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Thema: Britix Chronograph von???
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29.08.2010, 17:55 #1Uhrenlaie
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Britix Chronograph von???
Hallo Forum,
ich habe hier ein Erbstück. Auf dem Ziffernblatt steht folgendes:
Britix Chronograph, Suisse, Ancre 17 Rubis, Antimagnetic
Auf dem Deckel steht noch:
18K, 0750, 581, 105
Soweit ich das als Laie beurteilen kann, funktioniert die Uhr noch einwandfrei, auch die Stoppuhrfunktion geht.
Kann mir jemand bissl mehr zu dieser Uhr verraten?
Hier 2 Bilder von dem guten Stück:


Mit freundlichen Grüßen,
Jürgen
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29.08.2010, 18:02 #2
Die Marke Britix wurde am 7.9.1948 auf die Firma Britix & Apes S.A., Lengnau (Longeau) registriert. Der Chronograph ist mit einem Landeron Kaliber ohne Stoßsicherung versehen. Ich datiere ihn in die erste Hälfte der 1950er Jahre.
Grüsse Gerd
Die Beschäftigung mit Uhren lässt die Zeit vergessen.
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29.08.2010, 23:40 #3Uhrenlaie
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Hallo falko,
vielen Dank für die prompte Antwort.
Ich habe mir das Uhrwerk jetzt mal unter der Lupe angeschaut (wirklich faszinierend...).
In einer Ecke des Uhrwerks, habe ich noch eine Gravur entdeckt. Sie sieht ungefähr so aus {L}48. Das hat aber nichts mit dem Baujahr zu tun, oder?
Im Bodendeckel (Innenseite) habe ich noch verschiedene Handgravuren entdeckt. Sieht aus, als wären das Datum und Kurzzeichen. Könnte dies von Uhrmachern stammen?
Auf dem Verschluß der Uhrenarmbandes steht Cito oder so ähnlich, ist anscheinend auch Gold, wie die Uhr, allerdings nur 14 Karat (585).
Was mich noch interessieren würde, ist das jetzt eine Allerweltsuhr, oder doch schon eher etwas besonderes? Ich bitte um Nachsicht, ich habe mich bisher eher weniger mit Uhren beschäftigt...
Gruß
JürgenGeändert von juergenhe (29.08.2010 um 23:43 Uhr)
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30.08.2010, 00:03 #4
Die Punze mit dem L im Schild weist auf den Werkehersteller Landeron aus dem Schweizer Ort Le Landeron hin, 48 ist die Nummer des Kalibers:
bidfun-db Landeron_48: Landeron 48
Die Gravuren im Deckel sind Uhrmacherreparaturzeichen, die uns aber nicht weiterführen. Allgemein ist das Landeron 48 ein sehr häufig verbautes und relativ preisgünstiges Chronographenkaliber. Die Gehäuse solcher Uhren sind meist sehr dünn, weswegen man sie auch Knackfrösche nennt. Erheblich mehr Gold befindet sich am Band, das ürsprünglich wahrscheinlich nicht an der Uhr verbaut war. Ich rate in solchen Fällen gerne, das Band zu gutem Altgoldkurs zu veräussern und den Erlös in ein Lederband und vor allem in eine fachgerechte Restaurierung zu investieren. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, hier keine nach heutigen Maßstäben voll alltagstaugliche Uhr zu besitzen. Durch das Fehlen einer Stoßsicherung kann schon ein hartes Anecken an einen Türrahmen zum Bruch der Unruhwelle führen, zudem ist die Uhr in keinster Weise wasserdicht.Grüsse Gerd
Die Beschäftigung mit Uhren lässt die Zeit vergessen.
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30.08.2010, 08:45 #5
Landeron 48
Hallo,
wie schon Falko sagt, vorsichtig sein mit der Uhr. Ich besitzte eine Clerval mit dem gleichen Werk und habe die bei unserem Member "Clockmaster" in Revision gegeben. Die Arbeit kannst Du Dir gern ansehen, ich bin bestens zufrieden, die Uhr läuft einmalig.
Gruss
Jürgen
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30.08.2010, 11:14 #6Uhrenlaie
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Moin,
so, ich bin jetzt schon mal ein bissl schlauer, danke.
Wegen der Restaurierung bzw. Revision, was sollte denn da euerer Meinung nach gemacht werden, außer vielleicht mal gründlich reinigen? Im Moment funktioniert ja alles und optisch bin ich eigentlich auch sehr zufrieden. Die Uhr schaut eigentlich in natura noch besser aus, als auf dem Photo...
Wie gesagt, ich bitte um Nachsicht, wenn ich zu blöde Fragen stelle, ich kenne micht mit Uhren absolut nicht aus!
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
P.S.: sehr beruhigend, wenn man mal eine zeitlang in das Uhrwerk starrtGeändert von juergenhe (30.08.2010 um 11:17 Uhr)
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01.09.2010, 19:03 #7Uhrenlaie
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Hallo Jürgen,
wenn Du die Uhr nicht zu Deiner Alltagsuhr machen willst (und davon haben Jürgen1950 und Gerd ja schon abgeraten), dann solltest Du Dich einfach an Ihr erfreuen wie sie ist. D.h. gelegentliches Aufziehen, Ausprobieren und Bewundern der Mechanik wird ihr schon nicht schaden.
Ansonsten wird bei einer Revision das komplette Werk zerlegt, alle Teile werden gereinigt und bei der Montage wird alles ordnungsgemäß geölt, die Uhr wird dann auch noch reguliert. Kosten: Etwa 150 - 200 Euro bei einem Chronografen mit Handaufzug (soweit keine Ersatzteile fällig werden). Das Problem dabei: Die Uhr ist hinterher soviel wert wie vorher, sprich die Kosten für die Revision spielen bei der Wertermittlung praktisch keine Rolle, leider. Das lohnt sich wirklich nur für Uhren, die man auch tragen will (und ist dann obligatorisch, sonst ruiniert man schnell das Werk).
Gruß,
Olof
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01.09.2010, 19:38 #8
Sehe ich anders. Natürlich ist eine Uhr mit revisioniertem Werk höherwertiger einzustufen. Allerdings, und da gebe ich dir recht, nie soweit, daß sich die Revisionskosten voll auf den Kaufpreis umlegen lassen. Im übrigen kann man auch ohne Verkaufsabsicht das Werk reinigen lassen, wenn man es als Liebhaberobjekt betrachtet.
Es spricht übrigens nichts dagegen, die Uhr hin und wieder zu tragen. Ich habe selber Uhren ohne Stoßsicherung, die ich zu bestimmten Anlässen trage. Man muß nur etwas vorsichtiger sein. Als Daily Rocker ist eine Uhr ohne Stoßsicherung heute nicht mehr geeignet.Immer auf der Suche nach der nächsten Exit-Watch.
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