Grüße
Jürgen
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05.11.2009, 04:46 #8
Meine Erinnerung:
Unsere Kaserne in München war damals Aufnahmestation. Am Morgen standen auf dem Exerzierplatz gefühlte 100 Trabis. Es sah aus als hätte jemand bunte Smarties verstreut.
Seltsam war nur eine Sache, die mir am Besten in Erinnerung geblieben ist. Ich wurde mit meinem Dienst KFZ bei der Zufahrt zur Kaserne überprüft, während neben mir die Trabis unkontrolliert in die Kaserne knatterten.
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05.11.2009, 05:21 #9
uhm.. ich bin Ausländer.. hatte den Fall nur per Medien miterlebt... jedoch bei einigen Live-Übertragungen mit Gänsehaut mitgefiebert.....
Habe mal in mittlerer Zukunft vor mit dem Mopped alte Grenzstrecken abzufahren...
Habt ihr auf jeden Fall toll hinbekommen!Gruß Mickymouse
Es gibt so viele Uhren und so wenig Handgelenke
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05.11.2009, 06:32 #10
So ganz einfach ist es nicht.
Ich bin im "Westen" aufgewachsen, aber meine ganze Familie lebte im "Osten" und für mich war das der Tag der Familenzusammenführung...
...ich war jedes Jahr seit 1960 in der DDR und das sogar gern, war auch immer nur für 3-4 Wochen in den Ferien!
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05.11.2009, 06:37 #11
Ich halte es da so wie Mike: Es war ein Generationen-Erlebnis, das enorm auch über die Landesgrenzen hinaus emotionell verbunden hat.
"Gänsehaut pur" - das trifft es wohl am besten.
Ich hoffe, daß in diesem Thread keine Grundsatzdiskussionen losgetreten werden - das wurde an anderer Stelle ja schon "großartig" erledigt, hier ist ganz einfach kein Platz dafür.
Freuen wir uns ganz einfach, daß es nun so ist, wie es ist.
Nicht alles ist eitel Wonne, aber auch nicht alles ist grottenschlecht.
Wir leben nun einmal genau in dieser Zeit (und haben keine andere zur Verfügung) - und seien wir froh darüber, daß wir sie ein klein wenig mitgestalten können.
Eines ist mir auf alle Fälle im Zuge meiner Forumpräsenz aufgefallen: Das zugegebenermaßen bis dahin vorhandene Klischee-Denken bezüglich Deutschland–Österreich hat sich enorm aufgeweicht.
Und absolut nicht bestätigt.
Und das ist auch gut so!
Auch wenn uns da großteils nur ein paar Kabeln verbinden - dieses oftmals in der Vergangenheit so exorbitant störende "Hick-Hack" ist hier eigentlich nicht zu verspüren.
Ein jeder Tourismusbeauftragte würde freudig in die Hände klatschen, wenn ihm dieser Abbau von Vorurteilen so großartig gelingen würde ...
Hoppala - ich schweife ab. Verzeiht.
Gruß, Richard
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05.11.2009, 07:03 #12
wie sagt doch der Wiener...???
Es gibt den Wiener.. und das Proletariat :PGruß Mickymouse
Es gibt so viele Uhren und so wenig Handgelenke
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05.11.2009, 07:55 #13
Den Tag werde ich nie vergessen.
Ich war in New York beim Marathon und habe auf einem Bildschirm mitbekommen: "the wall i down!".
Zuerst konnte ich das garnicht umsetzen.
War schon ein Hammer!Geändert von EVO. (05.11.2009 um 07:57 Uhr) Grund: Doppelpost
Micha
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05.11.2009, 07:55 #14
Ich als ehm. West-Berliner habe es natürlich auch direkt mitbekommen. Es lief einem schon kalt den Rücken runter so hautnah deutsche Geschichte miterleben zu dürfen.
An dem Tag hatte ich Schulung im 17.Stock des Kudamm-Karree's, als plötzlich während des Unterrichts(vormittags) eine Horde Menschen den Raum betrat und sich als Leute von drüben vorstellten. Sie hätten von Ost-Berlin aus immer das hohe Kudamm-Karree sehen können und sie wollten einmal in Ihrem Leben nun vom Kudamm-Karree aus nach drüben blicken wollen!
Da der Unterricht in dem Augenblick eh geplatzt war und uns allen die Rührung in den Augen stand, sind wir mit dem ganzen Trupp runter in die Kantine und haben sie erstmal mit Kaffee und einem ordentlichen Frühstück versorgt. Sie waren wohl schon die ganze Nacht unterwegs und hatten weder gegessen noch getrunken.
Der versäumte Lehrstoff wurde dann am Nachmittag nachgeholt, wurde noch ein langer Tag, aber das war es uns wert.
Gruss Jörg
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05.11.2009, 08:50 #15
Als Ossi war ich damals am Fernseher und konnte dann erst ein oder zwei Tage später mit meinen Eltern rüber. Woran ich mich da besonders erinnere war der Unterschied der Straßen, so banal es sein mag. Plötzlich fuhr der Trabbi ohne gewackel.
Heute ist es ja tlw. genau umgedreht, so manche Straße ist im Osten besser als drüben. Ansonsten erinnere ich mich noch stark an die Schlangen beim Begrüßungsgeld, die ausgelassene Stimmung und freundliche Leute, die einem beim Warten warmen Kaffee und Tee brachten, einfach mal so.
An die Zeit nach dem Fall erinnere ich mich vor allem an die Rieseneinkäufe in Hofer Supermärkten mit stiegenweise Joghurt und Obst. :stupid: Ich glaub so viel Joghurt wie damals hab ich nie wieder gegessen, all die Sorten musste man ja mal ausprobieren.
Gefühlsmäßig sehe ich mich dennoch auch heute noch als Ossi. Es ist schlicht m.E. durchaus noch ein Unterschied in der Herkunft feststellbar, egal wo ich nun gerade lebe. Meine Herkunft prägt mich und die Menschen im Osten sind einfach anders als drüben. Selbst auf der Arbeit sind Ossis untereinander anders, als mit Wessis und man merkt sehr schnell wer da woher kommt. Der Umgang ist irgendwie auf subtile Art und Weise ein anderer, Ossis unter sich sind nicht so distanziert und irgendwie persönlicher.
Nicht dass man mich falsch versteht, ich sehne mich bestimmt nicht nach der Teilung. Im Gegenteil bin ich mit meiner jetzigen Situation sehr zufrieden. Es ist halt nur noch keine Einheit im Umgang miteinander und der Mentalität der Leute, dafür hat man nun einmal zu verschiedene Lebenserfahrungen gemacht, bzw. man macht sie noch heute.Geändert von Sonnenuhr (05.11.2009 um 09:04 Uhr)
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05.11.2009, 09:10 #16Das kann ich nur bestätigen!Ossis unter sich sind nicht so distanziert und irgendwie persönlicher
Durch mein Hobby - Tauchen - bin ich viel in den "Neuen Bundesländern" unterwegs gewesen. Gibt halt ne Menge schöne Steinbrüche dort.
Immer Herzlich aufgenommen worden, egal wo man hingekommen ist.
Das man nach 20 Jahren immer noch einen Unterschied merkt - hier ein Beispiel
Wessis: 2 Zimmer Wohnung
Ossis: 2 Raum Wohnung
Finde das aber nicht Schlimm - Bitte nicht falsch verstehen!
Danke für Anworten, und macht weiter so.Gruss
Thomas
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05.11.2009, 09:19 #17
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05.11.2009, 09:47 #18
Der Absolute Wahnsinn, erlebte Geschichte.
Ich, aus dem Westen, habe damals oft in der DDR arbeiten dürfen, das Land war der Hauptabnehmer für unsere Zerspanungs-Maschinen, schon die Leipziger Frühjahresmesse war eine einzige Party - es wahr absehbar was kommen würde. Im Anschluss der Messe habe ich meinen Jahresurlaub genommen und bin 6 Wochen Kreuz und quer durch das Land gefahren. Die Eindrücke die ich da gesammelt habe werde ich nie vergessen, auch nicht den Respekt vor der Leistung der Ostdeutschen.
Kurz nach dem Ende der DDR ging meine Firma in die Insolvenz, und ich in die Arbeitslosigkeit.
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05.11.2009, 10:17 #19Uhrenfreund
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Nach dem Mauerfall habe ich oft beruflich mit den ostdeutschen Behörden zu tun gehabt.
Unangenehm dabei ist mir aufgefallen, daß diese noch völlig dem Obrigkeitsdenken verfallen waren, unfreundlich zu den "Bittstellern" waren und ihre Machtstellung an diesen erst mal ausließen, einschließlich langer Wartezeiten. Und diese grausliche Bürokratie!
Wir im Westen hatten zu der Zeit bereits eine jahrelange Schulung der Behörden in freundlichem und effzienten Umgang mit dem Publikum durchgemacht. Und man konnte sich - oft mit Erfolg - beschweren.
Ich hoffe, daß diese Behördenarroganz im Osten sich inzwischen aufgelöst hat.
Mondwelpe
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05.11.2009, 10:34 #20FranziskussGast
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