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  1. #1
    Uhren-Millionär Avatar von falko
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    Alte Kaiser mit Stiftankerkaliber Kaiser K18

    Kürzlich hat mir uhrzeittier zusammen mit seiner Ruhla, die ich wieder zum Laufen brachte, einige defekte Uhren zugesandt. Dabei war diese kleine Kaiser (J. Kaiser, Villingen), die mich sofort ansprach, weshalb ich mich ihrer ebarmte. Es fehlte leider ein Bandsteg und so musste ich zunächst einen neuen ins Gehäuse einlöten. Leider hielt er nicht, da das Lot zu dem von mir verwendeten Stahldrahl (Messing wäre beser gewesen) keine feste Verbindung einging. Ich habe dann in die mit Lot verfüllten Hörner Löcher gebohrt und einen ansatzlosen Federsteg verwendet. Es sieht so aus, als wolle es halten. Das Gehäuse musste natürlich poliert werden, es war völlig angelaufen. Das Werk lief nach kurzer Zuwendung wieder gut. Zudem habe ich die Krone nachgefeilt, wie man auf dem Werksbild gut erkennen kann. Ich hatte noch ein dünnes schwarzes Band, das ich aufgetrennt und an der Uhr wieder verklebt habe. Ursprünglich war die Uhr sicher als Herrenuhr konzipiert. Meine Frau hat jedoch schon ein Auge drauf geworfen.
    Hat jemand mehr Informationen über den Hersteller, welche helfen, die Uhr zeitlich einzuordnen?
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken sdc12431.jpg  

    sdc12432.jpg  

    sdc12433.jpg  

    sdc12430.jpg  

    Grüsse Gerd

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  2. #2
    Uhrenliebhaber Avatar von uhrenbastler
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    Kennst Du zufälligerweise den Unterschied zwischen einem Kaiser K18 und dem Kaiser K48?

    Ich habe das K48 in meiner Sammlung (allerdings noch nicht online), das allerdings nur mit "101 6" und "6µ2" (die hintere "6" und das "µ" sind dabei nicht wirklich exakt so geschrieben, das könnten auch ein Doppeldruck einer "0" und eines Sterns sein) markiert ist, von einem Uhrmacher aber als Kaiser 48 identifiziert wurde. Die Zifferblattseite stimmt auch mit der im Flume überein.

    Wenn ich das K48 jetzt mit Deinem K18 vergleiche, kann ich aber keine echten Unterschiede feststellen, außer, daß bei Deinem Werk die Kalibernummer klar zu erkennen ist

    Ciao
    Christoph
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  3. #3
    Uhrenmacherpraktikant Avatar von JungHans
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    Hallo,

    nach meinem Wissen hat Kaiser sich erst ab 1932(bis dahin nur Weckerproduktion) an der Badischen Uhrenfabrik AG beteiligt und stellte von dieser Zeit an erst Taschenuhren und Reisewecker her. Erst ab diesem Zeitpunkt könnten auch Armbanduhrwerke entstanden sein. In der Fachliteratur findet sich aber nur ein Verweis, dass die Entwicklung und Fertigung von Armbanduhr-Kalibern erst 1950 aufgenommen wurde, da angeblich über die Zeit des Zweiten Weltkriegs nichts bekannt ist.
    Geändert von JungHans (07.03.2010 um 16:58 Uhr)

  4. #4
    Uhren-Millionär Avatar von falko
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    Danke Euch!
    @Christoph: Die Unterschiede kenne ich auch nicht, es ist dies das erste Kaiser-Werk in meiner Sammlung. Im Flume K3 ist weder das K18 noch das K48 erwähnt.
    Grüsse Gerd

    Die Beschäftigung mit Uhren lässt die Zeit vergessen.

  5. #5
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    Hallo Falko,

    nach den Angaben im "Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie" hat Kaiser die Fertigung von Armbanduhren 1950 aufgenommen. Ich schätze, das könnte für Deine Uhr auch hinkomen. Das Kaliber 18 dürfte etwas früher, als das Kaliber 48 entwickelt worden sein- aber genaue Unterschiede kenne ich nicht.


    uhrenkel

  6. #6
    Uhrenmacherlehrling Avatar von uhrzeittier
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    Da isse ja!

    Sieht doch sehr manierlich aus, schön dass Du etwas daraus machen konntest!
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  7. #7
    Uhrenmacherpraktikant Avatar von hiltibrant
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    Genug der schnöden Fachsimpelei - papperlapapp

    Eine sauschöne Uhr hast du da hingezaubert, lieber Gerd. Und deine Frau täte gut daran, BEIDE Augen auf die schöne Kleine zu werfen.
    Gruß vom linken Niederrhein
    hiltibrant

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  8. #8
    Uhrenliebhaber Avatar von uhrenbastler
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    @Falko: Bist Du eigentlich sicher, daß es das K18 ist? Wenn ich mir den Aufdruck so ansehe, so könnte die "1" eigentlich auch eine "4" sein, die im unteren Abschnitt unsauber gepunzt wurde.

    Hintergrund der Frage ist, daß es im K1 ein Kaliber 48 (unter "Stiftenanker-Werke" notiert) gibt, und ein Steinankerwerk mit der Kalibernummer 19.
    Ein K18 ist dagegen in keinem der Flume Werksucher aufgeführt.

    Das nur so am Rande

    Ciao
    Christoph
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  9. #9
    Uhrenmacher Avatar von Uhrenfritz
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    Da muss ich Uhrenbastler zustimmen. Hab auch mal das Bild stark vergrössert und auch meine Vermutung es könnte eine 4 sein. Trotz 1 oder 4, ein schönes Tickerchen ist es auf jedenfall.

    Gruess hampe...
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  10. #10
    Uhren-Millionär Avatar von falko
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    Ich habe es halt als 18 gelesen, da die Stempelung aber nicht sehr tief ist, könnte es durchaus eine 48 sein. Wenn ich sie nochmal ausschale, schau ich mit der Lupe nach!
    Grüsse Gerd

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