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20.11.2007, 10:22 #1
Glossar über Begriffe bei mechanischen Uhren
Hier eine interessante Beschreibung von Begriffen rund um mechanische Uhren (gemopst bei zahlreichen Quellen, u.a. Maurice LaCroix oder dem WatchWiki).
!!! Wenn ihr für einen Begriff eine bessere Beschreibung oder einen weiteren Begriff habt, schickt die mir bitte per PN, ich pflege sie dann subito ein. Vielen Dank !!!
Abweichung
Differenz zwischen der von der Uhr angezeigten und der tatsächlichen Zeit. Dabei kann es sich um ein Vor- oder Nachgehen der Uhr handeln.
Analoge Zeitanzeige
Klassische Form der Zeitanzeige, meist durch zwei rotierende Zeiger im Zahlenkreis, die auf die jeweilige Stunden bzw. Minutenzahl zeigen. Je 30 Grad entsprechen 1 Stunde oder 5 Minuten. Die sogenannten Einzeigeruhren besitzen - wie der Name schon verrät - nur einen Zeiger, der die Stunden und Minuten anzeigt.
Anglierung
Das Brechen (Abschrägen und Polieren) der Kanten einer geschliffenen Fläche in einem 45-Grad-Winkel bei exakt gleichbleibender Breite, z.B. an Werkteilen oder Schraubenköpfen. Ein zur Verfeinerung von Uhrwerken angewendetes, wertsteigerndes Verfahren.
Der Sinn besteht darin die Kanten von Brücken zu verdichten um einerseits Korrosion und andererseits das Abfallen von mikroskopisch kleinen Partikeln beim Berühren (z.b. bei einer Revision) zu vermeiden. Durch das Verdichten wird das Metall glänzend.
Heutzutage findet man zwei Arten von Anglages, die beide den genannten Zweck erfüllen aber von der Qualität her unterschiedlich sind: Die maschinell gefrästen 45° Winkel und die von Hand zusätzlich nachgearbeiteten. Meistens, und das ist die traditionelle Weise, wird aus dem glatten Winkel dann eine leicht gewölbte Oberfläche und der Glanz nimmt zu.
Oft ist aber der Unterschied zwischen maschineller und manueller Terminaison nur an einem einzigen Detail sichtbar: Dem "Angle interieur" d.h. dem spitzen Innenwinkel. Dieser kann nur von Hand, mit Hilfe eines konischen Holzrades oder mit einem Brunissoir mit einer Hartholzspitze gemacht werden. Man findet es heutzutage nur noch in sehr hochgradigen Uhrwerken.
Anker
Der Anker stellt die Verbindung zwischen dem Hemmungsrad und der Unruhwelle bzw. dem Pendel dar. Er unterbricht die Drehung des Hemmungsrades und Räderwerkes und gibt durch die regelmäßige Schwingung des Pendels oder der Unruh einen Zacken des Hemmungsrades frei. Dadurch kommt es zur ruckartigen Bewegung des Hemmungsrades und Räderwerks in vorgegebenen, regelmäßigen Zeitintervallen.
Assemblage
Hierbei handelt es sich um das Zusammensetzen einer Uhr. Dies kann sowohl manuell als auch mit Hilfe von Maschinen entlang eines Montagebands geschehen.
Aufzug
Zusatzmechanismus, der externe Energie zum Spannen der Zugfeder einer mechanischen Uhr nutzt. Es gibt verschiedene Arten:
Schlüssel-Aufzug
Mechanischer Aufzug mit einem Schlüssel über das Vierkantende der Federkern- oder Schneckenwelle
Schlüsselloser Aufzug
Mechanischer Aufzug über eine Rändelkrone im Pendant der um 1844 erfunden wurde. In seiner jetzigen Form ermöglicht ein Umschaltmechanismus auch die Zeigerstellung. Zu den seltenen schlüssellosen Aufzügen von Taschenuhren gehören der Pumpaufzug, der Bügelaufzug und der Gehäuseaufzug.
Automatischer Aufzug
Eine rotierende Schwungmasse (Rotor) bewirkt den Aufzug. Albert Pellaton entwickelte ein System eines automatischen Aufzugs welches 1946 zum Patent angemeldet und 1950 vervollständigt wurde, den Pellaton-Aufzug.
Breguet-Spirale
Unruhspirale, bei der der letzte Spiralumgang doppelt knieförmig und nach oben gebogen ist. Die von Breguet 1795 erfundene und nach ihm benannte Spirale dehnt sich so nach allen Seiten gleichmäßiger aus.
Brücke
Metallteil zur Lagerhaltung von Drehteilen eines mechanischen Uhrwerks, das an zwei Seiten mit der Uhr-Platine verschraubt ist. Damit steht sie im m Gegensatz zum Kloben, der zwar die gleiche Funktion hat, jedoch nur an einer Stelle mit der Platine verbunden ist. Je nach Grösse der Brücke dienen eine oder mehrere Schrauben dazu, die Stabilität der Brücke zu sichern.
Cabochon
Halbrund geschliffener Edelstein (z.B. Saphir), welcher als Achslager und zur Verzierung eingebaut ist, um die Reibung zwischen den Teilen zu verringern.
Chronograph
Uhr mit Stoppmechanismus. Beliebte Zusatzfunktion, die es gestattet, einen zentral angeordneten Sekundenstoppzeiger unabhängig vom eigentlichen Uhrwerk zu starten, zu stoppen und wieder in seine Ausgangsposition zurückzustellen. So können Zeitintervalle gemessen werden, ohne die "normale" Zeitanzeige" zu beeinträchtigen. Chronographen können den Sekunden oftmals auch Minuten und Stunden auf eine derartige Weise festhalten.
Chronometer
Während dieser Begriff umgangssprachlich oft für hochwertige und präzise Uhren verwendet wird, darf offiziell ein Gerät nur dann als Chronometer bezeichnet werden, wenn es von einem Observatorium oder einer offiziellen Gangkontrollstelle in einem standardisierten Messverfahren getestet wurde.
So sieht eine eine Prüfung des unabhängigen Schweizer Observatoriums Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (C.O.S.C.)eine Testzeit von 15 Tagen vor, in denen der Gang des Werks in fünf verschiedenen Lagen bei drei Temperaturen bestimmt wird. Die Prüfungspositionen und -temperaturen sind:
* 2 Tage Krone links bei 23 °C
* 2 Tage Krone oben bei 23 °C
* 2 Tage Krone unten bei 23 °C
* 2 Tage Zifferblatt unten bei 23 °C
* 2 Tage Zifferblatt oben bei 23 °C
* 1 Tag Zifferblatt oben bei 8 °C
* 1 Tag Zifferblatt oben bei 23 °C
* 1 Tag Zifferblatt oben bei 38 °C
* 2 Tage Krone links bei 23 °C
Alle Prüfungen finden bei ca. 24 % Luftfeuchtigkeit statt. Nach jeweils 24 Stunden wird die Abweichung gemessen, die Werke aufgezogen und neu eingestellt. Am zehnten Tag der Prüfungen werden die Prüfungen auf gegebenenfalls vorhandene Komplikationen ausgeweitet.
Datumsanzeige
Anzeige des Datums auf analoge (Zeiger) oder digitale Art und Weise (ein mit den Daten bedruckten Ring) angezeigt. Das aktuelle Datum erscheint bei der digitalen Version in einen Ausschnitt des Ziffernblattes (wenn es sich nicht um eine skelletierte Uhr handelt, die eine andere Markierung des jeweils gültigen Tages hat). Zeiger und Ring drehen sich innerhalb von 31 Tagen einmal um ihre Achse und werden durch das Werk zu einem festen Zeitpunkt (meistens Mitternacht) um einen Tag weitergeschaltet.
Digitale Anzeige
Damit ist die Darstellung der Uhrzeit und/oder des Datums mit Hilfe von Ziffern gemeint. Siehe auch Datumsanzeige.
Drücker
Knopf (Druckschalter) am Gehäuse, mit dem eine Funktion aufgerufen wird. Typisch: Die Drücker für Start, Stopp und Zurückstellung bei Chronographen.
Ebauche (Rohwerk)
Noch nicht fein bearbeitetes Rohwerk mit Räderwerk und Aufzug, aber ohne Assortiment (Hemmung, Unruh, Unruhspirale).
Edelstahl
Populäre Legierung aus den Metallen Eisen, Nickel und Chrom unter Beifügung von Molybdän oder Wolfram. Sie ist rostfrei, extrem widerstandsfähig und amagnetisch, jedoch vergleichsweise schwer zu bearbeiten.
Einzeigeruhr
Besondere Form der analogen Zeitanzeige, bei der lediglich ein Zeiger für die Anzeige der Minuten und der Stunden zuständig ist. Bekannte Vertreter sind z.B. die Uhren von Meistersinger.
Entmagnetisiergerät
Im Uhrenzubehörhandel erhältliche Geräte (je nach Leistung und Aufbau ab 20...>1000 €), die dazu geeignet sind, mittels eines abklingenden magnetischen Wechselfelds den Restmagnetismus in Uhrwerken, Schraubendrehern u.ä. zu löschen. Im professionellen Bereich (Uhrmacher, Hersteller) gehören diese Geräte zur Grundausstattung.
Federhaus
Zylindrischer Teil, in dessen Inneren sich die Zugfeder befindet. Bei den Armbanduhren greift die Trommel mit der Verzahnung in das Aufzugsrad ein.
Finissage
Fein- oder Fertigbearbeitung einer Uhr inklusive Verzierungen.
Flyback-Funktion
Für die Fliegerei entwickelte Sonderform des Chronographen. Die legendäre "retour-en-vol"-Technik oder "fliegende Nullstellung" erlaubt dem Chronographenzeiger in die Ausgangsposition zurückzuspringen und sofort wieder weiterzumessen. Das Neustarten nach dem Nullstellen entfällt.
Frequenz
Zahl der Unruhschwingungen pro Sekunde, gemessen in Hertz (1 Hz = 1 Vollschwingung pro Sekunde = 7200 Halbschwingungen pro Stunde). Während frühere Werke eine Unruhfrequenz von 18.000 Halbschwingungen pro Stunde aufwiesen, besitzen heute die meisten mechanischen Uhrwerke eine Frequenz von 28.800 Halbschwingungen/h oder 4 Hz.
Gangdauer
Gesamte Laufzeit eines mechanischen Uhrwerks, also der Zeitraum zwischen dem vollständigen Aufzug und dem Stehenbleiben wegen völliger Entspannung der Zugfeder.
Gangreserveanzeige
Indikation der verbleibenden Gangdauer eines mechanischen Uhrwerkes auf dem Zifferblatt.
Gebläute Zeiger und Schrauben
Das Verfahren nennt sich Anlassen. Das Blau ist eine Anlaßfarbe und charakteristisch für einen Stahl und eine Temperatur von etwa 300 °C. Der Effekt wird durch wenige Atomlagen einer Oxidschicht an der Oberfläche verursacht, die mit dem Licht interferiert. Einige Uhrenhersteller verwenden alternativ dazu auch ein Verfahren, die Zeiger auf chemischer Basis zu bläuen. Wobei das Anlassen durch Hitze das hochwertigere Verfahren darstellt.
Gehäuse
Schützende Hülle einer Uhr. Gehäuse gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und Materialien. Ausserdem existiert eine Vielzahl verschiedener Gehäuseformen (rund, quadratisch, oval, rechteckig, tonneau- oder kissenförmig).
Genfer Streifen
Elegante rippenförmige Dekoration, die auf den Platinen, Brücken und Kloben (Teile des Werkes) exklusiver Uhrwerke aufgebracht wird. Der Genfer Streifenschliff kann sowohl kreisförmig als auch in gerader Ausführung angebracht werden.
Glucydur
Oft für den Unruhreif verwendete Legierung aus Kupfer und Beryllium. Das sehr harte Metall mit einer Härte von 400 Brinell ist unmagnetisch, korrosionsbeständig und lässt sich hervorragend regulieren und verarbeiten.
GMT (Greenwich Mean Time)
Die Abkürzung steht für die mittlere Zeit des Nullmeridians, der durch das Observatorium von Greenwich verläuft.
Guillochieren
Der Begriff "Guillochierung" stammt aus dem Französischen und steht für das Anbringen von gleichmäßigen Mustern und Ornamenten aus geraden oder gekrümmten Linien auf vorwiegend metallischen Oberflächen (z.B. Taschenuhrengehäusen). Das Guillochieren ist ein dem Gravieren ähnliches Verfahren, welches von Hand oder Maschine ausgeführt werden kann. Neben einer durch den Glanz des Schnittes erreichten Verbesserung der Finissage bewirkt das Guillochieren außerdem eine Minderung des Abriebs oder Anlaufens bei Berührung.
Handaufzugswerk
Mechanisches Werk, dessen Zugfeder mit Hilfe der Krone in der Regel täglich von Hand gespannt werden muss.
Hardlex
Handelsname für ein veredeltes Mineralglas. Es handelt sich hierbei um ein speziell gehärtetes Mineralglas (Barium/Silikon). Vorteile: Billigerer Ersatz, Bruchsicherheit und Schutz des Zifferblatts vor Ausbleichen.
Helium-Ventil
Wichtig bei professionellen Taucheruhren. In Tauchglocken und Tauchstationen wird die Luft mit Helium angereichert. Das Helium dringt durch die Dichtungen in Uhren ein und bewirkt dort einen Überdruck. Das Helium-Ventil (Gas-Überdruck-Ventil) sorgt für den Ausgleich.
Hemmung
Mechanismus, der einerseits die Energie der Zugfeder in kleinen Stössen an die Unruh weiter leitet, um deren Schwingungen aufrecht zu halten, andererseits das ungebremste Ablaufen des Uhrwerks verhindert. Dabei lässt die Hemmung das Räderwerk im Takt der Unruh vorwärts schreiten. Seit über zwei Jahrhunderten ist bei tragbaren mechanischen Uhren die Ankerhemmung, die aus Anker und Ankerrad besteht, verbreitet und bewährt.
Hertz
Die Frequenz eines periodischen Vorgangs, dessen Dauer eine Sekunde beträgt.
Indikation
Anzeige, also zum Beispiel Zeit, Datum, Gangreserve etc.
Indizes
Diese bestehen aus stilisierten Elementen, Zahlen (arabische oder römische) oder Edelsteinen und markieren die Stunden und Minuten auf dem Zifferblatt.
Jahreskalender
Kalendarium, das die unterschiedlichen Monatslängen vom 1. März bis zum 29. Februar berücksichtigt. In normalen Februarmonaten mit 28 Tagen muss die Anzeige manuell auf den 1. März weitergeschaltet werden.
Jewels
Internationale Bezeichnung für die Steine in einem Uhrwerk -> siehe Steine.
Kaliber
Dimension und Gestalt eines Uhrwerks und seiner Teile. Die Kaliberbezeichnung ermöglicht eine exakte Identifikation verschiedener Werktypen der Hersteller, z.B. im Service oder zum Zweck der Ersatzteilbestellung.
Karat
Massangabe für Masse. Der Begriff wird auf verschiedene Weisen gebraucht. Bei Uhren wird damit z.B. der Goldgehalts einer Legierung angegeben. Die Skala des Feingehalts bewegt sich von 1 bis 24. Feingold, fast 100% reines Gold, besitzt somit 24 Karat. Ein Gehäuse aus 18-karätigem Gold besteht zu 3/4 aus Feingold. Der jeweilige Feingehalt wird in Form eines Stempels (Punze) vermerkt.
Kleine Sekunde
Sekundenzeiger, der ausserhalb des Zifferblatt-Zentrums angebracht ist.
Kloben
Dieses Teil des mechanischen Uhrwerks dient der Lagerung der Unruh.
Komplikation
Zusatzmechanismus bei mechanischen Armbanduhren, wie z.B. ein Chronograph, ein Kalender, eine Mondphasenanzeige oder auch ein Weckmechanismus.
Krone
Drehknopf zum Aufziehen und Stellen der Zeiger und Komplikationen bei mechanischen Uhren.
Lagen
Wie liegt eine Uhr? Taschenuhren meist nur senkrecht in der Tasche. Armbanduhren den Tag hindurch in Zahllosen Positionen. Das muß für die Ganggenauigkeit berücksichtigt werden. Uhren werden oft in zwei – Präzisionsuhren meist in fünf – verschiedenen Lagen getestet und reguliert. Bei Chronometern in jeder Lage mehrere Tage lang.
Leuchtmasse
Chemische Substanz, die Licht aufnehmen und bei Dunkelheit wieder abgeben kann. Damit werden oft Zifferblätter und Zeiger versehen, damit man die Uhrzeit auch nachts erkennen kann. Leuchtmassen waren früher radioaktiv – heute werden nachtleuchtende chemische Verbindungen verwendet, die nicht mehr radioaktiv sind.
Linie
Überlieferte Masseinheit, vom "Pied du Roi", dem französischen Fuss, abgeleitet. Eine Linie (''') entspricht 2,2558 mm und wird zur Angabe der Werkgrösse verwendet.
Lumineszenz
Eigenschaft von Ziffernblättern, Zeigern und anderen Teilen der Uhr, die ein leichtes Ablesen auch im Dunkeln oder bei schlechten Lichtverhältnissen ermöglicht. Man verwendet dazu Substanzen wie Radium und Tritium. Ersteres kommt jedoch seit vielen Jahren wegen seiner starken Radioaktivität nicht mehr zum Einsatz.
Lünette
Bezeichnete ursprünglich den Glasreif eines Uhrgehäuses. Oftmals werden auch Zier- und Drehringe als Lünetten bezeichnet.
Magnetismus
Durch ein Magnetfeld hervorgerufene Kraft, die zwischen magnetischen Objekten anziehend oder abstoßend wirkt bzw. auf magnetisierbare Objekte anziehend wirkt.
Bei mechanischen Uhren können Magnetfelder erhebliche (negative) Auswirkungen auf die Ganggenauigkeit haben. Diesem Effekt wird konstruktiv durch nichtmagnetische Bauteile, besonders Glucydurunruh (CuBe-Legierung) und Nivarox / Anachron Spirale begenet, kann jedoch nicht zu 100% eliminiert werden. Einen anderen/zusätzlichen Weg gehen Hersteller, indem die Kaliber mit einen zusätzlichen Innengehäuse aus magnetisch "weichem" Material, i.d.R. Reineisen ummantelt werden.
Mattieren
Bearbeitungstechnik von Metallen, die vor allem bei Zifferblättern angewendet wird, um eine nicht-reflektierende Oberfläche zu erzielen.
Mechanische Uhren
Von einer Feder oder einem Gewicht angetriebene Uhr mit Unruh oder Pendel als Gang regelndes Organ.
MEZ (Mitteleuropäische Zeit)
Die für zahlreiche europäische Länder geltende Zeitzone. Die MEZ liegt eine Stunde vor (+1) der GMT.
Mineralglas
Auch gehärtetes Kristallglas genannt, die chemische Bezeichnung lautet Siliziumoxid SiO2. In der Regel handelt es sich um normales Flachglas, wie es auch z. B. für Fensterscheiben verwendet wird. Es hat unbehandelt eine Härte von etwa 400 Vickers und ist somit etwa 20mal härter als Kunststoff.
Gehärtetes Mineralglas wird durch spezielle Verfahren bei der Herstellung (z. B. durch spezielles Erhitzen oder durch Bedampfen) an seiner Oberfläche widerstandsfähiger gemacht. Es hat hierdurch eine Härte von etwa 900 Vickers. Saphirglas hat hingegen eine Härte von etwa 2000 Vickers, ist jedoch auch weitaus teurer.
Minutenrepetition
Ausgeklügelter Mechanismus, der eine akustische Anzeige der Uhrzeit durch Betätigen eines Auslösers ermöglicht. Durch Betätigen eines Schiebers oder Druckknopf am Gehäuse schlägt die Uhr die Stunden und Minuten.
Mondphasenanzeige
Indikation zum Ablesen der Anzahl von Tagen, die seit dem letzten Neumond vergangen sind. Die heute vielfach üblichen Anzeigen bestehen aus einer Scheibe mit 59 Zähnen, deren Oberfläche zwei sich gegenüberliegende Vollmonde trägt. Diese dreht sich im Laufe von 59 Tagen zwei Mal um ihre Achse. Die jeweils aktuelle Lichtphase ist durch einen halbkreisförmigen Zifferblattausschnitt ablesbar.
NOS
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Perlage
Verzierung auf Platinen, Brücken, Kloben und Gehäuseteilen in spezieller runder Wolkenform.
Platine
In der Uhrmachersprache die Bezeichnung für die metallische Werkplatte, welche die Brücken, Kloben sowie sonstigen Bestandteile eines Uhrwerks trägt.
Pulsometer-Skala
Skalierung auf Zifferblatt oder Lünette, nicht nur bei Chronographen. Sie dient der Feststellung der Pulsfrequenz. Eine Skalierung "Based 15 Pulsations" bedeutet: Passiert der Sekundenzeiger die "Start"-Markierung zählt man 15 Pulsschläge. Der Sekundenzeiger zeigt dann die tatsächliche Pulsfrequenz.
Quarz, Quarz-Werk
Regulierorgan der elektronischen Uhren – besteht aus Siliziumoxid.
Elektrisches Uhrwerk, bei dem ein schwingender Quarz die Ganggenauigkeit steuert. Den Strom hiezu liefert meist eine Batterie oder ein System von Photozellen, die Licht in elektrischen Strom umsetzen.
Räderwerk
Es leitet die Energie vom Federhaus über Zahnräder und Triebe an das Schwing- und Hemmungssystem weiter.
Rattrapante
Eine Sonderbauform des Chronographen, auch Schleppzeiger genannt. Hierbei kann ein mitlaufender Sekundenzeiger auf Knopfdruck angehalten werden, um eine Zwischenzeit zu nehmen. Nach dem Loslassen des Knopfes schnellt der Schleppzeiger wieder zur Normalanzeige zurück und kann dann erneut eine Zwischenzeit anzeigen.
Referenz
Bezeichnung für ein bestimmtes Modell.
Reglage
Auch Adjustment, Feinregulierung, Feinstellung. In der Schweizer Uhrenindustrie wurde dieses Wort auch für den Arbeitsgang des Setzens und Ausrichtens der Hemmung verwendet.
Regulierung
Die Summe aller Vorgänge für eine höchstmögliche Präzision bei Uhren.
Retrograde Anzeige
Zeiger, der sich zur Indikation beispielsweise des Datums über ein Kreissegment bewegt und - am Ende der Ziffernskala angekommen - augenblicklich in seine Ausgangsposition zurückspringt.
Rhodinieren
Galvanische Veredlung z.B. der Werksoberfläche, um diese vor Anlaufen zu schützen und ihr einen strahlenden Glanz zu verleihen. Ausserdem bringt die Rhodinierung eine höhere Oberflächenhärte mit sich.
Rotor
Halbmondförmige, unbegrenzt drehende Schwungmasse bei Uhren mit automatischem Aufzug, die auf der Rückseite des Werks sitzt. Der Rotor nutzt die Armbewegungen des Trägers, um die Zugfeder zu spannen.
Rubin
Lager aus synthetischen Rubinen (bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts aus natürlichen Rubinen), die bei Uhrwerken eingesetzt werden, um die Reibung und Abnützung zu verringern und Öle sowie andere Schmiermittel für die drehenden Teile besser zu konservieren.
Saphirglas
Glas aus synthetischem Saphir. Bei einer Härte von 9 Mohs ist es extrem kratz- und zudem bruchfest. Es kann nur mit speziellen Diamantwerkzeugen bearbeitet werden.
Säulenrad
Dreidimensionales, nur durch kostenintensives Fräsen herstellbares Schaltrad mit rechtwinklig zur Ebene stehenden Säulen bei hochwertigen Chronographen. Das traditionelle Säulenrad übernimmt die Steuerung der Chronographenfunktionen "Start", "Stopp" und "Nullstellung".
Schwanenhals-Feinregulierung
Sehr feines System im Uhrwerk, das kleineste Korrekturen bei der Gangregulierung ermöglicht. Die dazu nötige Feder hat die Form eines geschwungenen Schwanenhalses.
Schwingung
Bewegung der Unruh zwischen den beiden Umkehrpunkten und zurück zum Ausgangspunkt. Die Schwingung besteht aus zwei Halbschwingungen.
Schwungmasse
Metallisches Element in Form eines Halbmondes, das die Uhr automatisch aufzieht (die Schwungmasse unterscheidet sich vom Rotor dadurch, daß sie keine kompletten Drehungen vollführt).
Sekundenstopp
Mechanismus zum Anhalten des Sekundenzeigers. Auf diese Weise lässt sich die Uhrzeit sekundengenau einstellen.
Skelett-Werk
Uhr, bei der viele Teile des Werkes durch feinste (Hand)Arbeit so auf den geringsten Raum reduziert werden, daß man buchstäblich durch das Werk hindurchsehen kann.
Steine
Bei Präzisionsuhren werden zur Verminderung der Reibung in den wichtigsten Lagern, an den Ankerpaletten und der Ellipse Steine eingesetzt. Während in früheren Zeiten natürliche Edelsteine (z.B. Rubine oder Saphire) verwendet wurden, findet man in modernen Uhren ausschliesslich synthetisch hergestellte Steine. Bei komplizierten Uhren erhöht sich die Zahl der erforderlichen Steine. Ihre Anzahl wird auf dem Werk in Englisch mit "Jewels" angegeben.
Stosssicherung
System zum Schutz der feinen, bruchempfindlichen Zapfen der Unruhwelle.
Tachymeter-Skala
Skalierung bei Chronographen auf Zifferblatt oder Lünette. Sie dient zum unmittelbaren Ablesen von Durchschnittsgeschwindigkeiten in Kilometern pro Stunde. Der Messvorgang beginnt an Punkt 1 und endet an Punkt 2. Liegen Punkt 1 und 2 exakt einen Kilometer auseinander, so lässt sich nach Stoppen des Messvorganges an der Tachymeter-Skala die Geschwindigkeit in km/h ablesen.
Tegimentierung
Begriff der Fa. Sinn zur Oberflächenhärtung ihrer Uhrengehäuse. Auch Kolsterisierung genannt. Eine milde Wärmebehandlung bei 300 °C mit einer Art Aufkohlen der Oberfläche. Funktioniert gerade bei den üblichen Verdächtigen (316L: 1.4404 / 1.4435) gut: Bis zu 1400 HV (Härte Vickers). Laut Fa. Sinn bei den U-Boot-Stählen sogar noch besser (1700 HV).
Telemeter-Skala
Skalierung bei Chronographen auf Zifferblatt oder Lünette. Anhand des Zeitunterscheides zwischen einem optischen und einem akustischen Signal kann die Entfernung zur Signalquelle ermittelt werden. Beispiel: Start des Messvorganges bei Sichten eines Blitzes, stoppen bei Hören des Donners. An der Telemeterskala kann nun die ungefähre Entfernung abgelesen werden. Ursprünglich militärische Nutzung (Sehen des Mündungsfeuers einer Kanone <-> Hören des Donners = Entfernung zum Gegner)
Tourbillon
Französisch für "Wirbelwind". Eine Uhr, die mit einem filigranen Drehgestell ausgestattet ist, in dessen Mitte die Unruh und seitlich die Hemmung lagern. Dieser Käfig sitzt auf der Sekundenradwelle. Wenn sich also das Sekundentrieb mit dem Drehgestell einmal pro Minute dreht, dreht sich ebenfalls der Käfig einmal um seine Achse. Dadurch werden Schwerpunktfehler im Schwingsystem einer mechanischen Uhr kompensiert, da die Schwankungen der Schwerkraft ausgeglichen werden. Dies gilt allerdings nur in hängenden Lagen. Das Tourbillon gilt als besonders aufwendige und wertsteigernde Komplikation bei einer mechanischen Uhr.
Erfunden hat Breguet das Tourbillon bereits 1795. Am 23. Dezember 1800 schrieb er einen Brief an den französischen Innenminister mit der Bitte um ein Patent. Am 26. Juni 1801 erhielt er die Berechtigung, dass nur er für die nächsten 10 Jahre Tourbillons fertigen durfte.
Unruh
Kreisrunder Metallreif, der gemeinsam mit der Unruhspirale das "Herz" einer mechanischen Uhr verkörpert. Durch die Schwingung der Unruhspirale wird die Zeit in gleichförmige Intervalle unterteilt, die an die Hemmung mit Hilfe des Räderwerk weitergegeben werden.
Unruhspirale
Spiralförmig aufgewickeltes Metallband aus unterschiedlichen Materialien, das an Unruhwelle und -kloben befestigt ist. Durch seine Elastizität sorgt es dafür, dass die Unruh gleichmässig hin und her schwingt. Eine Verlängerung der Unruhspirale bewirkt ein Nach-, die Verkürzung ein Vorgehen des Uhrwerks.
Vollkalendarium
Komplettes Kalendarium mit Anzeige von Tag, Datum und Monat. In Monaten mit weniger als 31 Tagen ist bei einfachen Vollkalendarien eine manuelle Korrektur erforderlich.
Weltzeitindikation
1883 wurde zuerst von Kanada und den USA ein Weltzeitsystem eingeführt, das die Erde in 24 Zeitzonen unterteilt. Ausgehend vom Greenwicher Nullmeridian (Greenwich Mean Time - GMT), verschiebt sich die Zeit nach jeweils 15 Längengraden um eine volle Stunde. Uhren mit Weltzeitindikation zeigen zwei oder mehrere Zonenzeiten auf einem Zifferblatt an. Zu diesem Zweck sind entweder mehrere Uhrwerke in einem Gehäuse untergebracht oder ein Zusatzmechanismus ermöglicht die Darstellung mehrerer Zonenzeiten.
Zeiger
Längliche Elemente unterschiedlicher Form, die eine optische Wiedergabe der analogen Anzeige ermöglichen.
Zifferblatt
Teil der Uhr, auf dem sich die Indizes für Stunden, Minuten, Sekunden und anderen Anzeigen, wie Mondphasen, Kalendarium und Gangreserve, befindet.
Zugfeder
Elastisches Teil, das aus einem Blatt aus Stahl oder einer Speziallegierung besteht und in Form einer Archimedischen Spirale im Federhaus aufgewickelt ist. Die Zugfeder gibt die während des Aufziehens gespeicherte Energie ab und bewegt so das Räderwerk der Uhr.Geändert von Verändert (26.09.2010 um 15:50 Uhr) Grund: Eisen statt Stahl
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19.01.2008, 18:23 #2Uhrenlaie
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Toll gemacht, das ist sicher hilfreich für viele!
Ich erlaube mir bzgl. Anglage etwas ausführlicher hinzuzufügen:
Der Sinn besteht darin die Kanten von Brücken zu verdichten um einerseits Korrosion und andererseits das Abfallen von mikroskopisch kleinen Partikeln beim Berühren (z.b. bei einer Revision) zu vermeiden. Durch das Verdichten wird das Metall glänzend.
Heutzutage findet man zwei Arten von Anglages, die beide den genannten Zweck erfüllen aber von der Qualität her unterschiedlich sind: Die maschinell gefrästen 45° Winkel und die von Hand zusätzlich nachgearbeiteten. Meistens, und das ist die traditionelle Weise, wird aus dem glatten Winkel dann eine leicht gewölbte Oberfläche und der Glanz nimmt zu.
Oft ist aber der Unterschied zwischen maschineller und manueller Terminaison nur an einem einzigen Detail sichtbar: Dem "Angle interieur" d.h. dem spitzen Innenwinkel. Dieser kann nur von Hand, mit Hilfe eines konischen Holzrades oder mit einem Brunissoir mit einer Hartholzspitze gemacht werden. Man findet es heutzutage nur noch in sehr hochgradigen Uhrwerken.
--Hoffentlich helfen diese Erläuterungen!
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19.01.2008, 18:48 #3Uhrenlaie
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- 11.01.2008
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- 2
Gebläute Zeiger
Anmerkung: Das Verfahren nennt sich Anlassen. Das Blau ist eine Anlaßfarbe und charakteristisch für einen Stahl und eine Temperatur von etwa 300 °C. Der Effekt wird durch wenige Atomlagen einer Oxidschicht an der Oberfläche verursacht, die mit dem Licht interferiert.
Gruß
Frank
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16.03.2008, 21:25 #4
@caffrey
Danke für deine Fleißarbeit!
Bei folgender Erläuterung hast du leider das Wörtchen "nicht" zu viel geschrieben:
Gruß, WolfgangChronograph
Uhr mit Stoppmechanismus. Beliebte Zusatzfunktion, die es gestattet, einen zentral angeordneten Sekundenstoppzeiger unabhängig vom eigentlichen Uhrwerk zu starten, zu stoppen und wieder in seine Ausgangsposition zurückzustellen. So können Zeitintervalle gemessen werden, ohne die "normale" Zeitanzeige" nicht zu beeinträchtigen.Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
Albert Einstein
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17.03.2008, 08:11 #5
Hallo Hawkeye, Watchmeister und wanfried,
vielen Dank für eure Anmerkungen! Ich habe die Änderungen gepflegt.
CaffIf it compiles, ship it.
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17.03.2008, 08:45 #6Dann muss man da aber auch dazuschreiben:
Zitat von Hawkeye
Einige Uhrenhersteller verwenden alternativ dazu auch ein Verfahren, die Zeiger auf chemischer Basis zu bläuen. Wobei das Anlassen durch Hitze das hochwertigere Verfahren darstellt.Mecaline
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17.04.2008, 13:15 #7
Könnte mal jemand hier in der Liste erklären, was eine Schnellschaltung ist?
Danke
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17.04.2008, 13:49 #8Hallo
Zitat von jocolo
Die Schnellschaltung ist eine Funktion zur Einstellung des Kalenders.
Damit du die Zeiger der Uhr nicht immer 24Std. drehen musst, gibt es Modell- bzw. Markenabhängig verschiedene Variationen der Schnellschaltung.
Bei vor allem älteren mechanischen Uhren (ca.50er-60er Jahre) kannst du den Kalender schneller verstellen, indem du die Zeiger nach dem Umspringen des Kalenders (24Uhr) wieder bis ca 8 Uhr zurückdrehst. Dann wieder bis zum Umspringen des Kalenders usw.
Bei der modernen Technik kannst du die Krone in 2 Stufen rausziehen.
Bei der ersten Stufe kannst du den Kalender einstellen, bei der zweiten Stufe die Uhrzeit.
Ich hoffe, ich habe es verständlich erklären können.
Gruß
Jürgen
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17.04.2008, 14:07 #9
Danke schön. Zur Sicherheit: d.h. durch den Zug an der Krone wird der Datumssprung ausgelöst, richtig?
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17.04.2008, 14:08 #10Gesperrt
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nein, durch Drehen der Krone in der Position 1, sprich einmal herausgezogen.
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17.04.2008, 14:12 #11
Danke, jetzt habe ich es verstanden, dachte die Funktion in dieser Form sei meist Standard, wieder was gelernt
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22.04.2008, 21:23 #12...genauer gesagt heißt das die Datumschnellschaltung...
Zitat von jocolo
(meist Standard bei Qaurtzuhren mit Datum...
...aber nicht "immer" bei den mechanische Uhren)
Datumsanzeigen und die Funktionen:
http://www.watchtime.ch/contents/watches/lessons/daydate.html
Übrigends: Danke für die tolle Liste!!!
(wenns kopieren aus dem Internet und ins Forum stellen keine Probleme gibt, super "Ich dachte das darf man nur mit genauer Quellenangabe")
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20.06.2008, 20:30 #13
Re: Glossar über Begriffe bei mechanischen Uhren
Was ist und welche Funktion hat "Discu-Safe (Pat. DB.Pat)"??
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26.06.2008, 09:08 #14Uhrenlaie
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- 24.06.2008
- Ort
- Aalen
- Beiträge
- 48
Hallo Watchmeister,
Deine Ergänzung zum Thema "Anglage":
Ein erstaunlicher Beitrag als sog. "Uhrenlaie" :wink:
Gruss ThomasProud member of the ODOC (Orient Deep Owners Club)
Ich hab ne Uhr, also bin ich....
http://www.yugop.com/Ver3/stuff/03/fla.html
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08.07.2008, 08:20 #15
Bitte seid so freundlich und postet hier nur weitere Begriffe und Begriffserläuterungen, damit der Trööt nicht künstlich aufgebläht wird.
Danke!!!
Darum möchte ich in der Tat auch gebeten haben. carpediem.Geändert von carpediem (25.09.2008 um 20:32 Uhr)
If it compiles, ship it.
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13.11.2008, 00:21 #16
Punzen und punzieren
Hallo Caffrey,
nimm Dich doch bitte mal dieser beiden Begriffe an.
Ich kann hier nur grob zu schreiben....
Punzen: Stempel auf Edelmetallen zur Angabe von Reinheit und ggf. Hersteller (z.B. Goldpunze 18K=750er Gold)
punzieren: prägen; mit Punze (Werkzeug) Muster, Motive, Bilder ins Werkstück schlagen
Ich hoffe, Du kannst es besser beschreiben.Gruß Matu
Die Jugend wäre eine schönere Zeit, wenn sie erst später im Leben käme.
Charlie Chaplin
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24.11.2008, 19:34 #17
ich würde Glucydur überarbeiten:
Glucydur ist eine Legierung aus Kupfer und 2-3% Beryllium. Diese Legierung hat besonders gute mechanische Eigenschaften. Sie ist nicht magnetisch und nicht oxidierend und hat bei normalen Temperaturen nur eine sehr geringe Ausdehnung. Daher wird sie bevorzugt bei monometallischen Unruhen in Uhrwerken verwendet.
Das Wort setzt sich aus dem französischen Wörtern Glucinium und dur (franz. = hart) zusammen.
das mit den "das sehr harte Metall aus 400 Brinell" ist nämlich Unsinn!
Brinell ist eine Einheit der Härteprüfung, und wird wohl eher bei weichen Metallen und Holz eingesetzt, für Glucydur dürfte eher Rockwell oder Vickers als Härteangabe gelten, aber das ist irgendwie wurscht. Fakt jedoch ist, Glucydur kann nicht aus 400 Brinell bestehen, Glucydur kann höchstens eine Härte von 400 Brinell oder 420 Vickers haben, aber nicht daraus bestehen.
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24.11.2008, 21:33 #18
Echt tolle Sammlung.
Kleine Korektur für die
Tachymeter-Skala:
damit läßt sich eigentlich alles ermitteln.
Mit dem Sekundenzeiger auf 12 beginnend macht man EINES, man fährt einen Kilometer, eine Meile, ißt ein Brötchen, etc.
Beim erreichen von EINEM kann man analog dazu auf der Tachymeterskala ablesen, wieviele man pro Stunde schafft. Man findet diese Skala auch schon mal mit der Angabe "Units per hour".Danke fürs Zuhören,
Andreas
Earlybird of the O.S.O.C.
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03.03.2009, 21:25 #19Uhrenlaie
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Was bedeutet Rehaut genau ?
Ist das der Ring mit Zusatzinformationen zwischen Glas und Zifferblatt ?
Super Thread, Bilder wären gut, z.B. von nem Werk mit strichen hin und Nummern dran.
Sowas wär für Gehäuse und Bänder auch interessant find ich. Da gibts ja vllt. nicht nur den Bandanstoss, Krone, Drücker, Lünette usw.
Wie heißt das nackte Gehäuse (der Body quasi)?
Schönen Abend
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03.03.2009, 21:27 #20
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