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24.08.2010, 23:27 #1
J. Levenberg => eure Meinungen
Guten Abend zusammen,
ich habe im Laufe der letzten Tage eine interessante "Unterhaltung" gehabt und wollte euch a) dran Teil haben lassen und b) fragen, ob ein solches Verhalten normal ist.
Was haltet ihr davon?
Kurzer Hintergrund: Ich interessiere mich in letzter Zeit sehr für alte russische Uhren. Speziell geht es um die alten Amphibias. Irgendwie bin ich durch ein paar Vorstellungen hier und da, zu der Meinung gelangt, ich müsse eine solche Uhr unbedingt haben.
Die Amphibias findet man heut zu Tage sehr viele. Neue, alte, da ist für jeden was dabei. Dennoch wollte sehr gerne eine spezielle Uhr haben, welche leider nicht leicht zu bekommen ist, für die ich dann aber auch gerne bereit wäre (bin) einen entsprechenden Preis zu bezahlen.
Ich fing also an zu suchen, zu fragen, usw. usf.
Mehrmals, auch in diversen russischen Foren fiel bei der Suche der Name: Juri Levenberg. Ich möge ihn doch anschreiben, er kann gewiss helfen. Profi, Sammler, Kenner, etc...
Ich habe also etwas recherchiert und festgestellt, dass der gute Mann neben seinem/seinen Shop/Shops auch noch ein Buch über russische Uhren geschrieben hat.
Ok, dachte ich, den schreibst du jetzt an, der kann was.
Gesagt, getan.
Auf meine Anfrage hin entwickelte sich ein Email- Gespräch. Alles freundlich, alles sachlich, wunderbar. Heute, nach mehrmaligen Erklären (inkl. Bilder), welche Uhr ich denn genau haben möchte, kam die freudige Nachricht: die Uhr ist vorhanden, Kostenpunkt XY.
Da ich doch recht lange benötigte, trotz korrekter Bezeichnungen und Erklärungen, dem guten Herrn zu erklären welche Uhr die richtige ist - komisch egentlich, denn die Uhren sind eigentlich allen Amphibia- Kennern wohl bekannt und da Herr Levenberg sogar ein Buch geschrieben hat... naja, egal...
Jedenfalls - Super, dachte ich, fragst mal nach ein paar Bildern.
Zu meinem Erstaunen bekam ich dann sinngemäß folgende Antwort:
"Uhren sind Einzelstücke und das Fotografieren wäre mit einem Zeitaufwand verbunden."

Ok, einziger Trost: man hat natürlich ein Rückgaberecht
Naja, mit der Antwort wollte ich mich nicht zufrieden geben und erklärte, warum ich, bevor ich für eine russische Uhr so viel Geld ausgeben würde, diese doch sehr gerne sehen würde. Auch dann, wenn ich diese zurückgeben kann.
Es kam die nächste "Ausrede". Die Uhr sei 100% in original Zustand. Deckel, Glas, Werk ist alles original aus der alten Produktion. Bla bla bla...
Fazit des Email- Marathons: Herr Levenberg schickt keine Bilder und ich bin nicht bereit die "Katze im Sack" zu kaufen. Er behält also die Uhr(en) und ich mein Geld.
Schade.
Ist ein solches Verhalten in euren Augen gerechtfertigt? Hat jemand ähnliche Erfahrungen machen können?
Danke für eure Meinungen.
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24.08.2010, 23:49 #2
Ich denke, es braucht sich niemand zu rechtfertigen. Es kam nicht zu einer übereinstimmenden Willenserklärung (Kaufvertrag), weil die beteiligten Parteien sich nicht einigen konnten.
Du wolltest ohne Bilder nicht kaufen, er wollte keine Bilder machen um zu Verkaufen. <- Punkt
Der haben-wollen-Faktor scheint bei dir nicht groß genug zu sein, als dass du dich mit dem Rückgaberecht zufrieden geben wolltest. Herr Levenberg will den Aufwand für Fotos nicht betreiben, er bekommt die Uhr scheinbar auch ohne diese verkauft.
Es sieht so aus, als müsstest ihr beide weiter suchen. Der eine einen Käufer, der andere einen Verkäufer ...
Viel Erfolg !
Gruß
RanmaEin Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen.
(Heinrich Heine)
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24.08.2010, 23:51 #3Uhrenmacherlehrling
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Hallo!
Über Levenberg wurde im Forum schon mal diskutiert, da musst Du die Suche mal bemühen.
Ich selbst war im Großen und Ganzen mit ihm zufrieden. ÍMHO kann man ihn einfach nicht mit sehr bemühten deutschen, britischen oder japanischen Händlern vergleichen weil er einfach anders ist
Er ist sicher keine Plaudertasche und wenn ihm was nicht passt schaltet er auf stur. Klingt jetzt blöd aber er kann eine Herausforderung an das Kommunikationsgeschick des Käufers sein und wenn der ein Häferl ist kracht es sicher sehr leicht
Gruß
santiago
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25.08.2010, 00:52 #4Uhrenmacherlehrling
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Firma Levenberg ist sogar Mitglied in diesem Forum. Als Uhrenlaie mit genau einem Post. (Stand heute) Hier ist dieser Post:
Meine erste Russin: Juri Levenberg Molnija 3603
Meiner Meinung nach die Mutter aller Levenberg Threads. Lesen lohnt sich. (Wenn man sich dafür interessiert) Das größte Manko der Firma ist die meiner Meinung nach schlechte Informationspolitik, sowie agressive und boulevardeske Verkaufsmethoden. (Irreführende Verwendung von Begriffen z.B.) - Für die (marketingtechnische) Leistung, daß er fast schon ein Synonym für russische Uhren geworden ist, muß man ihm jedoch gratulieren. (Und das, obwohl sein Sortiment etwas "altbacken" ist) Also Verkaufen kann er, das ist unbestritten.Das ist mir noch nie passiert.
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25.08.2010, 08:52 #5
Ich sage dazu mal einfach nur: JL | Mechanische Damenuhr mit offener Unruh blau en vente sur eBay.fr (fin le 19-sept.-10 23:29:30 Paris)
aber wenigstens steht hier nicht MEHR, daß es sich um eine russische Uhr handelt.
P.
Oh, doch es passiert immer noch...http://cgi.ebay.fr/SOYUZ-Sea-Treasures-Skelleton-Chrono-Poljot-IIg-/380215393922?pt=DE_Kleidung_Schmuck_Accessoires_Uhren_Ar mbanduhren...die berühmten Sea-Gull-Werke Moskau....man beachte den Poljot Hinweis in der ÜberschriftGeändert von Poljotnik (25.08.2010 um 08:56 Uhr)
- ex oriente pulsus -
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25.08.2010, 10:46 #6
Rein theoretisch hast Du da absolut recht. Ein Vertrag entsteht durch geschlossene Übereinkunft und die Abgabe der Willenserklärungen beider Vertragsparteien. Wer nicht will, der hat halt schon.
Darum geht es hier aber nicht.
Ich persönlich finde halt ein solches Verhalten für leicht fehl am Platz. Natürlich, durch den Verkauf dieser einen, oder zwei Uhren wird Herr Levenberg nicht sehr viel verdienen, aber dass das Aufnehmen von ein paar Fotos unter Berufung auf ein hohen Zeitaufwand abgelehnt wird??? Ich weiß nicht...
Na dann. Wenn das beim Herrn Levenberg Usus ist, dann wünsche ich ihm weiter Erfolge beim Verkauf.
Ja, der Post ist gut.Und keine Frage, verkaufen kann er. Zumindest wenn die Käufer keine speziellen Fragen und/oder Wünsche haben.
@Poljotnik: Ja, sehr interessant
Gruß
Waldemar
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25.08.2010, 10:52 #7
Es gibt bemühte Verkäufer und es gibt die, die es nicht nötig haben oder die auch so verkaufen oder, oder, oder.
Bei den letzteren kaufe ich nicht. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Gruß! StefanWir sind heute die Leute, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben.
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25.08.2010, 11:24 #8
"Levenberg"?
Hmmm...zwiegespalten....
Meine bei ihm gekaufte Aviator gab nach 2 Tagen den Geist auf
und wurde sofort /anstandslos und ohne Kommentar umgetauscht.
Bei der Neuen wackelte die aufgeschraubte Krone wie ein Lämmerschwanz.
Wieder hingeschickt.
Kam nach acht Tagen zurück.
Ebenfalls ohne Kommentar.
Mit genauso wackender Krone, wie zuvor.
Naja...muss vielleicht ja so sein?
Aber ohne auch nur eine Notiz beizulegen?
Die Preise liegen darüberhinaus wohl leicht über dem üblichem Niveau.
Ich kaufe dort nicht mehr.
Gruss,
BBErster Vorsitzender des Vereins der verfolgten MM-Besitzer "VdvMM-B"
- anonymer Uhrenselbstregulierer
und "Kemmner-Entdecker"
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25.08.2010, 13:22 #9
Ja, ein wenig speziell ist er...aber nach einem Telefonat war alles beseitigt. Mein Sonderwunsch mit Preisvorschlag wurde angenommen aber ohne den Sonderwunsch inklusive, lol.....also Fazit: Kaufen ja, aber für meine Person nur noch bei glasklarer Sachlage ohne Sondervereinbarungen
Geändert von WatchME (26.08.2010 um 16:19 Uhr)
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25.08.2010, 13:55 #10Uhrenmacherlehrling
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Die Firma Levenberg ist so etwas wie Zweite-Wahl-Einzelhandel. Viele Stock Uhren eben. Das Wichtigste ist es einen Kunden zu finden. Dieser muß für sein Geld ein Produkt erhalten. Wenn das Produkt beim Kunden durchfällt wird sofort getauscht. Schließlich sind genug Uhren da. Das durchgefallene Produkt wird gefixt und dem nächsten Kunden angedreht.
Folgende Begriffe werden von der Firma Levenberg gerne im falschen Kontext verwendet: Poljot, Aviator, Sammleruhr, selten, hochwertig... (bestimmt noch viele weitere, ich habe keine Lust, tiefer zu forschen)
Was von Levenberg schon mal als Sammleruhr bezeichnet wird, würde ich zuweilen eher als Ausschuß bezeichnen. (Beispiel: "Komadierskije Chronograph", für mich ein einziger Aufreger)
Chronographen, die als Einzelstück im freien Verkauf in Russland in den 90er Jahren 50 DM kosteten, kosten heute bei Levenberg 250 Euro ! Der Einkaufspreis für Levenberg darf also als unter 25 Euro liegend angenommen werden. Diese massenhaft vorhandenen Uhren müssen nur noch verkauft werden. Nicht für 40 oder 50 Euro, nein 250 Euro. Wenns mal ein Problem gibt, wird eben umgetauscht. Absolut notwendiges und normales Alltagsgeschäft, dieses Umtauschen. Und der Kunde denkt, das ist aber ein Super-Händler, sehr kulant dieser Levenberg. Der tauscht um, ohne zu fragen.
An anderer Stelle hatte ich Levenberg schon mal sinngemäß als Werner Metzen des Uhrenhandels bezeichnet. Das schließt nicht aus, daß in seinem Sortiment auch gute Stücke vorhanden sein können. Zugute kommt ihm, daß viele Verbraucher einfach nicht über genügend Informationen verfügen. Einen Beitrag zur Aufklärung leistet er nicht. Er leistet einen Beitrag dazu, daß russische Uhren gewisse Qualitätszweifel beim deutschen Verbraucher noch lange bewahren werden.
Im Nirvana des Internet wird meine Meinung einfach absorbiert werden und die Leute werden weiter Uhren kaufen. Auch bei Levenberg weiter Uhren kaufen. Zum Beispiel Strela oder (Poljot) Aviator Chronographen. Sie halten diese Uhren für offizielle Produkte des Herstellers, der diese Marken heute anbietet. Das ist jedoch falsch. Es handelt sich um qualtitativ miderwertige Lagerware, die vor 2004 hergestellt wurde. Westliche Hersteller hätten solche Uhren eingestampft, um die eigene Marke zu schützen. Bei den Russen kommen die eben in den Zweite-Wahl-Stock-Handel. Gemäß der russischen Tradition "Es wird nichts weggeschmissen, was noch brauchbar ist."
Aufklärung dazu wird nicht betrieben. Wichtige Informationen werden zurückgehalten. Lieber werden zusammenhanglose Märchen erzählt. - Ich habe keine Lust mehr weiter zu schreiben.Das ist mir noch nie passiert.
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25.08.2010, 14:27 #11
Hallo Mapkyc,
wie ich lese, befinden uns was das Thema angeht auf der absolut identischen Wellenlänge.
Das was du hier schreibst, spiegelt fast zu 100% das, was sich bei mir nach meiner Diskussion mit und nach der Recherche über Herrn Levenberg als "persönliche Meinung" gebildet hat.
Quantität steht hier (leider) sehr weit über der Qualität. Wirklich schade.Geändert von Silky Johnson (25.08.2010 um 21:13 Uhr)
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25.08.2010, 14:41 #12
Danke sehr! - Mapkyc!
Bei meinen schmalen Erfahrungen diesbezüglich wollte ich mich
verallgemeinernd nicht so weit aus dem Fenster lehnen.
Jedoch fügt sich mein (obiges) "Aviator-Erlebnis" passgenau
in Deine Analyse.
Gruss,
BBGeändert von BBouvier (25.08.2010 um 14:43 Uhr)
Erster Vorsitzender des Vereins der verfolgten MM-Besitzer "VdvMM-B"
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25.08.2010, 19:50 #13Uhrenlaie
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Auch wenn ich bei der genannten Firma noch nicht gekauft habe (und dies wohl auch nicht tun werde), habe ich doch eine Frage:
Wie ist die "minderwertige Lagerware" in Verbindung mit der Herstellung vor 2004 zu verstehen?
In Bezug auf Poljot habe ich aus anderen Threads eigentlich folgende Erkenntnisse gewonnen:
1. Sowjetische Produktion: Sehr gute Qualität.
2. Produktion 1990/91-1996: Minderwertige Qualität
3. Produktion nach 1996: Wieder eine geregelte Produktion mit Qualitätskontrollen, wenn auch qualitativ nicht mit Produkten aus sowjetischer Produktion vergleichbar. Ich meine, jemand (Poljotnik ?) hätte mal erwähnt (sinngemäß), daß Poljot in dieser Zeit mehr ein Imageproblem (aufgrund des 1991-1996 produzierten "Schrotts") hatte, als gravierende Qualitätsprobleme. Edit: Hier der Link zu dem Beitrag, den ich erwähnt habe: Poljot Traveller - Handaufzug - 31681
Irre ich mich im letzten Punkt?
Gruß,
TickTackTyrannGeändert von TickTackTyrann (25.08.2010 um 20:06 Uhr)
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25.08.2010, 20:18 #14Uhrenmacherlehrling
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hallo TickTackTyrann,
Gerne liefere ich für meine Behauptungen Beispiele und Quelle und Begründungen. Ich schaffe es aber nicht in 5 Minuten. Ich hoffe, ich schaffe es im Laufe des Abends.
GrüßeDas ist mir noch nie passiert.
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25.08.2010, 20:25 #15
TickTackTyrann,
ich denke Markus meint, und da hat er eindeutig recht, ja eben die Einschalerprodukte die sich vor 2004 mit minderwertigen, 2. und 3 Wahl Werken eindeckten und diese werden dann zum Teil direkt als "poljot"-Produkte veräussert. Poljot hat minderwertige Werke, die sie in "offizielle" Uhren nie eingebaut hätten, nicht etwa aus dem Verkehr gezogen sondern verkauft. Zum anderen müßte man die Liste, die Du aus meinen Ausführungen anderen Orts, sehr schön zusammengefasst oben darstellst, eigentlich noch um eine Phase 4. etwa ab 2000 mit wieder abnehmender Qualität aufgrund unkontrollierter Massenproduktion und unklaren Zukunftsbedingungen für die 1. MUF ergänzen.
P.- ex oriente pulsus -
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25.08.2010, 23:05 #16Uhrenmacherlehrling
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Zitat von P. Maier GmbH - Offizieller Importeur russischer Uhrenmarken (siehe dessen Website)
(ein Wink mit dem Zaunpfahl)
Auszug:
vollständiger Text hierAusdrücklich möchten wir darauf hinweisen, daß die Markennamen AVIATOR, BURAN und STURMANSKIE geschützt sind.
Teilweise sind noch Poljotuhren mit denselben Markennamen auf dem Markt, die aus früherer Produktion von Poljot stammen. Poljot selbst hat die Produktion von Uhren Anfang 2004 eingestellt, bis auf eine Kollektion von goldenen Uhren für den russischen Markt.
Dazu stelle ich fest:
Die Firma Levenberg ist kein offizieller Händler der Marken Aviator, Buran, Sturmanskije oder Strela. Jedoch wird der Eindruck durch Levenberg erweckt. Alle Uhren dieser Marken aus dem Sortiment der Sonnenflasche stammen aus der Zeit vor 2004, dem Jahr als Volmax (der heutige legitime Rechteinhaber) die Unabhängigkeit von der 1.MUF erreichte. Levenberg darf keine Neuware von Volmax vertreiben. Die Uhren aus dessen Sortiment, die eine dieser geschützten Marken tragen, sind als "Stock" bzw. im besten Fall als "New Old Stock" (NOS) anzusehen. Die Qualitätsansprüche an das Produkt Uhr wurden von Volmax spürbar angehoben, so das man sagen kann, daß eine Strela aus der 1.MUF vor 2004 verglichen mit einer (Volmax Sturmanskije) Strela aus der Zeit danach qualitativ minderwertiger ist.
Die Abspaltung der Volmax von der 1.MUF im Jahr 2004 stellt eine Zäsur in der gesamten russischen Uhrenindustrie dar. Einhergehend ist die vollständige Übernahme der Poljot Produktion durch Maktime zu sehen, was ab 2004 geschehen ist. Die vollständige Aufgabe der Produktion durch die klassische und zuweilen korrupte Poljot im Jahr 2004 darf als belegt angesehen werden. War bei Poljot nach 1991 regelmäßig mal immer wieder der Schlendrian im Spiel, so bemühen sich die neuen Firmen um gleichmäßige und bessere Qualität. Auch ist mir nicht bekannt, daß Volmax Produkte über schwarze, also illegale, Kanäle vertickert wurden. Bei Poljot war das zweifelsfrei hin und wieder der Fall.
Strela Uhren
Volmax verfolgt eine Strategie von guter Qualität und versucht erkennbar bessere Preise für seine Produkte zu erzielen. Die Uhren werden also teurer. Der offizielle und legitime Strela Chrono von Volmax kostet ca. 600 Euro bei guter Qualität.
Ich habe gerade festgestellt, daß die Strelas bei Levenberg ab 300 Euro kosten. Vor einem halben Jahr waren es noch 250. Er schwimmt also mit in dem Fahrwasser, hohe Preise zu verlangen. Ein Hinweis auf den "Stock-Status" findet sich nicht. Im Gegenteil, es wird in der Artikelbeschreibung eine Beziehung zum "heutigen Tage" hergestellt.
Zitat aus der Levenberg Artikelbeschreibung für Strela Uhren:
Damit wird dem Kunden suggeriert, die Uhr sei "von heute". Das ist einfach nur falsch. Die Strela von heute kann man bei Levenberg gar nicht kaufen. Das wäre richtig.Die alten Modelle wurden unter den Namen Poljot, Sekonda und Strela gefertigt, dabei wurde zwischen einer qualitativ hochwertigeren Version ("Class 1") für den Export und einer Sowjetunion-Version unterschieden. Diese Unterschiede gibt es heute nicht mehr, als kleine Reminiszenz an die "alten Zeiten" werden diese Zifferblätter mit dem Prädikat "Class 1" bedruckt.
Weiteres:
Bei der Artikelbeschreibung des Chronos MIG 15 habe ich festgestellt, daß weite Teile des Textes aus Wikipedia stammen. Ein Hinweis auf die Quelle Wikipedia findet sich nicht. Damit hat Levenberg gegen die Lizenzbestimmungen der Creative Commons Lizens verstoßen. Die Aussage, die Uhr wurde dem Cockpit der MIG 15 nachempfunden finde ich an den Haaren herbeigezogen und gehört ins Reich der Märchen.
Komandierskije Chronograph
Dieses Thema können wir ganz schnell abhandeln. Eine Wostok hat immer ein Wostok Werk. Der Komandierskije Chrono ist ein Phantasieprodukt aus der dunklen Zeit. Er entspricht in keiner Weise dem russischen Selbstverständnis einer Komandierskije. Das hindert Herr Levenberg nicht daran, diese Uhr als seltene Sammleruhr zu bezeichnen und für diesen Ausschuß auch noch 200 Euro zu verlangen.
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Alle Angaben nach bestem Wissen und Gwissen, kein Anspruch auf Vollständigkeit; Ich habe keine Lust, darüber ein Buch zu schreiben.
Wer Anmerkungen hat, den bitte ich um Mitteilung hier im Thread. Ich erhebe nicht den Anspruch auf Allwissenheit und bin auch gern bereit, mich nötigenfalls korrigieren zu lassen.Das ist mir noch nie passiert.
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25.08.2010, 23:08 #17
Ich hätte da eine Anmerkung:
- ex oriente pulsus -
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25.08.2010, 23:17 #18Uhrenmacherlehrling
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Der Autor dankt.
Das ist mir noch nie passiert.
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26.08.2010, 00:08 #19Uhrenlaie
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@Poljotnik und Markus:
Erst einmal Danke für die Infos.
Klarer wird die Sache aber nicht unbedingt. Laut Poljotnik haben Einschaler sich vor 2004 bei Poljot mit Werken zweifelhafter Qualität eingedeckt und diese dann verbaut. Aber gehört nicht auch Volmax zu diesen Einschalern? Gut, jetzt wird sich Volmax bei Maktime mit Werken eindecken, aber was wurde am Beginn der Firmengeschichte verbaut?
Unabhängig davon stellt sich die Frage: Ist ein Volmax Aviator II zwangsläufig besser als ein noch von Poljot hergestellter? Wenn ja, warum? Ich habe von der Endphase von Poljot schlicht keine Ahnung, da sich über die letzten Jahre der Firma im Netz kaum Infos finden.
Nach den Fragen noch eine Anmerkung: Ich kenne die Seiten der Peter Maier GmbH recht gut...Da ich dort Volmax-Uhren, die haben wollte, nicht mehr gefunden habe, mußte ich mich anderswo umsehen. Ich bin auch fündig geworden, einmal bei einem auf der Seite der Peter Maier GmbH gelisteten Händler, einmal bei einem dort nicht gelisteten Händler. Von beiden Händlern bekam ich eine zweifelsfrei echte und neue Volmax-Uhr, merkwürdigerweise ohne die von der Peter Maier GmbH immer mitgelieferten Papiere... Ich würde also nicht kategorisch ausschließen, daß man bei Herrn Levenberg eventuell auch eine neue Volmax erwerben kann.
Und was die Strela betrifft: Hat Herr Levenberg da nicht eventuell Markenrechte erworben (und läßt vielleicht auch einschalen)?STRELA-Watch
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26.08.2010, 00:12 #20
Volmax war zu Beginn ein Tochterunternehmen von Poljot zuständig für das west-orientierte Design und den Westvertrieb.
- ex oriente pulsus -
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