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13.12.2009, 09:20 #1
Eigenbau. Eigenbau? Eigenbau!
Liebe Freundinnen und Kollegen vom Forum.
Immer wieder treffe ich hier im Forum auf Beiträge im Zusammenhng mit Uhren im "Eigenbau". Was ist das, wie ist das, wieviel ist das...und überhaupt?
Auf welchem Niveau spielt sich das ab?
Ich frage aus TResultatgeschädigtheit:
Ich bin da so in einem Club (und selbstverständlich auch im entprecheneden Forum) da geht es nicht um Uhren sondern um spezielle Autos. Und dort gibt es auch Eigenbau-Menschen... und ich bin bei Ausfahrten und im Forum die diesbezügliche Lachnummer, weil meine Werkeugkiste aus eeinem Schweizer Offiziersmesser besteht: Ich kann Tanken, Oel kontrolliren und .....Reifen pumpen)
Wie viel Eigenbau ist denn bei den uhren...Eigenbau?
Ach ich will doch nicht drumherumreden...
könnte ich das eventuell auch?
e
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13.12.2009, 09:31 #2vaddarheinGast
Also, hier redet der Blinde über Farben, denn ich habe auch noch keinen Eigenbau gemacht, hadere aber auch mit dem Thema.
Ich werde zunächst mal einen Geschicklickeits-und-Geduld-Eignungstest machen, nennt sich Uhrmacherseminar(e) und finde(n)t im Januar statt.
Erst mal ein Seminar Handaufzugsuhr (1 Tag) und wenn das nicht in einem Fiasko endet mache ich dann auch noch ein Seminar für eine Automatikuhr (2 Tage, ETA 2824)
Sollten beide Seminare erfolgreich gewesen sein, werde ich mir überlegen mir etwas gutes Werkzeug zuzulegen und dann werde ich mir vielleicht mal ein paar Einzelteile kaufen (Band, Gehäuse, Glas, Zifferblatt, Zeiger und Werk und was man sonst noch so braucht) und versuchen diese zu einer Uhr zusammen zu setzen. Kriegen tut man das Zeugs alles bei ebay.
Ich habe in meiner Nähe auch noch einen guten Uhrmachermeister mit viel Verständnis, der ist dann mein Backup für die ersten Versuche
Vielleicht hilft dir das weiter.
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13.12.2009, 09:38 #3
Ein Thema welches mich auch interessiert.
Die Uhr schlägt. Alle. (Stanislav Jerzy Lec)
Mitglied im C.L.G.U. (Club Liebhaber großer Uhren)
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13.12.2009, 09:46 #4
Also ich bin leider auch absolut unbefleckt in dieser Hinsicht.
Ich glaube aber, dass das jeder kann, der ein wenig handwerkliches Geschick hat. Woran es bei mir mangelt ist die Zeit. Ich denke, man muss schon viel Zeit investieren, lesen, evtl. Seminare besuchen und selbstredend auch für die folgende Arbeit gehörige Zeit einplanen. Da ich das nicht hinbekomme, ist das Thema für mich nicht aktuell, obwohl es mir auch gehörig in den Fingern juckt.
Ich würde jedenfalls als ersten Schritt mal Literatur über Uhrentechnik und Uhrenhandwerk kaufen.
Gruß
ULI
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13.12.2009, 09:48 #5
Hallo
Als jemand der sich seine erste Uhr als "Eigenbau" zusammen geschraubt hat,
kann ich es ungefähr beschreiben.
Klar, Eigenbau ist schon etwas übertrieben, kann man eher als das beschreiben was auch die Großen Uhrenhersteller machen, nämlich "Einschalen"
Habe damals bekommen: Werk, Gehäuse, Zifferblatt, Zeigersatz, Aufzugswelle, Krone und Schrauben.
Der Eigenbau war dann Zifferblatt auf dem Werk montieren, Zeiger setzen, Werk in Gehäuse einbauen, Aufzugswelle einsetzen, länge anpassen und Krone montieren. Dann eben noch das Band dran und Fertig war der Eigenbau.
Wenn man viel Geschick hat könnte man natürlich auch das Werk zerlegen und evtl. nacharbeiten und veredeln. Denke aber das dazu etwas mehr als Grundkentnisse gehören....wäre ja schon fast Manufaktur.
Jedenfalls macht es Spaß zu sehen, dass aus ein paar Teilen eine Uhr entsteht, auch wenn nur Zusammen gebaut.
Grüße
bastelfixMitglied im Club Liebhaber grosser Uhren (C.L.G.U.)
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13.12.2009, 10:46 #6
Bei dem Thema wird es wohl immer wieder verschiedene Meinungen geben. Ich würde aber es als "Eigenbau" bezeichnen, wenn aus Teilen, die vorher keine funktionsfähige Uhr waren, eine funktionsfähige Uhr zusammengesetzt wird.
Das untere Niveau ist das zusammensetzen gekaufter Einzelteile. Das obere Ende ist die Konstruktion und Fertigung aller Einzelteile mit anschließener Endmontage. Dazwischen gibt es dann viele Stufen.
Man sollte wenigstens ehrlich zugeben auf welchem Niveau sich der eigene "Eigenbau" bewegt.
Versuch macht klug. Kauf dir auf dem Flohmarkt eine billige Taschenuhr -oder wenn Du besonders wagemutig bist - auch eine mehr oder minder kleine Armbanduhr. Zerlege sie und baue sie wieder zusammen. Gelingt es, so ist die Antwort "Ja". Gelingt es nicht so lautet die Antwort "Noch nicht".Wenn es nicht kaputt ist, bietet es nicht genug Möglichkeiten.
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13.12.2009, 11:22 #7
Uhrenbau, definitiv ein sehr interessantes Thema für mich.
Die Antworten hier klingen ja schon mal spannend.
Wo gibt es denn solche Seminare, die hier angesprochen wurden und was für Werkzeug benötigt man?
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13.12.2009, 11:43 #8vaddarheinGast
Uhrenseminare:
UHRENSEMINAR SCHAUMBURG & CCM BRAUN UHRENSEMINARE AB 199 ¬ - Die europaweit einzigartige Auswahl an Uhrenseminaren wird Sie begeistern.
Uhrenseminare bei Lottermann & Shne
http://uhrenschrauber.de/uhrmacherseminar.htm
Uhrenseminar: Flüthe Uhren-Schmuck-Edelsteine, Uhrenseminare, Werkveredelung
Werkzeug: Was man genau braucht weiss ich (noch) nicht, aber kauf bloss nix minderwetiges, das macht dir nur das Werkstück kaputt.
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13.12.2009, 12:03 #9
Wenn ich es zeitlich mal gebacken bekommen möchte ich gerne bei Genesis in Hamburg ein Seminar machen
Uhrmacher Hamburg GENESIS - Seminare
VG Thomas
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13.12.2009, 12:17 #10
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13.12.2009, 12:30 #11
Ich habe zwar auch schon ein oder zwei "Eigenbau"-Kreationen vorgestellt, aber dabei handelt es sich wie bastelfix es so schön beschreibt nur ums Einschalen.
Ich werde das in Zukunft auch nur noch so betiteln.
Ich habe zwar auch schon ein ZB lackiertaber es bleibt nur beim einschalen, da ich ja eigentlich keine Teile der Uhr selbst herstelle.
Schönen Gruß
Patterdale
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13.12.2009, 13:39 #12Uhrenliebhaber
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- 11.07.2008
- Beiträge
- 476
Eigenbau...
Ganz anderes Gebiet, aber irgendwie in der Sache doch verwandt:
Vor einigen Wochen stolperte ich in einer Buchhandlung über einen Bausatz für ein Radio. 9,90 EUR. Alles dabei: Gehäuse, Lautsprecher, Schalter und Kabel, Kondensatoren und Platine.
Nur ich, ich hab keine Ahnung gehabt, wie man vernünftig Elektrozeugs lötet.
Also hab ich mich schlau gemacht. Eine kleine Lötstation gekauft, Lötzinn dazu und dann mit dem Verzinnen von Kabeln begonnen. Und inzwischen, ich habe schon 5 Widerstände eingelötet, geht es richtig gut! Die Lötstellen werden immer sauberer und nun stehe ich vor dem Problem, dass ich ein Bauteil verwechselt habe und es wieder auslöten muss. Man wächst mit seinen Aufgaben. Das vorhandene Werkzeug muss mitwachsen.
Natürlich macht es wirtschaftlich keinen Sinn, ein 9,90 EUR Radio zusammenzubauen, wenn man erst 40,- EUR für Werkzeug ausgibt. Aber es macht Spaß und ich lerne dabei viel.
Gleiches gilt für viele andere Bereiche des Lebens. Ich habe bei meinem Motorrad beispielsweise selber mal die Kupplung gewechselt. Bewaffnet mit gutem Werkzeug und einer guten Anleitung und viel Zeit und Geduld.
Ich finde, dass es sich lohnt und ich meine, dass man sowas unbedingt machen sollte! Ich werde irgendwann sicher auch mal ein Uhrenseminar besuchen. Oder lieber gleich im größeren Maßstab daran arbeiten... und selber eine Wanduhr zusammenbauen. Es gab neulich eine dementsprechende Vorstellung hier im Forum. Leider ist mir gerade der Herstellername des tollen Stücks entfallen.
Viele Grüße und einen schönen dritten Advent,
Sebastian
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13.12.2009, 13:51 #13Uhrenfreund
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- 159
Ja zu diesem Thema versuche ich mich auch gerade schlau zu machen. Ich habe Tomzack68 mal angeschrieben und er hat mir die IG Uhrenbauer hier empfohlen. Außerdem noch Internetseite mit einer sehr guten Anleitung zum Uhrenzusammenbau. Ich werde mich in der IG mal schlau machen, bin aber bis jetzt noch nicht dazu gekommen, dort sämtliche Beiträge zu lesen. Sind ja nicht soviele

Thomas gab mir auch den Tipp, erstmal eine alte Uhr auseinanderzunehmen und diese wieder zusammenzusetzen. Aber ich bin weiterhin für jeden Tipp dankbar. DAs ist ein sehr spannendes Thema.Liebe Grüße
Waldelfchen
Alle glauben, Zeugen der Zeit zu sein. Wer sind dann die Täter? (Wolfgang Eschker)
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13.12.2009, 13:52 #14Uhrenmacherpraktikant
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Eigenbau Einschalen
Hallo Erich
Die meisten Eigenbauer sind im Prinzip aber nur Einschaler,da die wenigsten teile anfertigen oder Gehäuse bauen.Aber selbst Einschalen macht schon viel Spass,sieh dir mal die Seite vom Kube an da ist alles sehr schön erklärt und bebildert.
Gruss Harald
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13.12.2009, 13:57 #15Uhren-Millionär
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- 4.060
Ein Thema an das sicher viele von uns schon gedacht haben,
insofern bin ich froh dass du es mal auf den Punkt bringst.
Meine ersten Versuche an das Innere einer Uhr zu gelangen haben mir schon gezeigt dass optimale Sicht- und Lichtverhältnisse das A&O sind.
Ebenfalls sind Ordnungssinn und Geduld wesentliche Tugenden die man besitzen sollte.
Ich kann nur jedem empfehlen zunächsst einmal eine Uhr zu zerlegen,
dabei wird dann schnell klar wo die Hürden sind.
Viel Werkzeug wird eigentlich nicht benötigt.
Zeiger und Krone sauber lösen sind wohl die grössten Hindernisse.
Eine ruhige Hand und viel Geduld wünsche ich euch.
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13.12.2009, 14:04 #16
Hat mich jemand gerufen?
Im Prinzip ist es schon so, dass man zuerst "nur" Uhren einschalt, also alle Einzelteile zusammensetzt. Dabei können aber, trotz begrenzter Auswahl an Einzelteilen, schon recht eigeneständige Kreationen entstehen. Wenn man dann so richtig Blut geleckt hat könnte man sich ans Uhrwerk wagen und Veredelungen vornehmen. Dafür bietet sich dann aber vorher ein passendes Uhrenseminar an. Der Eigenbau von Gehäusen, Zifferblättern und Zeigern dürfte sich als ziemlich schwer erweisen, alleine schon wegen der benötigten Maschienen.Kube Flieger-Vier im Marktplatz: http://uhrforum.de/kube-flieger-vier-mit-eta-6497-a-t96048
www.kube-watch.de
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13.12.2009, 16:02 #17Uhren-Millionär
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13.12.2009, 16:39 #18
Sehr schönes Thema.
Also, Eigenbau ist bei mir
- Gehäuse fräsen
- Steine kloppen (die roten), gegebenenfalls backen und pressen
- Zahnrädchen stanzen und bearbeiten
- Achsen anpassen und Enden konusförmig drehen
...
Ich denke da immer dran, wie mich mein Opa für einen Bastelsatz eines Modellautos gelobt hat, dabei habe ich wirklich nur 10 Minuten dran gearbeitet. Als ich dann mal Konstruktionen bei einer Reportage aus Rumänien gesehen habe, wo Kinder aus Schrott die tollsten Dinger gemacht haben, da bekam ich eine Lektion in Demut.
Also ich habe bis auf eine Standuhr hier noch keinen Eigenbau gesehen.
Vielleicht eine Customwatch, mehr aber nicht....verlieren keine Zeit, denn uns lässt die Zeit altern und in unserem Zeitalter hat man keine Zeit- Alter...
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13.12.2009, 17:00 #19
also wenn ich das hier richtig lese und verstehe ist es also kein Eigenbau wenn man sich ne Uhr aus Einzelnen Teilen zusammen setzt, einschalt oder baut?
Mal zum Arbeitsaufwand meiner Nr. 5
als erstes habe ich die beiden Unitkate/Muster der ZB bekommen.
Daraufhin begann die Designphase.
Überlegung was für ein Gehäuse, welches Werk, was für ein Band und Schließe.
Als ich mich dann entschlossen hatte ein komplett schwarze PVD Uhr zu bauen mussten die passenden Teile organisiert werden.
Lieferanten aus dem Internet gefunden werden, bestellungen aus der ganzen Welt (USA, Asien usw.)
Als dann alle Teile angekommen waren, began die Arbeit.
ZB passte nicht aufs Werk.
Die ZB Füße waren für ein 6497 und nicht für ein 6498.
Also das ZB Oberteil fein vom Unterteil mit Lumina getrennt, die kleinen klötzchen abgefeilt und wieder neu aufgesetz und montiert.
Dann musste das Werk auseinander genommen werden um die kleine Sekunde auszubauen und die Welle zu kürzen.
Danach alles wieder zusammenbauen.
Einschalen ist für mich ein fertiges Werk mit ZB & Zeiger in ein Gehäuse zu setzten, dann die fertig abgelängte Aufzugswelle rein und fertig.
Aber bei mir musste die Aufzugswellen gekürzt werden, gefeilt werden damit diese auf die verschraubte Krone passt und auch Dicht ist.
Denke jeder der schon mal an Uhren gebastelt hat weiß wieviel Zeit da drauf geht.
An dieser Stelle auch meinen Dank an Kube - Anton, ohne Dich wär ich heute nicht so weit.
Uhrenbau ist in meinen Augen so etwas.
Wenn andere hier von Gehäuse Fertigung und Räderschleifen sprechen, das ist in meinen Augen etwas anderes, das ist UHRENFERTIGUNG.
Aber das nur meine MeinungGruss
Thomas
P.O.C. / O.S.M.P.C. / D.V.S.C / D.D.O.C. / P.W.C.
"Rolex? OMEGA! Beautyful"
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13.12.2009, 17:12 #20
Also, Eigenbau ist bei mir
- Gehäuse fräsen
- Steine kloppen (die roten), gegebenenfalls backen und pressen
- Zahnrädchen stanzen und bearbeiten
- Achsen anpassen und Enden konusförmig drehen
Ok, ich kaufe sie weiterhin fertig
Im Ernst Danke für die Meinungen. Ich sehe etwas klarer. Selbstverständlich werde ich wohl kaum Zanhräder Fräsen...
aber ich werde mich mit Sicherheit etwas intensiver mit FastTeilNichtJenachdem-Eigenbau beschäftigrn und Euch vom Resultat wissen lassen
e
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