+ Antworten
Ergebnis 21 bis 40 von 111
-
23.11.2009, 18:22 #21
@ xavaron: Die Idee mit den Paletten ist gut. Einmischen auch! Ich denke den Beschreibungen von neuling09 zufolge aber eher an ein Problem im Räderwerk.
@ karlo: Mit deinem Beispiel hast du Recht! Ein "viel" weniger wäre passender gewesen. Mir ging es aber erst einmal darum, bei neuling09 ein Feeling für die Materie Uhr zu erzeugen, da er mir nicht wie ein routinierter Uhrenschrauber oder gar "Fachkliniker" erscheint. Ich denke, bei einem so großen Interesse sollten wir nicht mit unserem Wissen hinter dem Berg halten, oder? Ich bin mir auch nicht sicher, ob wir hier letztendlich Erfolg haben werden - soetwas ist aus der Ferne nicht einfach. Vielleicht finden alle anderen Threadleser das hier auch unsinnig - keine Ahnung.Ich habe halt die Hoffnung, nicht nur neuling09 helfen zu können, sondern auch andere Forumsmitglieder daran Teil haben zu lassen...
Über Reinreden deinerseits freuen wir uns aber. Das kann ja, wie oben gezeigt, nicht schaden.
@ neuling09: Bei dem Prüfen des Lagerspiels geht es darum, festzustellen, ob die Lagerbohrung noch - wie ursprünglich - kreisrund ist, oder sich zu einem oval entwickelt hat. Dann ist es nämlich so, dass die Well leicht kippt und der Eingriff zum nächsten Rad/Trieb nicht mehr passt und klemmt. Dass heißt, du versuchst die Welle in der Lagerbohrung hin und herzubewegen (nicht achsial!).
Die Paletten sind die Flächen des Ankers (du nanntest es Bügel) über die die Zähne des Ankerrades (ganz oben) abgleiten. Diese Flächen kannst du dir von unten her anschauen. Sie dürfen keine tiefen Rillen haben.
Der Labrador
P.S. Vielleicht können die anderen Leser (sofern es sie gibt) ja mal ansagen, ob das hier von allegeinem Interesse ist. Sonst können neuling09 und ich das ja auch per PN regeln.
-
23.11.2009, 18:26 #22
Nene, bloß nicht, ich lese fleisig mit.
Grüße
Micha -Poser aus Leidenschaft! -Völliger Blödsinn.......aber, die Leute werden es Lieben.
-Chairman/ Rolex"Explorer" Fan Club -Glashütte Original Clubmember / CEO, IG - Glashütter Uhren
-
23.11.2009, 18:41 #23
Dafür ist doch das Forum da, damit alle was von haben
wenn ich auch nicht so sehr an den Erfolg dieser Aktion glaube, so wie es bisher ausschaut sind alle einfach zu behebenden Fehler ausgeschlossen und es liegt einfach nur an den überholungsbedürftigen Zustand des Werkes, ob
die Hebflächen da etwas eingelaufen sind oder nicht spielt nur eine untergeordnete Rolle,
hab noch kein Blechankerwerk gesehen das alleine daran stehen geblieben ist.
Eine komplette Überholung per Fernanweisung dürfte woll auch an den technischen Möglichkeiten von Neuling scheitern. Zum Lager ersetzen braucht es schon etwas Werkzeug und Erfahrung.
Wünsche aber trotzdem viel Spass und lehrreiche Erfahrungen bei dem Einstieg in die Uhrentechnik
Viele Grüße vom Hunsrück
-
23.11.2009, 19:12 #24
@ Labrador:
Also ich find das klasse
Lese fleißig mit; wie sagte meine Oma:
Man kann alt werden wie ´ne Kuh, man lernt immer noch ´was dazu!
Bin mal gespannt wie´s ausgeht...
Grüßle
Hansmi reloj es mi corazón (Aufkleber auf chilenischen Trucks)
-
23.11.2009, 19:36 #25Uhrenlaie
- Dabei seit
- 15.11.2009
- Beiträge
- 41
Hallo an Alle,
freut mich das noch Leute zuschauen! und für neue gedanken ideen und auch einwände bin ich offen!
ich will weder Uhmacherin werden noch einen Preis gewinnen. ich finde diese art der anleitung interessant und habe spass daran mich an eine sache zu wagen, von denen, wie ihr wahrscheinlich gemerkt habt, ich so fast keine ahnung habe. aber ich dachte mir interesse, faszination und geduld gemischt mit Wissen und guter Anleitung könnten zu einem ergebnis führen... und ich bin auch schon riesig gespannt zu welchem...
also lieber labrador:
ich versuch es jetzt mal zu sortieren.
ich habe die wellen nicht um deren eigene axe gedreht, ich habe sie vor und zurück geschoben was bei allen und mittlerweile auch bei dem ankerrad (wenn auch etwas schwerer) geht.
um zu sehen ob sie oval sind oder nicht müßte man sie ja eigentlich aucn nach oben/unten und re/li ziehen, oder?
das habe ich auch vorsichtig probiert aber da war fast überhaupt keine .bewegung,
die welle des federhauses lies sich ziemlich locker rein raus schieben. hat das was mit der entspannten feder zu tun?
Danke
grüße vom frankfurter mädsche
-
23.11.2009, 19:58 #26karloGast
Dito,
Dem Werk zuliebe bitte alles vergessen was so aehnlich klingt wie "Anker nachschleifen". Entweder man kann es, oder hat eine Maschine dafuer. Alles andere geht garantiert schief.
Ich meine auf den Fotos deutliche Dreckraender in den Lagern zu sehen.
Und selbst wenn nicht, an einem nicht gereinigten Werk rumsuchen warum es nicht tickt, ist meistens Unsinn.
Mach Fotos aus allen Richtungen damit Du es wieder zusammen bekommst, und bau es auseinander.
Die praktikabeste und preiswerteste Loesung wird sein, alles (bis auf die Federhaeuser) in einen Pott Autobenzin zu kippen, ne Stunde weichen lassen und mit ner Zahnbuerste abbuersten.
Dann jedes Lager mit der entsprechenden Welle pruefen.
Reinstecken, kippen. So ca. 20° in alle Richtungen gleichmaessig, darf die Welle max kippen.
Wenn das ok ist, zusammenbauen.
Wenn nicht seh ich schwarz.
Karlo
-
23.11.2009, 21:54 #27
Gut, der Hinweis mit dem schwergängig hin und her zu bewegenden Ankerrad ist hilfreich. Vermutlich ist das alte Öl in den Lagern des Ankerrades verharzt. Dass heißt, es hat seine ursprünglich flüssige Konsistenz verloren und ähnelt jetzt eher Klebstoff. Da ja, wie schon erklärt, hier das geringste Drehmoment anliegt, hat das große Auswirkung auf den Antrieb des Ankers und den Gang der Uhr.
Dass die Lager kein Seitenspiel aufweisen, ist großes Glück. Es ist die Basis zum Weitermachen!
Karlos Einwand, die Uhr zu Zerlegen, zu Reinigen und alle Lager auf Spiel zu überprüfen ist aus Sicht des Uhrmachers sinnvoll. Auf der anderen Seite müssen bei diesem Projekt sowohl die wirtschaftliche Angemessenheit, wie auch die technische Leistungsfähigkeit von neuling09 berücksichtigt werden. Mein Ziel ist es, dass die Uhr nachher wieder läuft, wenn man auch lehrbuchmäßig einiges besser machen kann.
An dieser Stelle möchte auch erst einmal ein großes Lob an neuling09 aussprechen, die bis jetzt sehr geduldig alle Schritte und Hinweise mit Bravour ausgeführt hat.
Nun zum offensichtlich verharzten Ankerradlager: sofern im Haus nicht vorhanden, bekommst du reines Waschbenzin in der Apotheke - ist auch nicht besonders teuer. Wenn du dies hast, nimmst du einen Pinsel (aus dem Malkasten mit Borsten ist völlig ok) und pinselst mit dem Waschbenzin die beiden Lager des Ankerrades gründlich ab. Von innen und außen! Wenn du das Gefühl hast, dass sich diese Welle nun leicht hin und her bewegen lässt, ist das verharzte Öl herausgespült. Diese Prozedur solltest du den anderen Lagern auch gönnen. Das Federhaus mit der Zugfeder lass lieber so, wie es ist - Karlo erwähnte dies ja schon. Zuletzt kannst du den Anker (Blechbügel) auch abpinseln, damit er wieder sauber ist und auch nicht klebt.
Hinweis zwischendurch: Es wäre sicherlich professionell, die Uhr zu zerlegen und dann zu reinigen. Da aber das Zusammensetzen eines Schlagwerks viel Erfahrung braucht und ich dies auch nicht per Fernwartung vermitteln kann (nicht umsonst geht die Uhrmacherlehre drei Jahre...), erlaube ich mir, hier den Verlauf der Instandsetzung zu vereinfachen.
Wenn du das alles geschafft hast - und ich traue dir das absolut zu - kommt das erneute Ölen der Uhr. Wir machen hier einen Stopp, wenn du kein richtiges Großuhrenöl besitzt. Lass mich per PN wissen, wohin ich ein kleines Fläschchen schicken darf - selbstverständlich als anerkennendes Geschenk für deine uhrmacherische Leistung!
Viele Grüße vom
LabradorGeändert von Labrador (23.11.2009 um 22:26 Uhr)
-
23.11.2009, 22:18 #28
-
23.11.2009, 23:40 #29Uhrenlaie
- Dabei seit
- 15.11.2009
- Beiträge
- 41
Hallo Labrador,
danke für die Blumen und Danke auch für die nächsten Schritte. Ich werde mir morgen das Waschbenzin holen und Dich dann informieren, wie weit ich gekommen bin. Ich denke auch, es ist eine gute Alternative zum komplett auseinander bauen. Auch wenns die bessere/richtigere Wahl wäre, werde ich den von Dir vorgeschlagenen Schritt erstmal machen.
Grüße
Kat
@Rocketman: dann noch viel Spass beim mitlesen und Danke für die Wünsche!Geändert von neuling09 (23.11.2009 um 23:48 Uhr)
-
23.11.2009, 23:51 #30
Wenn du es dir zutraust und das Werk entspannt ist kannst du die zwei Schrauben von der Platte lösen die die Ankerwelle hält, am besten vorher anzeichnen damit du sie nachher wieder in der gleichen Position befestigen kannst. Die Platte hat Langlöcher zum einstellen der Gangtiefe.
Dann lassen sich zum auswaschen die Räder richtig drehen
Grüße vom Hunsrück
-
24.11.2009, 11:02 #31
@ Uhrmichel: Gute Idee mit dem Anzeichnen der Ankerbrücke. So klappt es bestimmt noch besser.
@ neuling09: Wenn bei Uhrmichels Vorschlag irgendwie unklar ist, bin ich bereit, die Schrauben und die Brücke in eines deiner Fotos einzuzeichnen.
Der Labrador
-
26.11.2009, 19:00 #32
Lange nichts gehört. Läuft unser Projekt noch? Oder ist dir die Uhr vom Tisch gefallen?
Viel Grüße
der Labrador
-
26.11.2009, 23:30 #33Uhrenlaie
- Dabei seit
- 15.11.2009
- Beiträge
- 41
Hallo, sorry das ihr nichts mehr von mir gehört habt. ich bin etwas im alltagsstress versunken. fliege jetzt auch für 2 Wochen weg. die uhr ist heile und alles ist gut. ab dem 14. dezember bin ich wieder da und dann ist die uhr wieder meine nummer 1! liebe Grüße und bis dahin.
-
27.11.2009, 08:34 #34
Ja dann bin ich ja beruhigt und wünsche dir einen schönen Urlaub (hoffe, es ist auch Urlaub...). Bis zum Dezember.
LG
der Labrador
-
22.12.2009, 20:51 #35Uhrenlaie
- Dabei seit
- 15.11.2009
- Beiträge
- 41
Grüße
Hallo Labrador,
wollte mich nur mal melden, damit Du nicht denkst ich bin verschollen oder habe kein Interesse mehr, sicher hab ich das noch!!
Hatte ne super Zeit in Südafrika und morgen gehts schon wieder weg. Ich melde mich im neuen Jahr wieder. Wündsche Dir und allen "Mitlesern" eine schöne Weihnacht und nen guten Rutsch und ich hoffe wir setzen fort im neuen Jahr!
Würde mich sehr freuen!
>
Grüße
-
23.12.2009, 00:36 #36
Ja, das wird gerne gemacht! Da freue ich mich auf das nächste Jahr
Ich wünsche dir auch schöne Feiertage und einen guten Rutsch!
Der Labrador
-
23.12.2009, 00:38 #37
U(h)rlaub...
Ich verfolge das hier ebenso gespannt und freue mich auf Deine Rückkehr!
Damit das hier endlich weiter geht - Mann! - das muss doch weiter gehen - wie sieht das denn aus - so eine zerlegte Uhr - wenn das einer sieht - Jungejungemannomann - Reinigungsbenzin da stehen und reinigt nicht - das kann man doch nicht machen - sowas - das muss doch glänzen - tststs...
So - genug geschimpft:
Schönen und erholsamen Urlaub, ein frohes Fest, einen guten Rutsch!
Und eine gute Heimreise!
Und damit kein Smiley fehlt - weil ein echt toller Thread:

Danke an alle Beteiligten!Liebe Grüße
Michael
1. Rittmeister des TWOC
Suche ständig zum Selbststudium: (Taschen-) Uhren, Werke, "Schrott", Reste...:
http://uhr-forum.de/taschenuhren-t35441
-
10.01.2010, 22:59 #38Uhrenlaie
- Dabei seit
- 15.11.2009
- Beiträge
- 41
Hallo Leute, hallo Labrador,
so jetzt bin ich wieder da, hatte mir noch eine Woche Urlaub zum Beginn des Jahres gegönnt. Erst mal allen ein schönes und gesundes neues Jahr!
Ich habe mittlerweile 70%igen Alkohol sowie Feinmechanikeröl im Haus, ist das ok?
Dann würde ich jetzt unser Projekt wieder mal etwas voran bringen und mit meiner Uhr weiter machen!
-
11.01.2010, 00:02 #39Uhrenmacher
- Dabei seit
- 10.09.2008
- Beiträge
- 3.212
70prozentiger Alkohol hat einen hohen Wasseranteil. Das fördert eher Rost, als das es nützt. Zudem ist die Lösungskraft von Benzin besser. Ich nehme da immer einfaches Feuerzeugbenzin, das tut bestens seine Wirkung. Feinmechanikeröl - naja, Großuhrenöl hat schon seine Daseinsberechtigung. Aber für den ersten Versuch kann man es wohl auch so machen.
Träger des UhrForum-Hämepilzes 2011
-
11.01.2010, 00:10 #40Gesperrt
- Dabei seit
- 06.12.2007
- Beiträge
- 1.414
Hallo,
in einem der doch sehr vintagen Lehrbücher für Uhrmacher steht was von Petroleum zum reinigen und Terpentin (kein Terpentinersatz, sowas bekommt man in der Apokatheke).
Tja und dann putzen und dann eben auch Großuhrenöl und soweit ich weiß Geduld und ne ruhige Hand und ein ebenso ruhiges Nervenkostüm ... sonst gybs UFO's en masse.
Viele Grüße
Nico
PS: Ich hab hier noch ne weiche Kinderzahnbürste für Großuhrwerke zum putzen/reinigen geht prima wenn man kein Elmasonic zur Hand hat.
Ähnliche Themen
-
uhr selbst wieder verschönern
Von origin im Forum UhrenwerkstattAntworten: 1Letzter Beitrag: 21.08.2011, 00:27 -
Mal eine ganz blöde Frage,Uhr wieder dicht bekommen
Von RotesBienchen im Forum UhrenwerkstattAntworten: 7Letzter Beitrag: 10.02.2011, 00:25 -
Wie Aufzugsfeder wieder in Ferdergehäuse bekommen...
Von aufallenvieren im Forum UhrenwerkstattAntworten: 6Letzter Beitrag: 11.01.2011, 15:22 -
alte Buffetuhr
Von Hans 123 im Forum UhrenwerkstattAntworten: 5Letzter Beitrag: 07.05.2009, 15:26 -
Selbst mal wieder was gegönnt: ZENO Flatline
Von uhrensammler im Forum UhrenvorstellungenAntworten: 14Letzter Beitrag: 17.04.2008, 17:36

Zitieren





