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Thema: Aufzugsfeder tauschen
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02.09.2010, 11:56 #1
Aufzugsfeder tauschen
Hallo,
ich habe zu viel Zeit und muss mal wieder was lernen.
Die Aufzugsfeder meiner Uhr ist gebrochen und ich habe aus meinem Lager ein Federhaus gleicher Dimension.
Die Feder habe ich schon rausgemacht...sehr gefährlich!
Nun die Frage: Wie bekomme ich das Ding wieder in den Kasten. Ich erinnere mich an Labradors Spezialwerkzeug...geht das auch mit einer Laienausrüstumg...und wie? Fange ich beim Kern an?
Gruß
AL...verlieren keine Zeit, denn uns lässt die Zeit altern und in unserem Zeitalter hat man keine Zeit- Alter...
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02.09.2010, 12:01 #2Uhrenmacher
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Einwinden. Federhaus zwischen Daumen und Zeigefinger, und die äußerste Windung einlegen, dann immer kreisförmig nachdrücken, bis am Ende der Kern auch reinrutscht. Geht mit Übung wunderbar. Wichtig: Richtige Richtung beachten, und saubere Finger.
Die Gefahr: Bis zu 2/3 geht die Feder gut rein, der Rest wird immer mühsamer. Irgendwann ist die Spannung so groß, das Federhaus und Feder wegrutschen können. Dann fliegt das Zeug so herum.... Also sehr gut festhalten!!!
Oder ein Federwinder. Ich leg Federn jedoch immer nach oben beschriebener Methode ein, und klappt gut. Brauchte aber Übung dafür.
Viel Erfolg!Träger des UhrForum-Hämepilzes 2011
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02.09.2010, 21:52 #3
Nachdrücken...hmmm, also ich finde das unmöglich. Ist es nicht besser, über den Kern zuerst?
...verlieren keine Zeit, denn uns lässt die Zeit altern und in unserem Zeitalter hat man keine Zeit- Alter...
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02.09.2010, 22:08 #4
Nein Al.
Ich habe beides schon probiert, beides geht.
Einfacher ist aber eindeutig, wenn man, wie von Thomas beschrieben, außen anfängt.
Und bitte wirklich gut aufpassen.
Mir ist mal das Federhaus einer Poljot zum offenen Fenter rausgeflogen.
Pling-gegen die Scheibe und weg wars.Viele Grüße
Volker
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02.09.2010, 22:14 #5
OK. Dann noch etwas weiter...Das Ende ist ja zweigeteilt...ich habe leider nicht mitbekommen, wie das am Anfang einzufädeln ist, da mir das Ding um die Ohren flog.
...verlieren keine Zeit, denn uns lässt die Zeit altern und in unserem Zeitalter hat man keine Zeit- Alter...
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02.09.2010, 22:50 #6
Der Haken kommt in Richtung der Wand des Federhauses.
Achte bitte darauf, ob sich an diesem Ende der Feder oben auf der Feder eine kleine 'Nase' befindet.
Bei einigen Uhren hat das Federhaus eine kleine Aussparung im Deckel.
In diese Aussparung muss ggf. die kleine Nase eingelegt werden.
Und achte bitte auf die Richtung, in welcher Du die Feder einlegst!
Sonst will sich dein Federhaus nachher in die falsche Richtung drehen und nichts geht mehr.
Beim Einfädeln beide Hände verwenden, jeweils Daumen und Zeigefinger.
Eine Hand sichert den bereits eingelegten Teil der Feder mit Daumen und Zeigefinger.
Mit dem Daumen der anderen Hand fädelst Du wieder ein kleines Teil der Feder ein, drehst das Gehäuse ein wenig ohne dabei die Sicherung zu vernachlässigen, hälst wieder fest, fädelst ein, drehst, sicherst usw.
Viel Erfolg und lass dich nicht entmutigen, wenn es nicht gleich klappt.Viele Grüße
Volker
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02.09.2010, 23:30 #7
Beim Austausch der Feder muss man die ursprüngliche zunächst vermessen (Breite, Stärke und Federhausdurchmesser), es sei denn, man hat im Flume zu dem entsprechenden Kaliber Angaben gefunden. Auch sollte man sich, wie Volker schon erwähnt hat, die Drehrichtung aufzeichnen. Nur nach dem Federhausmass alleine kann man nicht gehen, sonst ist die Feder nachher u.U. zu stark und die Unruh prellt.
Grüsse Gerd
Die Beschäftigung mit Uhren lässt die Zeit vergessen.
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03.09.2010, 05:57 #8Uhrenmacher
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Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, es kommt tatsächlich sehr auf die Feder an. Ich habe das zu Anfang auch unterschätzt und mal eine zu starke Feder verbaut, die dann die Uhr sehr stark prellen ließ.
Insofern vorsichtig sein. Bezüglich des Einwindens ist ein bißchen Übung an Schrottwerken sicher nicht falsch.Träger des UhrForum-Hämepilzes 2011
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09.09.2010, 23:39 #9
Dank Euch. So richtig geklappt hat das nicht. Ich lass es mal so und greife das ggf später nochmals auf.
Das mit dem Prellen ist lustig. Das hatte ich bei einem Werk mit Orginalfeder...seltsam....verlieren keine Zeit, denn uns lässt die Zeit altern und in unserem Zeitalter hat man keine Zeit- Alter...
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29.10.2010, 21:29 #10
Also, um das nochmals von Thomas zu bestätigen: mit der Außenseite beginnen, alles andere hat bei mir nicht geklappt.
Viel Spaß allen Schraubern!...verlieren keine Zeit, denn uns lässt die Zeit altern und in unserem Zeitalter hat man keine Zeit- Alter...
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29.10.2010, 23:08 #11
So wie es Thomas beschreibt geht es wunderbar. Wichtig, trockene Finger und gut halten. Dann schön langsam von aussen nach innen einwinden. Hab ich gerade letzhin bei einem Federhaus geübt nach Thomas's Anleitung.
No Problem.
Gruess hampe...Mitglied im V.C.C. Vintage Collectors Club
Mitglied im C.W.M. Certina Watch Member
Mitglied im (Z.d.BWC-E)
Gründer Dugena Vintage Sammler Club D.V.S.C.
http://uhrforum.de/album.php?albumid=1560
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29.10.2010, 23:57 #12
Du solltest beim Einwinden der Feder (ohne den Federeinwinder) darauf achten, dass der Rand des Federhauses nicht beschädigt wird. Dann kann es sein, dass der Deckel nicht mehr ordentlich schließt.
Das Einsetzen des Federkerns geht am besten, wenn du ihn in ein geeignetes Spannwerkzeug einspannst - z. B. ein Stiftenklöbchen.
Viel Erfolg,
Jörn (Labrador)Labradors Laden: (Labrador räumt sein Körbchen auf)
http://uhrforum.de/omega-marine-chronometer-2-4-mhz-t96939#post1247961
http://uhrforum.de/nomos-orion-datum-von-dez-2011-a-t97168#post1250837
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02.11.2010, 22:26 #13
Ja...wir gehen mal zurück auf Null. Das "Einfädeln" gelingt super (es bietet sich auch hier an, ein vorher Foto zu machen, da man doch ins Grübeln kommen kann und nicht alle gleich gebaut sind...), bisher ist es mir aber nicht gelungen die Feder ohne...naja, sagen wir mal einen "dynamischen" Prozess aus dem Haus zu komplimentieren. gibt es da einen Trick?
...verlieren keine Zeit, denn uns lässt die Zeit altern und in unserem Zeitalter hat man keine Zeit- Alter...
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03.11.2010, 09:31 #14
Die alte Feder raus geht genau umgekehrt:
Deckel öffnen
Federkern herausnehmen - Ich nehme dazu ein Stiftenklöbchen und halte damit den Kern, drehe ihn entgegen der Aufzugrichtung und ziehe vorsichtig. Dabei halte ich den Rest der Triebfeder mit einem Finger im Federhaus fixiert. So springt sie nicht raus.
Wenn der Fderkern raus ist, ziehe ich mit einer Pinzette vorsichtig die Feder von der Mitte her 1-2 Umgänge aus dem Haus, wobei ich mit einem Finger den Rest im Haus festhalte. Es springen ein-zwei Umgänge heraus und dann ist Schluss. Schön festhalten! Nun wird die Feder langsam herausgewunden (Daumen links-Daumen rechts...), bis eine Umdrehung vor dem Endhaken.
Jetzt wird´s etwas hakelig: Den letzten Umgang schiebe ich (wenn möglich) entgegen der Zugrichtung ein Stück und erst dann lasse ich den Rest der Feder frei. So wird der Endhaken nicht gefährdet. Bei Automatikfedern braucht es den vorletzten Schritt nicht.
Zum Einsetzen benutze ich möglichst immer einen Federwinder. Einfache Stahlfedern verwinden beim manuellen Einwinden gern etwas und liegen dann nicht mehr flach. Das ist grundsätzlich nicht erwünscht und sollte wenn möglich vermieden werden.
Viel Spaß dabei!Scio me nihil scire.
Grüße aus Berlin
Micha
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